Was bedeutet die Kontaktsperre? Wie muss ich mich verhalten? Welche Konsequenzen drohen bei Nichtbeachtung?
Es gilt keine Ausgangssperre, aber bis zunächst 31. Januar 2021 eine Kontaktbeschränkung. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist zurzeit nur alleine, in Gruppen von höchstens zehn Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Zu öffentlichen Plätzen zählen vor allem: Straßen, Wege, Gehwege, Plätze, öffentliche Grünflächen und Parkanlagen.
Die Stadt Hanau weist darauf hin, dass dies – insbesondere im öffentlichen Raum – kontrolliert wird. Etwaige Verstöße gegen diese Anordnung werden verfolgt und geahndet – mit möglichen Geldstrafen von mehreren Tausend Euro. Ausgenommen von der Begrenzung sind Personengruppen, die geschäftlich und dienstlich notwendigerweise gemeinsam unterwegs sein müssen. Auch Busse und Bahnen sind naturgemäß von der Regelung ausgenommen. Sie können also weiter genutzt werden – in den Bussen der Hanauer Straßenbahn AG aber nur mit einer Alltagsmaske.
Darf ich mich noch mit Freunden treffen?
Es gilt keine Ausgangssperre, aber bis zunächst 31. Januar 2021 eine Kontaktbeschränkung. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, in Gruppen von höchstens zehn Personen oder mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Zu öffentlichen Plätzen zählen vor allem: Straßen, Wege, Gehwege, Plätze, öffentliche Grünflächen und Parkanlagen.
 
Welche Strafen drohen mir bei Nichtbeachtung der gültigen Regelungen?
Seit 3. April können in Hessen Verstöße gegen die Verordnungen der Hessischen Landesregierung zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus einheitlich mit Bußgeldern belegt werden. Das Kabinett hat festgelegt, welche Verstöße gegen die Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus künftig als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden können. Um eine landesweit einheitliche Praxis sicherzustellen, wurden den Behörden zugleich Regelsätze für die einzelnen Bußgeldtatbestände vorgegeben. Je nach Schwere des individuellen Verstoßes, zum Beispiel gegen die geltenden Verbote von Kontakten in der Öffentlichkeit, dem Betrieb von Bars oder Restaurants oder der Nichteinhaltung von Zugangsbeschränkungen – etwa für Senioren- oder Pflegeeinrichtungen –, sind Bußgeldzahlungen zwischen 200 und 5.000 Euro vorgesehen.

Regelsatz von 200 Euro
  • Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen (Ausnahme: Familien oder häusliche Gemeinschaft), pro Teilnehmer
  • Teilnahme an einer Zusammenkunft oder Wahrnehmung von touristischen und kulturellen Angeboten
  • Nichtbeachtung der Vorgaben zu Hygienemaßnahmen (zum Beispiel in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen) oder das unerlaubte Betreten solcher Einrichtungen durch Besucher
Regelsatz von 500 Euro
  • Verstoß gegen die Quarantäneanordnung bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten
Regelsatz von 200 bis 1.000 Euro
  • Das Organisieren von Zusammenkünften, touristischen und kulturellen Angeboten jeglicher Art
  • Das Nichteinhalten der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Sicherheitsvorkehrungen in Bezug auf das Abstandsgebot oder Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen. Dies betrifft zum Beispiel die Geschäftsführung eines Unternehmens
Regelsatz von 500 bis 5.000 Euro
  • Verstoß gegen das Gebot der Schließung und Einstellung von Einrichtungen, Betrieben, Begegnungsstätten oder entsprechende Angebote
  • Verstoß gegen das Bewirtungsverbot
  • Unerlaubtes Anbieten von Übernachtungen
Ist öffentliches Grillen und Picknicken erlaubt?
Ja.
 
