Welche Vorbereitungsmaßnahmen treffen die Hanauer Krankenhäuser?
Unsere Kliniken sind für Epidemien und Pandemien gerüstet. Sie verfügen über Isolierzimmer und hervorragend ausgebildetes Personal. Zudem sind Krankenhäuser in die Katastrophenpläne der Länder eingebunden.
Warum gibt es vor den Hanauer Krankenhäusern ein Zelt?
Vor dem städtischem Klinikum und dem St. Vinzenz-Krankenhaus stehen inzwischen Schleusenzelte mit Triage (Einteilung). Auch wenn es zu Verzögerungen beim Betreten des Areals führen kann: Zum Schutz aller muss künftig jede und jeder, die oder der auf das Gelände will, im Schleusenzelt zunächst Fragen nach eventuellen Kontakten mit Infizierten oder Krankheitssymptomen beantworten. Anhand der Antworten kann das Klinikpersonal eine Risikoabschätzung treffen, bevor der Zugang gewährt wird – alle anderen Eingänge zu den Krankenhäusern sind gesperrt. Dieses Procedere betrifft die zugelassenen Besucherinnen und Besucher ebenso wie einbestellte Patientinnen und Patienten oder externe Dienstleister. Je nachdem, ob Kontakt zu einer positiv getesteten Person bestand, ob es Symptome gibt oder andere Beschwerden vorliegen, dürfen die Menschen das Gelände betreten oder werden ans Gesundheitsamt verwiesen.
Darf ich Bewohner in Seniorenheimen besuchen?
Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeeinrichtungen dürfen drei Besuche pro Woche von einer Person empfangen. Die Pflicht der Alten- und Pflegeeinrichtung zur Erfassung von Name, Anschrift und Telefonnummer und die Besuchszeit jeder Besucherin und jedes Besuchers zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen bleibt unberührt. Zum Schutz vor der Übertragung von Infektionen sind Feierlichkeiten und Zusammenkünfte innerhalb der Alten- und Pflegeeinrichtungen untersagt. Voraussetzung ist die Einhaltung des Mindestabstands und der Hygieneregeln. Die Besucher müssen einen entsprechenden Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske) tragen, der einen besseren Schutz bietet als eine sonst im öffentlichen Raum zulässige Mund-Nasen-Bedeckung. Ferner müssen die Einrichtungen über individuelle Schutzkonzepte nach Maßgabe der RKI-Empfehlungen verfügen.
Darf ich Patienten in den Hanauer Krankenhäusern besuchen?
Ja. Klinikum Hanau und das St. Vinzenz Krankenhaus haben entschieden, die Besuchsregelungen seit Montag, 19. Oktober 2020, erneut einzuschränken: Patientinnen und Patienten in den ersten sechs Tagen ihres Klinikaufenthalts dürfen weiterhin maximal zwei Mal Besuch empfangen, allerdings werden die Besuchsmöglichkeiten auf jeweils eine feste Bezugsperson pro Patient beschränkt. Besuche sind weiterhin zu den festen Besuchszeiten zwischen 15 und 18 Uhr möglich. Der letzte Einlass ist um 17.30 Uhr.

Betreten wird das Klinikgelände durch das jeweilige Schleusenzelt, dort müssen sie zur Kontaktnachverfolgung ein Besucherformular ausfüllen, auf dem auch die Eintrittszeit dokumentiert wird. Grundvoraussetzung für einen Besuch ist, dass die Besucher keine Symptome haben. „Eine lückenlose Dokumentation der einzelnen Besucher ist in der momentanen Phase unerlässlich. So kann das Gesundheitsamt im Zweifelsfall Kontakte einfach nachvollziehen“, erklärt Michael Sammet, Geschäftsführer des St. Vinzenz-Krankenhaus.
Auf dem Gelände müssen Besucher darauf achten, ihren Mund-Nasen-Schutz jederzeit korrekt zu tragen und den Mindestabstand von 1,5 Metern immer einzuhalten. Weiterhin gelten die gängigen Hygienevorschriften, Hust- und Niesetikette und eine gründliche Händehygiene.
Ausgenommen von der Lockerung der Besuchsregelungen sind die Covid-Bereiche der Kliniken sowie die Zentrale Notaufnahme, dort sind weiterhin keine Besuche gestattet.
Die geltenden Regelungen für die beiden Hanauer Kreißsäle sowie die jeweilige Eltern-Kind-Station bleiben von den Lockerungen unberührt und gelten wie bisher. Auch Eltern, die ihre minderjährigen Kinder oder Frühgeborenen in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum besuchen möchten, können dies regelmäßig tun.
Kinder sind in der momentanen Situation leider auch noch nicht für Besuche zugelassen. Begleitpersonen können Patienten weiterhin nur eingeschränkt und in dringenden Ausnahmefällen zu einer Untersuchung begleiten.
Dürfen werdende Väter mit in den Kreißsaal?
Ja. Im Klinikum Hanau sowie im St. Vinzenz Krankenhaus Hanau gelten gelockerte Besuchsregelungen in der Geburtshilfe. So darf die Gebärende über den kompletten Zeitraum der Geburt vom werdenden Vater oder einer anderen Bezugsperson begleitet werden (auch bei Kaiserschnitten). Sobald Mutter und Kind(er) den Kreißsaal verlassen haben, können sie von der gewählten Begleitperson täglich, zwischen 15 und 18 Uhr, für eine Stunde besucht werden. Der letzte Einlass ist jeweils um 17 Uhr. Den Familien wird außerdem die Nutzung eines Familienzimmers ermöglicht, sofern sich der Vater überwiegend dort aufhält und die Station nicht verlässt. Im Allgemeinen gelten trotzdem auch für die werdenden Eltern die vorgeschriebenen Abstands- und Hygieneregeln sowie die Tragepflicht eines Mund-Nasen-Schutzes. Die Anmeldung zur Geburt ist aktuell noch ausschließlich telefonisch möglich.
Wo finde ich den Ärztlichen Bereitschaftsdienst?
Die neue, vorübergehende Adresse des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist das Jugendbildungs- und Kulturzentrum Hans Böckler ("Hans-Böckler-Haus"), Sandeldamm 19 in 63450 Hanau. Die Öffnungszeiten: montags, dienstags und donnerstags von 19 – 2 Uhr; mittwochs und freitags 14 bis 2 Uhr und an Wochenende Samstag 7 Uhr durchgehend bis Montag 7 Uhr.
Gibt es im Klinikum kostenloses WLAN?
Ja. Das Klinikum Hanau stellt Patientinnen und Patienten aller Stationen kostenfreies WLAN zur Verfügung. Die entsprechenden Voucher können an der Rezeption im Hauptgebäude abgeholt werden.