„Jeder einzelne Euro zählt“ / OB Kaminsky bittet Sponsoren um weitere Unterstützung der Festspiele (29.03.2020 15:00 Uhr)

Hanau. In einem persönlichen Brief hat sich Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky an die Sponsoren und Unterstützer der Brüder Grimm Festspiele gewandt und um Verständnis für die Absage der Veranstaltungsreihe gebeten. Man habe alle Möglichkeiten durchgespielt, so der OB, aber keine realisierbare Alternative gefunden. Zugleich warb Kaminsky dafür, die Brüder Grimm Festspiele und insbesondere die betroffenen Künstlerinnen und Künstler auch in dieser schwierigen Lage zu unterstützen. ...
Die Entscheidung sei bitter und nicht leichtgefallen, so der OB in seinem Brief, aber gemeinsam mit dem Intendanten Frank-Lorenz Engel sei er der Meinung, dass die Sicherheit und Gesundheit sowohl der Besucher als auch der Künstler absoluten Vorrang habe. Nachdem Drehbücher geschrieben und alle Vorbereitungen getroffen waren, hätten in diesen Tagen die Proben, der Bühnenbau und die Kostümfertigung beginnen müssen. Dies sei angesichts der notwendigen Kontaktbeschränkungen nicht möglich gewesen.

In seinem Schreiben weist Kaminsky auch auf die schwierige Lage der Festspiele als Folge der Corona-Pandemie hin. Die bereits geleisteten Arbeiten und vertraglichen Verpflichtungen müssten aus dem städtischen Zuschuss finanziert werden. Durch den Wegfall der Ticketeinnahmen würden aber insbesondere die freiberuflichen Autoren, Regisseure, Mitarbeiter und Schauspieler in eine erhebliche und oft existenzbedrohende Situation geraten. Deshalb habe man einen Unterstützungsfonds für die Betroffenen eingerichtet, der sich aus Spenden und nicht zurückgegebenen Tickets speisen soll. Zahlreiche Bürger hätten schon erklärt, dass sie auf eine Rückzahlung der bereits gekauften Tickets verzichten und die Kaufsumme als Spende verstehen wollen. Außerdem hat Frankfurt-Ticket eine unkomplizierte Spendenmöglichkeit auf seiner Homepage unter https://bit.ly/BGF-Spenden geschaffen. Zudem hat die Sparkasse Hanau ein Spendenkonto unter der Nummer IBAN DE92 5065 0023 0000 0500 05 eingerichtet. „Jeder einzelne Euro zählt und hilft, die Festspiele zu erhalten und die betroffenen Künstler zu unterstützen“, so Kaminsky.

Mit dieser Spendenaktion wolle man deutlich machen, so der Oberbürgermeister in seinem Brief, dass man die Akteure und Schauspieler der Festspiele nicht einfach als „Kulturdienstleister“ sehe, sondern als „Menschen, denen wir nahestehen und die wir nicht allein lassen“. Damit wolle man auch die Dankbarkeit ausdrücken für die vielen berührenden, nachdenklichen, aufbauenden und fröhlichen Momente, die die Künstler den großen und vor allem den kleinen Zuschauern der Festspiele immer wieder geschenkt haben.

Besonders erfreut sei man darüber, so Kaminsky in seinem Brief, dass bereits auch die ersten Sponsoren erklärt hätten, ihren angekündigten, beziehungsweise schon gezahlten Beitrag für die Brüder Grimm Festspiele 2020 ganz oder teilweise aufrecht zu erhalten und für den Unterstützungsfonds zur Verfügung zu stellen. Ihm sei klar, dass viele Unternehmen sich jetzt in einer schwierigen Zeit befinden. Umso mehr sei man denen dankbar, die großzügig Solidarität mit den Brüder Grimm Festspielen üben. Mit den besten Wünschen für die Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schließt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky seinen Brief.

Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929

Sperrmüll-Annahme auch während der Corona-Krise / HIS weist auf besondere Verhaltensregeln hin (29.03.2020 12:30 Uhr)

Sperrmüll-Annahmestelle in Hanau

Weil die Sperrmüll-Abholung von zuhause wegen der Corona-Krise derzeit eingestellt ist, hat der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) zumindest die gewohnte Samstag-Öffnung im Wertstoffhof Daimlerstraße am Samstag wiederaufgenommen. Mit dem Unterschied, dass diesmal nur Sperrmüll und keine andere Abfallart angeliefert werden durfte.
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Unterstützt von Sicherheitskräften, wollte HIS mit dem zusätzlichen Angebot der jedes Jahr im Frühjahr gesteigerten Nachfrage nach Unratabgabe nachkommen. HIS-Betriebsleiter Markus Henrich weist zugleich auf einige Regeln hin, „mit der Bürgerinnen und Bürger uns jetzt die Arbeit erleichtern“.
Dazu gehört, dass möglicherweise verseuchte Abfälle aus privaten Haushalten mit Menschen in Coronavirus-Quarantäne in reißfeste Säcke gefüllt werden sollen. Diese gehören ausnahmsweise in die Restmülltonne, was auch für Bioabfälle, Papier und Leichtverpackungen gilt. Die Abfallsäcke sind zu verknoten. Sie sollen nicht frei zugänglich neben Abfalltonnen gestellt werden. Gebrauchte lose Taschentücher gehören nicht in die Altpapierbehälter. Für Glasabfälle und Pfandverpackungen wird empfohlen, diese nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern möglichst bis zum Ende der Quarantäne im Haushalt aufzubewahren. Eine Reinigung ihrer Oberflächen ist empfehlenswert.
HIS-Leiter Henrich weist zudem darauf hin, dass Papiertaschentücher, Küchenpapier und feuchtes Toilettenpapier nach Gebrauch nicht in die Toilette, sondern in den Restmüll gehören. Feuchttücher sind reißfest, weshalb sie sich im Wasser nicht zersetzen. Das führt zu technischen Problemen bei den Abwasseranlagen, den sogenannten Verstopfungen. Im schlimmsten Fall legen sie sogar Pumpen lahm.
„Dieses Problem haben wir glücklicherweise bisher nicht“, erklärt Stadtrat Thomas Morlock. Ebenso zufrieden ist er mit dem „gesitteten, entspannten Verhalten“ der Bürgerinnen und Bürger, die am Samstag im Wertstoffhof Sperrmüll loswerden wollten.  Knapp 300 waren es über fünf Stunden. Das sind rund 200 weniger als am vergleichbaren Samstag des Vorjahres – ebenfalls zur üblichen „Frühjahrsputzzeit“ in Haus und Garten.
Anders als sonst üblich nahm HIS diesmal nur Sperrmüll an, also weder Grünabfall noch Elektroschrott oder Kartonagen. Das führte dazu, das der eine oder andere Anlieferer wieder weggeschickt werden musste, weil er beispielsweise einen defekten Kühlschrank und vor allem Biomüll als Fracht hatte. Und das meist schon an der Betriebshof-Zufahrt, wo HIS eigens von einem Sicherheitsdienst unterstützt wurde.
Wie er mit dem Grünschnitt jetzt umgehen solle, fragte ein Bürger. Eine von vier HIS-Diensthabenden wies ihn freundlich auf die zentrale Annahmestelle in Klein-Auheim (Fasaneriestraße) hin, die momentan montags und donnerstags von 8 bis 14 Uhr geöffnet ist.
„Sperrmüll wird derzeit leider wie eh und je einfach an den Sammelcontainern für Altglas und Altpapier regelwidrig abgelegt“, bedauert Betriebsleiter Henrich. So kamen am Samstag allein bei einer HIS-Sammeltour durch Lamboy-Tümpelgarten und den Norden der Innenstadt 2,8 Tonnen wild abgelagerter Abfall zusammen, darunter auch Elektroschrott, mehrere Spiegel und eine schwere alte Tür. „Um das zu vermeiden, bieten wir auch in der jetzigen Corona-Krise samstags von 8 bis 13 Uhr die Sperrmüllannahme in der Daimlerstraße an“, hofft Henrich auf Einsicht bei den offenbar Unbelehrbaren.

Pressekontakt: Stadt Hanau, Joachim Haas-Feldmannn, Telefon 06181/295-929

Schulen sollen auch während der Osterferien Notbetreuung bieten / OB Kaminsky erfreut über die Entscheidung des Kultusministeriums (28.03.2020 14:30 Uhr)

„Ab dem 4. April 2020 bis zum 19. April 2020 steht eine erweiterte Notbetreuung zudem auch samstags und sonntags sowie an den Feiertagen zur Verfügung,“ heißt es in einem Schreiben des Hessischen Kultusministeriums, das am Samstagmorgen über das staatliche Schulamt an die Schulleitungen ging und zur Fortsetzung der schulischen Notbetreuung über den Beginn der Osterferien hinaus informierte. ...
Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der am Freitag noch das Fehlen einer entsprechenden Regelung angemahnt hatte, bezeichnet den Erlass als das richtige Signal und freut sich, dass der Vorstoß des Hessischen Städtetags offenbar erfolgreich war. „Auch das Land hat offensichtlich erkannt, dass der Bedarf besteht, und eine entsprechende Erlasslage geschaffen.“ Wichtig ist dabei auch, dass die Voraussetzungen zur Teilnahme an der Notbetreuung an Wochenenden und Feiertagen analog zu den Vorgaben des Hessischen Sozialministeriums für die Not-Kindertagesbetreuung festgelegt wurden.