Welche Regeln gelten bei Einreisen aus Risikogebieten?
Der Main-Kinzig-Kreis hat zu den in Hessen geltenden Pflichten von Reiserückkehrern aus Covid-Risikogebieten zusätzliche Maßnahmen eingeleitet. Was für Reiserückkehrer aus Risikogebieten heute schon gilt, ist in der 1. Verordnung des Landes Hessen zur Bekämpfung des Coronavirus geregelt: Sofern sie sich „zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet“ befunden haben, sind Reiserückkehrer verpflichtet, sich „unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern“. Ihnen ist es in diesem Zeitraum „nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören“. Sie sind verpflichtet, unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren. Sie müssen außerdem dem Gesundheitsamt melden, wenn „Symptome für eine Erkrankung mit Covid-19 im Sinne der jeweiligen Kriterien des Robert Koch-Instituts“ auftreten.
Der Main-Kinzig-Kreis prüft darüber hinaus einzelfallbezogen, ob Personen des jeweiligen Hausstands, die nicht mit verreist waren, in einer besonders sensiblen „Gemeinschaftseinrichtung“ betreut, beschult oder beschäftigt werden, beispielsweise Schüler und Lehrer, Erzieher und Betreuungskinder, Pflegende und Klinikpersonal.
Bis zur medizinisch-fachlichen Abklärung der eingereisten Person – Coronatest und ärztliche Bescheinigung – sollen Kinder und Jugendliche des gemeinsamen Hausstands nicht in Schulen und Betreuungseinrichtungen zurückkehren, längstens für 14 Tage.
Für Erwachsene, die einer „Gemeinschaftseinrichtung“ arbeiten, kann es ein vorübergehendes Tätigkeitsverbot oder eine Berufsausübung unter strengen Schutzauflagen geben. Auch diese Einschränkungen gelten insbesondere bis zur medizinisch-fachlichen Abklärung der eingereisten Person. Siehe: https://www.mkk.de/de/mkk_de/aktuelles/corona/formulare/formular_einreise_deutschland.html
Sind die Spiel- und Bolzplätze geöffnet?
Die Spielplätze in Hanau sind geöffnet. Oberbürgermeister Claus Kaminsky appelliert aber an die Eltern, das weiterhin in Hessen gültige Kontaktverbot und die Hygieneregeln zu beachten: Abstand halten, die Husten- und Niesetikette einhalten, nach der Rückkehr vom Spielplatz gründlich Hände waschen. Das Tragen einer Alltagsmaske ist auf Spielplätzen keine Pflicht, aber zu empfehlen. Auch Bolzplätze und andere Multifunktionsflächen sind wieder geöffnet – auch hier sind aber die Hygiene- und Abstandsregelungen einzuhalten.
Sind Kirchen und Moscheen geöffnet?
Seit 1. Mai sind Glaubenszusammenkünfte in Hessen unter Beachtung diverser Hygieneregelungen wieder erlaubt. Welche Gotteshäuser geöffnet sind, erfahren Sie auf den entsprechenden Internetseiten der Gemeinden.
Zusammenkünfte sind nur erlaubt, wenn
− ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen, ausgenommen zwischen Angehörigen eines Hausstandes und evtl. des weiteren Hausstandes, eingehalten wird, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind,
−  bei Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften zur gemeinschaftlichen Religionsausübung sowie Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen wird für alle Teilnehmenden das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen. Diese Pflicht gilt auch für religiöse Schulungsveranstaltungen. Eine Ausnahme gilt nur für Kinder unter 6 Jahren oder Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können.
− keine Gegenstände zwischen Personen, die nicht einem gemeinsamen Hausstand angehören, entgegengenommen und anschließend weitergereicht werden,
− geeignete Hygienekonzepte entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Hygiene, Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen getroffen und umgesetzt werden,
− Aushänge zu den erforderlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen gut sichtbar angebracht sind
- die Kontaktdaten der Teilnehmer in Namenslisten erfasst werden.
Finden Gottesdienste im Internet, Radio und TV statt?
Ja. Auf www.hanaudaheim.de/glauben sind verschiedene Angebote der Religionsgemeinschaften zu finden.
Gibt es Hilfsangebote der Hanauer Kirchen?
Ja, die evangelische und katholische Kirche in Hanau vermittelt bei der Aktion „...dich schickt der Himmel!" unter www.helfen-in-hanau.de Nachbarschaftshilfe - für Menschen, die nicht bereits durch andere Dienste versorgt sind und die in der Corona-Krise keine oder nur sehr eingeschränkt soziale Kontakte pflegen können. Nicht geleistet werden können Personentransporte, Einkaufsservice und Notdienste wie Rettungsdienste und Medizinischer Notdienst. Zentrale Telefonnummer ist 06181 - 92 34 010.
Ich möchte helfen – wo kann ich mich melden?
Die Stadt Hanau will wegen der Corona-Pandemie für alle Fälle eine Datenbank mit freiwilligen Helferinnen und Helfern aus der Bürgerschaft aufbauen. Es gibt zwar von städtischer Seite aktuell keinen Bedarf an Hilfskräften, die Stadt will aber vorbereitet sein, falls sich die Situation verschlechtert. Um sich als mögliche Helferin oder Helfer registrieren zu lassen, ist ein entsprechendes Formular HIER zu finden. Darin werden verschiedene Kompetenzen abgefragt. Das ausgefüllte Formular dann per E-Mail an hanauengagiert@hanau.de zurücksenden. Wenn Sie bei der Herstellung der Alltagsmasken helfen oder Stoff spenden wollen, melden Sie sich bitte direkt per E-Mail an maskenbau-corona@hanau.de.
Darf ich noch verreisen?
Ja, die meisten Reisen sind wieder möglich, allerdings sollten die ständig aktualisierten Reisewarnungen beachtet werden: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/10.2.8Reisewarnungen