Allerdings bleiben nach den Worten des Hanauer OB noch einige Fragen offen. „Wer übernimmt die Betreuung an Samstagen und Sonntagen und an den Feiertagen?“, nennt er ein Beispiel. Ungeklärt ist für ihn darüber hinaus, ob sich aus der Formulierung „An Schulen mit bestehendem Ganztagesangebot ist eine Betreuung bis in den Nachmittag sichergestellt“ ergibt, dass künftig die Ganztagsbetreuung von Lehrkräften sichergestellt wird. Bisher war die schulische Notbetreuung in Hanau nur am Vormittag von Lehrerinnen und Lehrern übernommen worden. Die Nachmittagsbetreuung lag in den Händen der Betreuungsvereine.

Diese Regelung hat von Anfang an für heftigen Widerspruch bei OB Kaminsky geführt, der mehrfach auf den Aspekt der Minimierung von Sozialkontakten hingewiesen und gefordert hatte, die schulische Notbetreuung vollständig in die Hände der Lehrkräfte zu legen. „Damit könnte das Risiko einer Infektion für alle Beteiligten reduziert werden.“

Pressekontakt: Stadt Hanau, Güzin Langner, Telefon 06181/295-929

Hilfe für Menschen in der Krise: Zahlreiche Angebote trotz Corona (28.03.2020 12:30 Uhr)

Homeoffice, Kurzarbeit, Zukunftssorgen, Kontaktverbot, keine Schule und keine Kita, fehlende Rückzugsmöglichkeiten auf beengtem Raum und bei manchen Menschen kommt sogar noch Quarantäne hinzu. Familien, Paare und Alleinstehende werden dieser Tage durch die Corona-Krise vor große Herausforderungen gestellt, die zu seelischen Problemen, Konflikten und sogar Gewalt in der Beziehung oder Familie führen können. Doch auch in der Zeit der Krise können sie auf Hilfe und Unterstützung von städtischen Beratungsstellen und den Beratungsstellen freier Träger zählen. ...
„Ich empfehle jedem, der eine sehr schwierige Situation oder eskalierende Konflikte zuhause hat, die Angebote wahrzunehmen und sich Hilfe von außen zu holen“, rät Bürgermeister und Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel. Viele Beratungsstellen seien auch jetzt – trotz dezimiertem Personal – unermüdlich im Einsatz. Er dankte den Sozialen Trägern der verschiedenen Beratungsstellen und den vielen professionellen und ehrenamtlichen Beraterinnen und Beratern für ihr Engagement: „Es ist großartig, dass Sie nach auch in der aktuellen Krise versuchen Hilfesuchende nach Möglichkeit zu unterstützen. Ich weiß, dass Ihnen durch die momentane Situation zahlreiche Einnahmen und finanzielle Unterstützer wegbrechen, und verspreche Sie nicht im Regen stehen zu lassen!“, so Weiss-Thiel.
Auch die städtische Frauenbeauftragte Monika Kühn-Bousonville zeigt sich besorgt: „Aufgrund der Corona-Pandemie sind alle Menschen gehalten, zu Hause zu bleiben. Doch viele Frauen und Kinder sind genau dort nicht sicher. Die Situation in der Wohnung, in der Rückzugs- und Schutzräume aufgrund der Quarantäne wegfallen, verschärft die verschiedenen Faktoren, die zu einer Krisensituation führen“, sagt sie. Laut Medienberichten zeigten die Erfahrungen in China, dass die Begrenzung aller Familienmitglieder auf den häuslichen Bereich, der Anstieg von Stressfaktoren sowie finanzielle Sorgen Auslöser für vermehrte Gewalteskalationen seien.  „In diesen Ausnahmesituationen kann es vorkommen, dass psychische Gewalt in körperliche Gewalt umschlägt“, sagt die Frauenbeauftragte. Hier sei auch die Aufmerksamkeit und Solidarität der Nachbarn gefragt, betont Kühn-Bousonville. Bei Anzeichen und Befürchtungen von Gewalt in der Nachbarschaft bittet sie darum, die Polizei zu informieren. „Es ist weiterhin wichtig, den betroffenen Frauen, gerade im persönlichen Umfeld, zu signalisieren: wenn Hilfe gebraucht wird bin ich da!“, sagt Kühn-Bousonville. In Hanau stehen mehrere Beratungsstellen sowie das Frauenbüro für Beratung von hilfesuchenden Frauen zur Verfügung. Derzeit finden die Beratungen online oder telefonisch statt.
 
Hier gibt es Unterstützung und Hilfe bei der Stadt:
Bei Fragen zur Konflikten in der Familie, Erziehung und speziell zu Trennung und Scheidung bietet die Familien- und Jugendberatung (fjb) der Stadt Hanau einen Not-Telefondienst an. Dieser ist montags bis donnerstags von 9 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr unter Telefon 06181/187530 zu erreichen.
Frauenbüro der Stadt Hanau: frauenbuero@hanau.de, Telefon 0151/18063919 (telefonische Beratung Mo-Do 9:00-16.00, Fr 9:00-14.00 und nach Vereinbarung)
Weitere Beratungsstellen:
Frauenhaus Hanau: Beratung, Schutz und Unterkunft für Frauen und Kinder, die Opfer von häuslicher Gewalt werden, mail@frauenhaus-hanau.de, Telefon 06181/12575. Träger ist der Verein Frauen helfen Frauen e.V., hilfe@frauenberatung-hanau.de, Telefon 06181/1897664
Hanauer Hilfe e.V.: Beratung von Opfer und Zeugen von Straftaten, Kontakt@hanauer-hilfe.de, Telefon 06181/24871 (telefonische Beratung Mo-Fr 09:00-12:00, Mo 15:00-17:00, Do 17:00-18:30 und nach Vereinbarung)
WEISSER RING MKK: Beratung von Opfer und Zeugen von Straftaten, weisser-ring-mkk@t-online.de, Telefon 0151/55164730

pro familia: Schwangerschaftskonfliktberatung, sozialrechtliche Beratung bei Schwangerschaft, Krisengespräche für Paare. hanau@profamilia.de, Telefon 06181/21854, (telefonische Beratung Mo, Di 15:00-18:00 Mi, Fr 9:00-12:00 und nach Vereinbarung)
Lawine: Prävention, Beratung und Therapie bei sexueller Gewalt, mail@lawine-ev.de, Telefon 06181/256602, (telefonische Beratung Di, Do 10:00–12:00 und nach Vereinbarung)
Das bundesweite Hilfetelefon steht für Frauen in 17 Sprachen zur Verfügung, unter der Telefonnummer 0800/0116016 oder www.hilfetelefon.de
Katholische Ehe- Familien- und Lebensberatung: Lebensberatung, Erziehungsberatung, Beratung bei Partnerschaftskonflikten, Elf-hanau@bistum-fulda.de, Telefon 06181/21749 (telefonische Beratung Mo-Fr 9:00-18:00 Uhr nach Vereinbarung)
Diakonisches Werk: Erziehungsberatung, Lebensberatung, Trennungs- und Scheidungsberatung, Suchberatung, Schuldnerberatung, Sozialberatung, kontakt.dwh@ekkw.de, Telefon 06181 /923400 (telefonische Beratung Mo-Do 9:00-12:00, 13:00-16:00; Fr 9:00-12:00)
AIDS-Hilfe: Beratung zu HIV, sexueller Orientierung und sexueller Gesundheit, info@aidshilfe-hanau.de 06181-31000 (telefonische Beratung Di 14:00–16:00, Mi 16:30–18:30, Do 11:00–15:00 und nach Vereinbarung)
Lichtblick, Stiftung der Evang. Marienkirchengemeinde zu Hanau: Beratung für Frauen und Familien in psychosozialen Krisen und familiärer Notsituation/Sozialberatung, info@lichtblick-in-hanau.de, Telefon 06181 923170 (Telefonische Beratung nach Vereinbarung)
SKF Sozialdienst katholischer Frauen: Beratung für Schwangere, info@skf-hanau.de, Telefon 06181 – 364500 (telefonische Beratung Mo, Fr 9:00 – 12:00, Di, Do 14:00-16:00 und nach Vereinbarung)
 
Pressekontakt: Stadt Hanau, Ute Wolf, Telefon 06181/295-664

Corona-bedingt gilt ab 30. März der Samstag-Fahrplan der Hanauer Straßenbahn mit teils zusätzlichen Fahrten und Taktverdichtung (27.03.2020 12:35 Uhr)

Die Busse der Hanauer Straßenbahn (HSB) verkehren ab Montag, 30.März, nun werktags ähnlich wie üblicherweise samstags nach einem leicht ausgedünnten Fahrplan. Die HSB begründet das mit dem Corona-bedingten Rückgang der Fahrgastzahlen auf weniger als ein Drittel des an Werktagen üblichen Aufkommens. Hinzu kommt, "dass wir vorsorglich mit unserem Personalreservoir haushalten müssen, wenn weitere Krankmeldungen zu erwarten sind", so HSB-Geschäftsführer Thomas Schulte. ...

Der sogenannte Samstag-Plus-Fahrplan ab 30. März ist im Internet auf www.hsb.de im Download-Bereich abrufbar und unter "Verkehrsmeldungen" im Detail erklärt. Er bedeutet: Von Montag bis Freitag verkehren alle HSB-Linien wie samstags – plus teils zusätzlicher Frühfahrten und Taktverdichtungen. Mit den Ergänzungen starten die meisten Linien vor 5:30 Uhr und fahren tagsüber alle 20 Minuten (Linien 1, 2, 5, 10) bzw. 30 Minuten (Linien 4, 6, 7, 11, 12). Die Linie 9 fährt vormittags fünf Minuten früher. Von Montag bis Sonntag entfallen nach circa 23:30 Uhr die Fahrten der Linie 2 und das Anruf-Sammel-Taxi (Linien 2, 4, 6, 8, 9, 10). An Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen gilt der normale Fahrplan – mit Ausnahme der entfallenden Fahrten nachts. Die RMV-App mit ihrer Verbindungsauskunft schafft zu jeder Tageszeit eine schnelle Übersicht, wie die HSB verkehrt.
Da der Fahrscheinkauf im Bus derzeit wegen der Ansteckungsgefahr für das Fahrpersonal ausscheidet, aber grundsätzlich Fahrscheinpflicht besteht, gilt es grundsätzlich sich per Internet auf der RMV-App oder im DB-Navigator ein Ticket zu besorgen. Weitere Möglichkeiten bieten unterwegs die Fahrkartenautomaten an allen Hanauer Bahnhöfen sowie an neuen, die vom 7. April an jeweils zweifach am Busbahnhof Freiheitsplatz und an der Haltestelle Marktplatz in Betrieb gehen. Stadtrat und HSB-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Morlock stellt klar: "In Bussen der HSB werden keine Einzelfahrscheine gefordert, wenn weder im Bereich der Einstiegs- noch der Ausstiegshaltestelle ein Automat zur Verfügung steht und die Kundinnen und Kunden auch keine Möglichkeit haben auf digitalem Weg ein Ticket zu lösen."
Um die Ansteckungsgefahr mit Covid 19 zu verringern, fordert die HSB ihre Fahrgäste auf, das Weiterverbreiten des Corona-Virus auch im Bus und an den Haltestellen durch verantwortliches Verhalten zu verhindern. Dazu gehört, an den Haltestellen und während der Fahrt der gebotene Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern auch auf Sitz- oder Stehplatz einzuhalten. In den Bussen desinfiziert die HSB regelmäßige Haltestangen und -griffe sowie Taster. Weitere ausführliche Hinweise zum Umgang mit dem Virus und Corona-bedingte Veränderungen hat das kommunale Nahverkehrsunternehmen im Internet unter www.hsb.de zusammengefasst.

"Die Finanzhilfen müssen jetzt direkt bei unseren Unternehmen ankommen" (27.03.2020 11:00 Uhr)

wirtschaft-corona@hanau.de für lokalen Einzelhandel, Unternehmen, Selbstständige und Gastronomie
 
„Die versprochenen Rettungsschirme und Finanzhilfen von Bund und Land sind gut und wichtig. Damit sie auch bei unseren heimischen Wirtschaftsteilnehmern ankommen, helfen wir jetzt hier direkt. Dass ein Hanauer im Bürokratie-Dschungel verloren geht, lassen wir nicht zu. Es gibt viele Fragen – wir geben Antworten“, sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. ...
Ab sofort können sich Unternehmerinnen und Unternehmer, Einzelhändler, Gastronomen, Selbstständige und Klein-Unternehmer aus Hanau an die E-Mail-Adresse wirtschaft-corona@hanau.de wenden. Dort schreiben sie kurz ihr Anliegen und ihre Telefonnummer auf und werden innerhalb eines Tages von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter der Stadt Hanau zurückgerufen, der sie individuell, persönlich, konkret und kostenfrei berät. Falls erforderlich wird in diesem Erstgespräch ein weiterer, fester Telefontermin mit einem Experten vermittelt. Die Stadt Hanau arbeitet mit der NH-ProjektStadt, der Industrie und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, der Kreishandwerkerschaft Hanau und Juristen zusammen. Die Themenpalette reicht von Kurzarbeitergeld bis Fördermöglichkeiten, Zusammenspiel von KfW zu Hausbank, Sparkasse oder Volksbank, und andersherum, Bürgschaften, Kapital für Kleinunternehmen, Fragen bei der Insolvenzveranlagung.
Die Corona-Krise trifft die lokalen Unternehmen besonders hart. Am 19. Februar hatte der rassistische Anschlag Hanau getroffen, direkt nach der zentralen Trauerfeier am 4. März verschärfte sich die Corona-Epidemie. Waren nach dem Anschlag Faschingsveranstaltungen und viele weitere Feiern abgesagt worden, schloss die Stadt zum Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger frühzeitig öffentliche Einrichtungen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky: „Hanau ist nun in der fünften Woche in Folge im Ausnahmezustand. Unsere Unternehmen und Selbstständigen sowie die vielen Inhaber-geführten Geschäfte trifft es gerade besonders hart: Dicke Finanzpolster sind bei den Buchhändlern, Optikern, Restaurant- und Kneipenbesitzern sowie Mode-Händlern und Selbstständigen nicht vorhanden – aber die beispielhaft genannten und viele weitere mehr machen unsere Brüder-Grimm-Stadt doch so lebens- und liebenswert. Die Betroffenen bieten nicht nur Waren und Dienstleistungen an, sondern sind uns auch wertvolle Arbeitgeber. Damit es auch nach Corona heißt: Ich lebe gerne in Hanau, ich kann hier gut arbeiten und einkaufen.“

Preisgünstige Stellplätze in vier Parkhäusern Kita-Gebühren werden erstattet
Flugblatt informiert zu Lieferservice (26.03.2020 18:08 Uhr)

In der Corona-Krise mit Ausgehbeschränkungen im täglichen Leben sind die städtischen Parkhäuser und Tiefgaragen weniger stark ausgelastet als sonst. Das nutzt die Hanauer Parkhaus GmbH (HPG) für eine Sonderaktion, von der vor allem Anwohnerinnen und Anwohner innerhalb des City-Rings oder in der Nähe profitieren können: Für 50 Euro pro Kalendermonat können sie bis auf weiteres einen Stellplatz mieten. Dieser Preis liegt deutlich unter den ansonsten üblichen Stellplatzmieten. Weiterer Vorteil der HPG-Sonderaktion ist auch, dass Autos gerade bei längeren Standzeiten wie jetzt in Parkhäusern besser geschützt sind. Zudem wird dadurch der Parkraum im öffentlichen Straßenraum entlastet. ...
Bis zu 400 Stellplätze bietet die HPG an: in den Parkhäusern Kinopolis und Kinopolis 2 jeweils 50, im Parkhaus Am Forum 200 und im Parkhaus Congress Park/Schwimmbad 100. Falls die Nachfrage diese Stückzahlen überschreitet, können auch mehr vermietet werden, sofern die Restkapazitäten ausreichen, um Kurzparkende aufzunehmen.
 
Die abzuschließenden Verträgen, die per Mail geordert werden können unter info@hanauer-parkhaus.de oder auf dem Postweg (Am Frankfurter Tor 10, 63450 Hanau), haben eine beidseitige Kündigungsfrist von 14 Tagen zum Monatsende. Das macht beide Vertragspartner flexibel für die Zeit nach der Corona-Krise, wenn die Kurzparkenden wieder zunehmen und Anwohnende ihr Auto tagsüber wieder brauchen.
 
Ein Anwohner-Parkausweis ist bei dieser Aktion nicht erforderlich. Nötig ist allein, dass Mieter ihre Adresse im bzw. am City-Ring nennen. Für die Transpondertickets ist einmalig eine Gebühr von acht Euro zu zahlen.
 
Kita-Gebühren: Abbuchungen ausgesetzt
 
Bereits mit der Ankündigung der vorläufigen Schließung der Kindertagesstätten und der Familientagesbetreuung hatte die Stadt erklärt, dass selbstverständlich die bezahlten Gebühren und das Essensgeld für die Zeit erstattet werden. Wie der Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung jetzt mitgeteilt hat, werden bestehende Abbuchungsaufträge ab April ausgesetzt. Eltern, die ihre Gebühren mit einem Dauerauftrag bezahlen, werden gebeten, diesen ebenfalls vorläufig einzustellen. Zur Verrechnung von zu viel gezahlten Gebühren im März lässt sich jedoch erst nach der Wiederaufnahme der Kinderbetreuung Genaueres sagen.
 
Lieferservice jetzt mit Kühlwagen
 
Bereits gut angelaufen ist der kommunale Lieferservice, mit dem die Stadt Hanau während der Corona-Krise die Versorgung von Bürgern sicherstellen will, die sich in einer Notlage befinden, in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und keine Hilfe haben oder wegen Quarantänemaßnahmen die Wohnung nicht verlassen können. Mit einer flächendeckenden Flugblatt-Aktion, die alle Hanauer Haushalte erreicht hat, wurde am Donnerstag noch einmal auf dieses Angebot aufmerksam gemacht, das die notwendigsten Waren des täglichen Lebens ins Haus liefert. Auf der Corona-Internetseite der Stadt ist unter www.corona.hanau.de sowohl ein Bestellformular herunterzuladen als auch eine Liste der Waren zu finden, die in den Lieferservice fallen. Bestellungen werden auch unter der Telefonnummer 06181/2958130 angenommen. Seit kurzem verfügt der Lieferservice, der von der Stadt in Kooperation mit dem Rewe-Markt Cifci organisiert und koordiniert wird, auch über ein Kühlfahrzeug, das sicherstellt, dass die vorgeschriebene Kühlkette sichergestellt ist.
 
Auch bei der Auslieferung wird streng auf die Hygiene-Empfehlungen geachtet. Ein direkter Kontakt zwischen dem Empfänger der Waren und dem städtischen Lieferanten ist nicht vorgesehen. Der Helfer stellt die Ware vor die Tür, klingelt und wartet dann in entsprechendem Abstand, bis Sie die Lieferung angenommen haben. Es wird aus diesem Grund auch nicht an der Haustür abgerechnet, sondern die Rechnung kommt später per Post.

„Der besondere Reichtum unserer Stadt“ Schausteller, Feuerwehrleute und Objektbetreuer packen an wo Not am Mann ist (26.03.2020 17:15 Uhr)

Sonst beleben sie mit Riesenrad, Autoscooter und Kinderkarussell die Fest- und Rummelplätze. Jetzt sorgt die Corona-Krise dafür, dass alle Fahrgeschäfte ruhen müssen. "Doch wir können nicht stillsitzen", schreibt Dominik Weingärtner in einer Mail an die Stadt, mit der die Schausteller sich, ihre Fahrzeuge und ihre Arbeitskraft anbieten. Unter dem Motto "Wir haben die Kraft, die Technik, die Logistik und das Know-how" wollen sie dort unterstützen, wo Personal- und Fahrzeug-Engpässe im Bereich des Transports abgefedert werden müssen. ...

Diese gibt es derzeit tatsächlich beim Eigentrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS), der unter anderem zuständig für die Abfallwirtschaft und Steven Czop, sonst im Bürgerhaus Wolfgang im Einsatz, hilft bei der Lebensmittelausgabe der Hanauer Tafel aus.Straßenreinigung ist. Dort fehlen derzeit Fahrer für die Müllautos. Seit Montag werden drei LKW-Fahrer aus den Reihen der Schausteller eingewiesen, um ab nächster Woche einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Abfallentsorgung zu leisten. "Ohne eingehende Vorbereitung geht es nicht", erläutert Markus Henrich, Leiter von HIS. Neben der Technik und der Steuerung im Fahrzeug müssen die Fahrer auch die Routen genau kennenlernen, bevor sie als zeitweilige Mitarbeiter der Stadt Hanau auf Tour geschickt werden können.
 
Oberbürgermeister Claus Kaminsky hat das Angebot der Hanauer Schausteller als ein bemerkenswertes Signal in die Stadtgesellschaft bezeichnet. Solches Engagement zeige den besonderen immateriellen Reichtum, über den Hanau verfüge. "Es sind solche Aktionen, die dem Gedanken ‚Hanau steht zusammen‘ Leben einhauchen. Anpacken, wo Hilfe gebraucht wird, ohne zuerst zu fragen, was am Ende dabei an persönlichem Vorteil herausspringt, das sind die Gesten, die wir in Zeiten wie diesen ganz besonders brauchen," würdigte der OB diesen Einsatz und bezog dabei die beispielhaften Einsätze von Freiwilligen Feuerwehrmännern und städtischen Objektbetreuern ein.
 
Denn die Schausteller sind die nicht die einzigen, die ihre Zeit und Fähigkeiten in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Auch bei der Freiwilligen Feuerwehr gibt es einige, die über die notwendige Fahrerlaubnis verfügen, um eines der mehr als 20 Tonnen schweren Müllautos zu fahren. Sie werden vom 1. April an bei HIS die Schichten ergänzen.
 
Doch nicht immer sind es besondere Fertigkeiten, die zum Einsatz an ungewohnten Arbeitsplätzen führen. Manchmal reicht es, dass Zeit und Hände zur Verfügung stehen. Fünf Objektbetreuer der Stadt Hanau, die nach der Schließung aller städtischen Gebäude in Bereitschaft versetzt worden sind, sind kurzerhand eingesprungen, als bei der Hanauer Tafel überraschend Not am Mann war. Unerwartet konnten die ursprünglich eingeteilten Mitarbeiter dort ihren Dienst nicht antreten, und Lukas Moses, Andreas Leschert, Steven Czop, Bernhard Czech und Rene Fiur übernahmen deren Part bei der Ausgabe der Lebensmittel.
 
Jutta Knisatschek, Leiterin der Einrichtung, war hinterher so begeistert von dem engagierten Wirken der fünf, dass sie ihnen eine ehrenamtliche "Dauerstellung" anbot. Die Hanauer Tafel versucht derzeit, mit besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen den Betrieb aufrecht zu erhalten, denn gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie im Moment ist die Tafel für ihre Kundinnen und Kunden überlebensnotwendig.
 
Für alle Hanauerinnen und Hanauer, die in der Krise helfen wollen, baut die Stadt Hanau derzeit ein zentrales Meldesystem auf, das im Laufe der nächsten Tage über die Homepage www.corona.hanau.de zu erreichen sein wird.

Erster Corona-Todesfall in Hanau
Schutzanzüge und Atemschutzmasken fehlen (26.03.2020 16:15 Uhr)

Am heutigen Donnerstag gab es in Hanau den ersten Corona-Todesfall. Es handelt sich um eine mehr als 90 Jahre alte Bürgerin, die sich in häuslicher Quarantäne befand. "Unser Mitgefühl gilt allen, die der Verstorbenen nahegestanden haben", sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Zurzeit befinden sich 13 Corona-Patienten in Hanau in stationärer Behandlung, die auch aus der Region stammen. Kaminsky mahnt: "Wir dürfen unsere Ziele, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und uns medizinisch besser aufzustellen, nicht aus den Augen verlieren." ...

Im Klinikum Hanau befinden sich aktuell drei positiv getestete Patienten sowie drei Patienten mit fraglicher Infektion auf der COVID-Station. Zwei weitere Patienten mit nachgewiesener COVID-19-Infektion liegen auf der Intensivstation. Im Sankt Vinzenz Krankenhaus sind zwei positiv getestete Patienten sowie zwei Patienten mit fraglicher Infektion auf der COVID-Station. Ein weiterer Patient mit fraglicher Infektion liegt auf der Intensivstation. Insgesamt befinden sich 13 Menschen in Hanau in stationärer Behandlung.
"Optimale Ausstattung unserer Krankenhäuser und ihres Personals hat allerhöchste Priorität", so Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky. Sehr deutlich äußerte sich Kaminsky in dieser Frage gegenüber Prof. Dr. Jürgen Graf. Der von Hessens Sozialminister Kai Klose vor einer Woche mit der Führung des Planungsstabes "Stationäre Versorgung von COVID-19-Patienten" beauftragte Ärztliche Direktor des Frankfurter Uni-Klinikums Graf hat bisher keine Aufgabenstellungen und keine Informationen kommuniziert. Ebenso wartet Hanau auf Schutzausrüstungen und Atemschutzmasken für Kliniken, Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Jugendamt, Feuerwehr, Arztpraxen und deren Mitarbeiter, die von Bundesgesundheitsminister Spahn zugesagt worden war. Kaminsky: "Ich bleibe dabei: Alles, was wir hier in Hanau für unsere Bürgerinnen und Bürger selbst in die Hand nehmen können, tun wir – und lassen auch nicht nach. Unsere Krankenhäuser bereiten sich so gut wie möglich und vorausschauend vor und ergreifen notwendigen Maßnahmen. Jetzt sind Bund und Land an der Reihe, ihren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten gerecht zu werden, "
Der OB wies auf die ständig aktualisierte, zentrale Informations-Internetseite der Stadt Hanau, www.corona.hanau.de hin. Dort sind zum Beispiel auch viele, über das ganze Stadtgebiet verteilte Apotheken aufgelistet, die einen Bringdienst anbieten.

„Wir lassen die Mieter der Baugesellschaft nicht allein in der Corona-Krise“
Erlass von maximal 35 Prozent der Kaltmiete möglich (26.03.2020 15:00 Uhr)

„Wir lassen die Mieterinnen und Mieter der Baugesellschaft in dieser Corona-Krise nicht allein, wenn sie von Kurzarbeit oder Entlassung betroffen sind und Mühe haben ihre Miete zu zahlen“, verspricht Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Konkret heißt das: In begründeten Härtefällen erlässt die Baugesellschaft einen Teil der Miete. Das kann bei entsprechendem Nachweis für den Zeitraum von April bis einschließlich September 2020 gelten. ...

„Bis zu 35 Prozent der Kaltmiete können vom Teilerlass erfasst sein“, erläutert Baugesellschaft-Geschäftsführer Jens Gottwald. Ein mehrköpfiges Expertengremium der Baugesellschaft entscheide darüber und orientiere sich zum einen am Mietereinkommen der vergangenen drei Monate, zum anderen an der Maximalmiete. „Jeder Einzelfall wird gesondert geprüft und gewertet“, beschreibt Gottwald das detaillierte Vorgehen weiter.
Mieterinnen und Mieter, die einen Teilerlass beanspruchen wollen, müssen insbesondere folgendes vorlegen: den Einkommens- oder Umsatznachweis für die Monate Januar bis März 2020; einen schriftlichen Nachweis über eine Corona-bedingte Kündigung, unbezahlten Urlaub oder Kurzarbeit. Dies muss für die gesamte Dauer der geforderten Hilfe nachgewiesen werden. Weitere Nachweise, die einen Härtefall begründen, sind wünschenswert, aber nicht Pflicht.
Zudem zieht die Baugesellschaft in die Entscheidung über einen Teilerlasses Faktoren aus dem bestehenden Mietverhältnis heran. Dazu gehört die Länge des bestehenden Mietverhältnisses. Eine Rolle spielen auch die Zahlungsmoral in der Vergangenheit, insbesondere der letzten drei Jahre, sowie eine positive Zukunftsprognose unter Auswertung der Mieterakte. Aufsichtsrat und Geschäftsleitung der Baugesellschaft setzen damit ein gemeinsames Zeichen die Mieterinnen und Mieter der Baugesellschaft Hanau in Zeiten einer weltweiten Krise ein Gefühl der Hilfe zu vermitteln und diese ein Stück weit wirtschaftlich zu entlasten. „Wir wollen damit ein partnerschaftliches Zeichen an unsere Mieterinnen und Mieter senden und häuslichen Spannungen ein wenig vorbeugen“, führt Geschäftsführer Gottwald dazu aus.
Den Vorschlag des Deutschen Mieterbunds und des Gesamtverbands der Wohnungswirtschaft in Deutschland einen „Sicher-Wohnen-Fonds“ einzurichten, begrüßt OB Kaminsky, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Baugesellschaft Hanau. Aus diesem Hilfspaket müssten Mietforderungen beglichen werden können, damit Mietverhältnisse bei Corona-bedingt Zahlungsschwachen beglichen werden könnten.
Mieterhöhungen wurden bei der Baugesellschaft Hanau bereits ausgeschlossen. Auf Räumungsklagen und Kündigungen wird ebenfalls während des Krisenzeitraums verzichtet.

Brüder Grimm Festspiele: Tickets werden erstattet (25.03.2020 18:35 Uhr)

Oberbürgermeister und Intendant bitten aber um Verzicht und Solidarität
Bereits gekaufte Tickets für die wegen der Corona-Pandemie abgesagten Brüder Grimm Festspiele 2020 werden zurückgenommen und erstattet. Die Frage ist aber, ob die Kunden auf einer Rückzahlung bestehen sollten. In einer gemeinsam Pressemitteilung haben Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Intendant Frank-Lorenz Engel darum gebeten, die Festspiele und vor allem die in Not geratenen Schauspieler zu unterstützen. Dazu wird die Stadt einen Fonds bilden, der aus Spenden und auch aus dem Verzicht auf die Rückerstattung von Tickets gebildet werden soll. ...
„Natürlich erstatten wir alle bereits gekauften Tickets“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky, „unabhängig vom rechtlichen Anspruch“. Die Regelung ist dabei unbürokratisch: Die Eintrittskarten können einfach an der Stelle zurückgegeben werden, wo sie gekauft wurden. Es sei klar, so heißt es in der Pressemitteilung, dass dies aktuell natürlich etwas schwierig sei wegen der Einschränkungen im normalen Geschäftsbetrieb. Die Kunden werden deshalb um etwas Geduld gebeten, bis die Vorverkaufsstellen wieder ihren regulären Betrieb aufgenommen haben. Außerdem gibt es die Möglichkeit auf dem Postweg die Tickets zurückzugeben. Dazu gibt es bei Frankfurt Ticket ein Rückerstattungsformular unter https://bit.ly/BGF-Erstattung im Internet. Infos gibt es zudem telefonisch über die Ticket-Hotline 069-13 40 400, unter info@frankfurt-ticket.de per Mail sowie auf den Webseiten www.frankfurtticket.de und www.festspiele.hanau.de.
Gleichwohl bitten Kaminsky und Engel aber auch alle Fans der Festspiele darum, über eine Rückerstattung gründlich nachzudenken. „Wer die Eintrittskarten nicht oder nur teilweise zurückgibt, leistet damit einen finanziellen Beitrag zur Milderung der Problemlage, in der sich die Festspiele nunmehr befinden“ so der OB. Dabei können die Festspielfans über ihren Beitrag individuell entscheiden. Bei mehreren gekauften Tickets kann zum Beispiel auch nur ein Teil der Tickets auf dem Formular beantragt und der Rest gespendet werden.
„Besonders hart von der Absage betroffen sind die Schauspieler“, erinnert Intendant Frank-Lorenz Engel, „von denen praktisch alle freiberuflich arbeiten“. Die Gagen seien ohnehin nicht üppig, umso mehr schmerze jetzt der Ausfall. Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Festspielen kommen die Brüder Grimm Festspiele mit einem relativ schmalen Budget aus. Ohne Spenden und Sponsoren wäre das kulturelle Aushängeschild der Stadt, das jährlich rund 80.000 Besucher ins Amphitheater lockt, kaum zu stemmen. Neben den bereits entstandenen und vertraglich gebundenen Kosten, die vor allem aus dem städtischen Zuschuss finanziert werden müssen, bleibt der Verlust durch die Absage, der vor allem die Künstler und freiberuflichen Mitarbeiter trifft.
Die emotionale Bindung der Hanauer und vieler Menschen der Region zu „ihren“ Brüder Grimm Festspielen sei einzigartig, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Das gelte auch in Bezug auf die Schauspieler, die keine unnahbaren Stars seien, sondern mit großem Engagement und großer Spielfreude jedes Jahr die Besucher begeistern und dabei auch ganz persönliche Bindungen aufbauen. „Einige stehen bereits seit Jahren auf der Festspielbühne und haben uns viele berührende und freudige Momente geschenkt“, so Kaminsky, „deshalb wollen ihnen zeigen, das Hanau keinen allein lässt“. Und Intendant Frank-Lorenz Engel ergänzt: „Wir hoffen jetzt auf die Solidarität der Märchenfans mit den betroffenen Künstlern“.
Diese Solidarität mit den Festspielen und den Akteuren kann man aber nicht nur durch Verzicht auf die Ticket-Rückerstattung beweisen. Auch wer noch keine Karten gekauft hat, kann ganz konkret helfen. Frankfurt-Ticket als Organisator des Kartenverkaufs wird dazu online „virtuelle Tickets“ unter https://bit.ly/BGF-Spenden anbieten. Auf diesem Weg kann man in unterschiedlichen Kategorien von fünf bis 100 Euro unkompliziert einen Beitrag zum Unterstützungsfond leisten. Hier genügt übrigens das erworbene Spendenticket als Nachweis beim Finanzamt. Zudem besteht natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, die Festspiele regulär mit einer Spende zu unterstützen. Dazu ist ein besonderes Spendenkonto bei der Sparkasse Hanau unter der Nummer IBAN DE92 5065 0023 0000 0500 05 eingerichtet. Bitte als Verwendungszweck „BGF“ angeben und, falls eine Spendenquittung gewünscht wird, zusätzlich Namen und vollständige Adresse.
Besonders erfreut zeigten sich in diesem Zusammenhang Oberbürgermeister und Intendant über eine Entscheidung der Umicore-Geschäftsleitung. Das in Hanau mit einem großen Standort vertretene Unternehmen gehört zu den wichtigen Sponsoren der Festspiele. Der für 2020 gezahlte Sponsorbeitrag soll einen Beitrag dazu leisten, die schwierige Lage der Festspiele und der Schauspieler zu bewältigen. „Wir haben uns riesig über diese beispielhafte Entscheidung gefreut,“ so Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Intendant Frank-Lorenz Engel. Das sei ein Zeichen gelebter Solidarität und beweise, wie stark Umicore mit der Brüder-Grimm-Stadt und ihren Festspielen verbunden sei.
„Wir hoffen, dass wir auch den Brüder Grimm Festspielen über die Krise helfen können, wenn möglichst viele – sei es mit einer noch so kleinen Spende – dieses kulturelle Wahrzeichen der Stadt zu ihrer Herzenssache machen“, so Kaminsky und Engel. Auch bei den Festspielen gelte also „Hanau steht zusammen“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

Zahlreiche Einschränkungen im Alltag durch Corona (25.03.2020 17:55 Uhr)

Das Kontaktverbot in Zeiten von Corona und die dringende Empfehlung, im Haus zu bleiben, stellt derzeit alle Menschen vor eine besondere Herausforderung, die genau jetzt in eine neue Wohnung oder ein neues Haus umziehen wollen. ...

Über allem steht die Frage, ob Umzüge überhaupt noch erlaubt sind, die klar bejaht werden kann. Private Umzüge sind, wenn auch mit Einschränkungen, nach wie vor zulässig. Allerdings gelten strenge Hygienevorschriften. So muss auf Hilfe aus dem Freundeskreis verzichtet werden. Nur Personen des eigenen Hausstandes dürfen mit anpacken. Ansonsten bleibt nur die Beauftragung eines Umzugsdienstleisters, der verpflichtet ist, die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Hygiene, insbesondere zu Kontakten und Einhaltung des Sicherheitsabstandes, einzuhalten.
 
Dem aktuellen Versammlungsverbot fallen auch wichtige Kirchenfeste zum Opfer. Die Konfirmationen wurden von den Kirchengemeinden in Rücksprache mit den Eltern bereits abgesagt. Neue Termine sind für den Herbst bereits verabredet. Auch die Feiern zur Erst-Kommunion sind in Hanau auf die Sommermonate beziehungsweise die Zeit nach den Sommerferien verschoben.

Gratwanderung zwischen Großzügigkeit und Kostenbremse
OB Kaminsky trifft finanzwirtschaftliche Vorsichtsmaßnahmen (25.03.2020 14:35 Uhr)

„Wir müssen schon jetzt Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass wir uns am Ende der Krise in einer finanziellen Situation wiederfinden, die uns einen möglichst guten Start ermöglicht.“ Mit dieser klaren Ansage an die Stadtverwaltung und die Eigenbetriebe will Oberbürgermeister Claus Kaminsky dafür sensibilisieren, wie wichtig es ist, die Gratwanderung zwischen finanzieller Großzügigkeit und radikaler Kostenbremse erfolgreich zu meistern. ...

„Wir müssen heute alles dafür tun, dass unsere Stadt die enormen Belastungen so glimpflich wie möglich übersteht, und gleichzeitig verhindern, dass am Ende die Hanauer Bürgerschaft mit Gebühren- und Steuererhöhungen für daraus entstandene Haushaltsdefizite herangezogen wird.“
Wie Kaminsky weiter ausführt, registriert er derzeit mit großem Wohlwollen die diversen Rettungspakete, die von Land und Bund geschnürt werden. Er mahnt jedoch mit Nachdruck an, dass es solche Hilfsprogramme unbedingt auch für die Kommunen geben müsse. „Das Wohl und Wehe einer Stadt wie Hanau hängt an der Gewerbesteuer und es reichen die vier Grundrechenarten, um jetzt prognostizieren zu können, dass  die  drastischen Einbrüche bei  den Wirtschaftsunternehmen am Ende des Tages voll bei den Städten und Gemeinden durchschlagen werden.“ Für Hanau rechnet Kaminsky mit einem Rückgang der Gewerbesteuer im zweistelligen Millionenbereich. Trotzdem wird er nach eigenen Worten den Haupt- und Finanzausschuss bitten, den im Dezember eingebrachten Haushaltsentwurf zu genehmigen, um handlungsfähig zu bleiben, denn „wir werden erst in Monaten erkennen können, wie sich die Corona- Krise tatsächlich auf unsere Finanzen auswirkt“.
Grundsätzlich will Hanaus Oberbürgermeister in der nächsten Zeit überall dort finanzwirtschaftlich Vollgas geben, wo es den Menschen und Unternehmen hilft, um Existenzen zu sichern. „Dort wird nicht gespart“, gibt er die Marschrichtung vor. Das reicht von Kulanz bei der Erstattung von Kita-Beiträgen über die Stundung fälliger Gewerbesteuerbeiträge bis hin zum den Verzicht auf städtische Gebühren. „Die Marktbeschicker, die allen Widrigkeiten zum Trotz unseren Wochenmarkt am Laufen halten, zahlen in diesem Jahr keine Standgebühren mehr.“ Außerdem würden natürlich die notwendigen Mittel bereitgestellt, um eine neue Sozial-Hotline zu schalten oder das Bürgertelefon ausreichend besetzen zu können. „Auch die Neubesetzung von zwei Stellen bei der Stadtpolizei werden wir vorantreiben, denn die Kontrollen zur Einhaltung unserer Verfügungen sind in Zeiten von Corona leider unabdingbar.“
Einen radikalen Ausgabe-Stopp will Kaminsky jedoch an jenen Stellen erreichen, wo „wir es noch in der Hand haben“. Anders als bei der Stadtpolizei gilt quasi ein vorläufiger Einstellungsstopp an allen anderen Stellen, auch wenn die Neubesetzung im Stellenplan bereits berücksichtigt wurde.
Daneben soll die Verwaltung einen Teil ihrer Entscheidungsspielräume aufgeben und Ausgaben künftig hinterfragen lassen. Denn während Investitionen ohnehin immer über die Dezernenten freigegeben werden müssen, ist dies im konsumtiven Bereich normalerweise nicht so. Dies soll sich jetzt nach dem Willen des OB ändern, damit „wir uns die Handlungsspielräume für die Zeit danach erhalten“.

Stadtwerke Hanau: Corona-Viren werden nicht über das Trinkwassernetz übertragen (24.03.2020 17:35 Uhr)

"Die Trinkwasserversorgung bleibt während der Corona-Krise auch langfristig gesichert", betont Martina Butz, Geschäftsführerin der Stadtwerke Hanau (SWH). Denn die Stadtwerke haben frühzeitig ihre Pandemie-Notfallpläne aktiviert. Butz erklärt, dass Corona-Viren nicht über das Trinkwassernetz übertragen werden.
In Hanau wird Grundwasser für die Wasserversorgung gewonnen - lediglich ein kleiner Teil des Bezugs aus dem Vogelsberg kann je nach Jahreszeit aus Quellwasser stammen. Die Stadtwerke Hanau betreiben in ihren Wasserwerken UV-Desinfektionsanlagen, die mit ihren hochenergetischen ultravioletten Strah-len nicht nur Bakterien, sondern auch Viren vernichten, so Butz. ...

Pandemie-Notfallpläne sehen spezielle Schutzvorkehrungen vor Die Pandemie-Notfallpläne beinhalten beispielsweise spezielle Schutzvorkehrungen für das technische Personal. Zudem wird nun ein Teil des Personals von den alltäglichen Arbeitsprozessen isoliert und in Reserve gehalten, um so bei einem Ausfall einzelner schnell für personellen Ersatz sorgen zu können.
Die Wasserförderung und die Wasseraufbereitung laufen voll automatisch, daher hat die Corona-Krise keinen direkten Einfluss auf die Wasserverfügbarkeit und die gewohnte Wasserqualität. Die Stadtteile Steinheim und Kleinauheim werden vom Zweckwasserverband Offenbach (ZWO) versorgt. Dieses Was-ser wird ebenfalls aus Grundwasser gewonnen. Der ZWO hat genauso wie die Stadtwerke seine Pande-mie-Notfallpläne aktiviert, die gleiche Schritte zur Sicherstellung der Wasserversorgung vorsehen wie die der Stadtwerke Hanau. "SWH und ZWO stehen in ständigem Kontakt", erklärt Butz.
Nach bisheriger Erfahrung wird sowohl in Hanau als auch beim ZWO derzeit kein erhöhter Wasserbedarf festgestellt aufgrund der Corona-Krise und der damit verbundenen Schließung von Geschäften, Restau-rants oder Firmen. "Der aktuelle Wasserbedarf liegt noch weit unter den üblichen Bedarfen im Hoch-sommer, so dass auch keine Engpässe in der Wasserversorgung zu befürchten sind", sagt die SWH-Geschäftsführerin.

Klinikum Hanau mit Corona-Betten gut aufgestellt
Schleusenzelt bewährt sich (24.03.2020 17:00 Uhr)

Mit Hochdruck, aber ohne Panik: Im Klinikum Hanau laufen die Vorbereitungen auf weitere Corona-Fälle im angemessen zügigen Tempo. Aktuell stehen auf der sogenannten "Corona-Station" acht Betten in Einzelzimmern zur Verfügung, weitere 22 Betten auf zwei Stationen sind vorbereitet und könnten sofort belegt werden. Auch bei den Intensivbetten hat das Klinikum bereits vorgesorgt: Die 22 Betten, die im Normalbetrieb verfügbar sind, werden bis Ende der Woche auf 34 aufgestockt. Die Anschaffung weiterer Beatmungsgeräte ist bereits in die Wege geleitet. "Zum Glück werden sie aktuell noch nicht benötigt, da, Stand heute, nur vier Patienten stationär aufgenommen sind. Aber wir alle wissen, wie schnell sich das leider ändern kann", sagt Oberbürgermeister Claus Kaminsky und lobt die gute Vorbereitung des Klinikums auf den Ernstfall. "Es ist richtig und vorausschauend, alle nur möglichen Maßnahmen zu ergreifen, bevor es brennt. Das sorgt zumindest an dieser Stelle für ein bisschen Ruhe." ...

Auch die Einrichtung des Schleusenzeltes am Eingang des Klinikums erweist sich als sinnvoll: Viele Fragen können bereits an dieser Stelle geklärt werden. Das Wichtigste aber: Eine stationäre Aufnahme wird bei minderschweren Fällen zumeist abgewendet. "Um es nochmal zu verdeutlichen: Es geht nicht mehr nur darum, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Es geht auch darum, unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten, sondern Plätze vorzuhalten für diejenigen, die wirklich schwer am Corona-Virus erkrankt sind und medizinische Versorgung im Krankenhaus benötigen", betont Kaminsky.
Um eine solche Versorgung zu gewährleisten, müsse jedoch auch von Seiten des Bundes für eine ausreichende Ausstattung Sorge getragen werden – er begrüße in diesem Zusammenhang die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigten Nachbesserungen. Spahn hatte am Wochenende mit seinem ersten Gesetzesentwurf zur Sicherung der Krankenhausfinanzierung für Entsetzen bei Kliniken, Trägern und Kommunen gesorgt. Diese kritisierten heftig, dass der vollmundigen Ministerankündigung unbürokratischer und großzügiger Hilfe ein "Klein-Klein"-Programm, das mit spitzem Bleistift gerechnet wurde, gefolgt war. Auf diesen Sturm der Entrüstung hatte Spahn reagiert, höhere Zuschüsse und verschlankte Abrechnungsmodalitäten angekündigt.
Der Geschäftsführer des Klinikums Hanau, Volkmar Bölke, bewertet das positiv: "Das neue Gesetz wurde entscheidend nachgebessert und sieht insbesondere die kleinen und mittleren Kliniken als Gewinner. Das ist auch gut so, denn sie werden in diesen Zeiten gebraucht. Die Erhöhung des Pflegeentgeltes bedeutet mehr Liquiditätssicherheit." Bölke begrüßt ausdrücklich die Rücknahme der ursprünglich geplanten bürokratischen Maßnahmen, übt jedoch Kritik an der Erhöhung der Pauschale für Schutzkleidung: "Zu niedrig ist meines Erachtens der Zuschlag von 50 Euro pro Patient für Schutzkleidung. Aufgrund der Nachfragelage steigen die Preise in astronomische Höhen. Bei Masken erleben wir eine Steigerung auf das Zehnfache und mehr."
Die Pläne der Landesregierung, sechs Krankenhäuser mit der Koordination der Aktivitäten in den mehr als 200 Kliniken in Hessen zu beauftragen, nutzt Oberbürgermeister Claus Kaminsky für eine deutliche Forderung: "Wir brauchen endlich Klarheit bei den Zuständigkeiten. Verantwortlichkeiten müssen klar definiert und kommuniziert werden." Das Land will mit dieser Koordinationsgruppe die Betreuung von Patienten mit schweren Krankheitsverläufen gewährleisten, medizinisches und Pflegepersonal unterstützen. "Das ist mir zu schwammig", so Kaminsky, "wir brauchen klare Kante."

„Verbotene Geselligkeit ist kein Kavaliersdelikt“
Kontaktverbot bringt viele Einschränkungen für den Alltag (24.03.2020 14:30 Uhr)

"Das ist kein Kavaliersdelikt", greift Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky einen Feuerwehreinsatz von Montagabend auf. Sechs bis acht junge Erwachsene hatten in der Gemarkung Steinheim auf einem privaten Gartengrundstück eine gesellige Lagerfeuer-Party gefeiert. Der Feuerschein hatte jedoch nicht nur zur Alarmierung der Wehrmänner geführt, sondern auch die Polizei auf den Plan gerufen, die diesen Verstoß gegen das Kontaktverbot jetzt strafrechtlich verfolgen wird. "Mir ist bewusst, dass wir derzeit alle zurückstecken müssen, aber ich appelliere an jeden einzelnen, sich an die Regeln zu halten", macht der OB klar, dass es keine Bagatelle ist, die klaren Verbote zu umgehen. "Wer sich jetzt darüber hinwegsetzt und die zwingend notwendige Zurückhaltung verweigert, spielt mit dem Leben der Schwächsten unserer Gesellschaft." ...

Die Landesverordnung und die darin geregelte Reduzierung der erlaubten Sozialkontakte wirkt sich auch bei geplanten Hochzeiten aus. Bereits vereinbarte Termine beim Standesamt Hanau können zwar stattfinden, allerdings steht nicht mehr der Trausaal im Schloss Philippsruhe zur Verfügung. Trauungen finden ab sofort im Ordnungsamt (Steinheimer Straße 1) statt. Es dürfen zudem nur noch die Brautleute an der Zeremonie teilnehmen. Etwaige Ausnahmen von dieser Regelung sind direkt mit dem Standesamt abzustimmen. Neue Termine für Eheschließungen werden derzeit nicht vergeben.
 
Auch für Bestattungen und Trauerfeiern, die weiterhin stattfinden, gilt, dass die Trauergemeinde so klein wie möglich ausfallen sollte. Die Stadt Hanau hat hier die Maximalzahl auf zehn Personen festgelegt.
 
Geschlossen ist seit letzter Woche auch das Kulturforum. In diesem Zusammenhang weist die Stadtbibliothek Hanau ausdrücklich darauf hin, dass alle entliehenen Medien pauschal bis zum 20. April 2020 verlängert wurden und keine Mahngebühren berechnet werden. Die entliehenen Medien müssen bis dahin nicht zurückgegeben werden. Sollte das Kulturforum über dieses Datum hinaus geschlossen bleiben müssen, wird die Leihfrist für alle Medien entsprechend weiter verlängert.
 
Die Sommerferien liegen noch in weiter Ferne, aber üblicherweise beginnt Ende März die Anmeldung zu den Ferienspielen und dem Sommercamp, um den Eltern möglichst früh Planungssicherheit zu geben. Ob das beliebte Ferienangebot in diesem Jahr stattfinden kann, ist jedoch noch nicht entschieden. Eine Anmeldung wird frühestens nach dem 19. April möglich sein.
 
Behoben sind inzwischen auch die technischen Probleme der Sozial-Hotline, nachdem eine neue Telefonnummer zugeteilt und freigeschaltet wurde. Seither gibt es eine rege Nachfrage unter der jetzt gültigen Rufnummer 06181/295-298. Hier finden Hanauerinnen und Hanauer in prekären Lebenssituationen kompetente Ansprechpartner, die sich als Lotsen das jeweilige Anliegen anhören und dann an die richtige Stelle weiterleiten. Per Email ist die neue Anlaufstelle unter sozial-hotline@hanau.de erreichbar.
Pressekontakt: Güzin Langner, Telefon 06181/295-929

„Das war die vollkommen richtige Entscheidung“
Überaus positive Bilanz zum Hamsterkauf-Verbot (23.03.2020 17:45 Uhr)

„Die Maßnahmen haben gegriffen.“ So lautet die erste Bilanz von Oberbürgermeister Claus Kaminsky zum Verbot der Hamsterkäufe in Hanau. Die Stadt hatte am Sonntag per Allgemeinverfügung geregelt, dass Supermärkte dafür Sorge zu tragen haben, dass die Waren nur noch in haushaltsüblichem Umfang verkauft werden. „Unser Eindruck ist: Die Einzelhändler haben darauf reagiert und sich für die neue Situation aufgestellt“, so Kaminsky. Dabei habe es sich ausgezahlt, dass die Stadt die großen Handelsketten bereits am Sonntag über die geplanten Beschränkungen in Kenntnis gesetzt hat. ...

Das Ordnungsamt kontrollierte die Einhaltung der Maßnahmen am Montag intensiv. Bis zum frühen Nachmittag wurden rund 80 Geschäfte aufgesucht. Ergebnis: Mehr als die Hälfte hatte sich auf die neuen Regelungen bereits eingestellt und kontrollierte den Zugang sowie das Einkaufsverhalten der Kunden. „Bei den wenigen gab es nur kleinere Beanstandungen, vor allem fehlende Aushänge“, berichtete Thorsten Wünschmann, Leiter der Ordnungsbehörde. Die betroffenen Geschäfte hätten im Laufe des Montags aber weitgehend nachgebessert.
„Dass die Regale an der einen oder anderen Stelle trotzdem leer gewesen sind, ist dem Umstand geschuldet, dass die Supermärkte und Drogerien leichte Lieferprobleme haben. Es dauert ein bisschen, bis die leergehamsterten Regale wieder gefüllt sind“, sagte Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Die großen Ketten hätten aber signalisiert, dass diese Probleme in den nächsten ein bis zwei Tagen behoben seien.
Die Stadt Hanau hat über die Allgemeinverfügung aber nicht nur die Abgabemengen geregelt, sondern im Sinne des Kontaktverbots auch die Zahl der Besucher begrenzt. Die erlaubte Maximalzahl richtet sich nach der Verkaufsfläche. Um eine Überschreitung der Höchstzahl zu vermeiden, regelt die Allgemeinverfügung auch, dass an dem jeweiligen Markt nur so viele Einkaufswagen zur Verfügung stehen dürfen, wie Besucher gleichzeitig im Gebäude sein dürfen. „Das bedeutet aber nicht, dass jeder einen Einkaufswagen mitnehmen muss – selbstverständlich muss der Einkauf auch mit einem Kinderwagen möglich sein“, appellierte Kaminsky an die Händler.
Die Resonanz auf die klare Linie der Stadt, die Kaminsky schon in der vergangenen Woche angekündigt hatte („Hamstern ist asozial“), sei zu 99 Prozent positiv ausgefallen, resümierte der Oberbürgermeister. Zahlreiche Kommunen, unter anderem auch die Stadt Frankfurt, hätten sich in Hanau nach dem Verfahren erkundigt. Zudem fragten zahlreiche Medien aus dem gesamten Bundesgebiet an. „Das zeigt, dass wir die vollkommen richtige Entscheidung getroffen haben“, so Kaminsky. „Das Wichtigste ist für mich aber: Die Kassiererinnen und Kassierer, die in den vergangenen Tagen manches erleiden mussten, sind aus der Schusslinie.“
Auch bei den Hanauerinnen und Hanauern kam die neue Regelung gut an. Auf besorgte Nachfragen, ob das Miteinkaufen für hilfsbedürftige Nachbarn oder Familienmitglieder nun nicht mehr möglich sei, reagierte die Stadt prompt: Beim Bürgerservice kann man sich eine entsprechende Bescheinigung ausstellen lassen, telefonisch unter 06181/295-8135 oder 06181/295-640 (montags bis donnerstags von 8 bis 16.30 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr) beziehungsweise per E-Mail an buergerservice@hanau.de.

„Jetzt ist direkte Hilfe wichtig“
Stadt Hanau schaltet Sozial-Hotline / Telefonisch ab Dienstag 8 Uhr (23.03.2020 16:40 Uhr)

„Wo erhalte ich Hilfe, um meine Miete zu zahlen?“ „Wer sichert meiner Familie den Lebensunterhalt, während ich als Freiberufler keine Einnahmen habe?“ „Wer ist für das Beantragen von Kurzarbeitergeld verantwortlich?“ Wie vergangene Woche angekündigt, hat die Stadt Hanau sofort Maßnahmen in die Wege geleitet und Entscheidungen getroffen, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Corona-Krise tatkräftig zur Seite zu stehen. ...

„Unsere Leitplanke ist, dass wir in dieser Krise niemanden alleine lassen“, so Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Und weiter: „Damit niemand im Dickicht von Bundes- oder Landes-Telefonnummern verloren geht, bieten wir direkte Ansprechpartner vor Ort an.“ Monika Wendt, die bei der Stadt Hanau das Projekt „Aufbau des Jobcenters bei Kreisfreiheit“ leitet, sagt: „Da wegen Corona alle Behörden geschlossen sind, bieten wir eine direkte Ansprechbarkeit an. Gerade jetzt werden Hilfe und Unterstützung am meisten benötigt.“
Ab dem morgigen Dienstag können Hanauerinnen und Hanauer in prekären Lebenssituationen direkt die neue Sozial-Hotline 06181 295-298 (montags bis freitags 8 bis 16 Uhr) anrufen. Sie können sich mit ihren Fragen auch an sozial-hotline@hanau.de wenden. Wendt: „Die Mitarbeiterinnen unserer neuen telefonischen und virtuellen Anlaufstelle haben Antworten auf soziale Fragen. Sie hören zu, klären die Anliegen und lotsen die Bürger und Bürgerinnen an die richtigen Stellen.“
Ab Dienstag 24. März 2020 montags – freitags von 8:00 bis 16:00 Uhr
Sozial-Hotline: 06181/295-298 und Sozial-hotline@hanau.de
Weitergehende Hinweise rund um das Thema Corona gibt es auch auf der städtischen Homepage www.corona.hanau.de. Der Internetauftritt wird ständig aktualisiert. Neben aktuellen Angaben zur städtischen Lage sind dort auch wichtige Rufnummern und Informationen.

Hauptfeuerwache könnte zur Quarantäne-Station werden
24 Mitglieder im Krisenstab arbeiten dezernats- und ämterübergreifend (23.03.2020 16:30 Uhr)

Kurze Kommunikationswege ermöglichen schnelle Entscheidungen. Diese wiederum sind die Voraussetzung für zielstrebiges Agieren und zeitnahes Reagieren. Selten ist dies so wichtig wie in einer Ausnahmesituation, wie sie sich derzeit präsentiert. Die Stadt Hanau hat deshalb schon frühzeitig einen Corona-Krisenstab ins Leben gerufen, in dem zentral alle Fragen rund um die Entwicklungen und Notwendigkeiten im Zusammenhang mit dem Virus zusammenlaufen und bearbeitet werden. Die ämter- und dezernatsübergreifende Struktur des Stabs garantiert dabei den notwendigen Informationsfluss. Die von den einzelnen Ämtern, Behörden und Eigenbetrieben entsendeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sicher, dass jede neue Entwicklung sofort Eingang finden kann in die tagesaktuelle Arbeit. ...

Stab 03Seither bietet der Schulungsraum im zweiten Stock der Hauptfeuerwache mit den angrenzenden Räumen den Arbeitsplatz für all jene, für die es keinen normalen Arbeitsalltag mehr gegeben hat, nachdem Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Feuerwehrchef Peter Hack am Freitag, 13. März, den Krisenmodus offiziell bestätigt haben. Ein engagiertes Team um Feuerwehrmann Sebastian Mathuschik hat von diesem Augenblick an dafür gesorgt, dass sich der eher spärlich ausgestattete Schulungsraum in ein Großraumbüro mit allen erforderlichen Arbeitsmaterialien und Rahmenbedingungen entwickelt. Angefangen von Steckdosen in ausreichender Menge für die Vielzahl der Laptops über Flipcharts und Pinnwände bis hin zur Papiertonne für sensible Dokumente reichte das Spektrum der zu organisierenden Infrastruktur. Ein LCD-Fernseher, um die aktuellen Pressekonferenzen von Bund und Land zu verfolgen, oder ausreichend Tische, um den notwendigen Mindestabstand zwischen allen Mitgliedern einhalten zu können, oder auch die notwendige Ausstattung für Telefon- und Videokonferenzen folgten in den Tagen danach. Am Tag 11 hat sich aus dem schnell verfügbaren Provisorium ein professionelles Arbeitsumfeld entwickelt.
 
Für den gesamten "Stab", aber vor allem für das Kommunikations-Team um Magistratspressesprecherin Güzin Langner und Daniel Freimuth, der für die Operative Steuerung verantwortlich ist, sowie für Martina Kischel, persönliche Referentin des OB, gelten im Krisenmodus keine üblichen Bürozeiten mehr. Das Tempo der verschiedenen Kommunikationskanäle, die heute weit mehr als die klassische Pressearbeit umfassen, erfordert hohe Präsenz und Schnelligkeit. Mit der Unterstützung von vielen Kolleginnen und Kollegen sowie externen Kommunikationsagenturen und Social Media-Profis gelingt es, immer "vor der Lage" zu sein, wie die Feuerwehr eine vorausschauende Krisen-Planung bezeichnet.
 
Stab 04Inzwischen haben sich aber auch im Ausnahmezustand Routinen entwickelt, die von außen betrachtet immer dieselben sind. Dabei gleicht bei genauerer Betrachtung kein Tag dem anderen. Wochentags beginnt um 9 Uhr die morgendliche Lagebesprechung, die einen Überblick gibt über das, was in der Nacht passiert ist und was für den neuen Tag geplant ist. Reihum geben alle einen Bericht zu den aktuellen Planungen. Claus Kaminsky ist immer dabei. Er hat vorläufig alle Termine abgesagt, die er nicht telefonisch aus dem Stab heraus erledigen kann, oder die vor Ort stattfinden können wie die Interviewanfragen von verschiedenen TV-Stationen, nachdem der OB mit seiner Verfügung gegen Hamsterkäufe bundesweit Schlagzeilen gemacht hat.
 
Um 15 Uhr folgt die zweite große Runde, in der vorläufige Bilanz gezogen wird, was im Laufe des Tages an Anfragen oder Problemen an die einzelnen Stabsmitglieder herangetragen wurde. Außerdem gibt es immer einen Sachstand für alle, wie weit die angestoßenen Projekte gediehen sind. Diese sind in den ersten Tagen von den Schulschließungen mit allen Konsequenzen und von der Organisation der Not-Kinderbetreuung durch den Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung unter der Leitung von Astrid Weiermann geprägt. Der Aufbau eines funktionierenden und gutbesetzten Bürgertelefons liegt in den Händen von Ordnungsamtsleiter Thorsten Wünschmann und nach kleineren Anlaufschwierigkeiten können sich Hanauerinnen und Hanauer täglich von 7 bis 20 Uhr mit ihren kleinen und größeren Nöten an kompetente Ansprechpartner wenden. Aus den Anregungen, Unsicherheiten und Fragen, die hier an die Stadt herangetragen werden, entwickeln sich die nächsten Projekte: eine neue Internetseite, die von Thomas Bott quasi über Nacht erstellt werden muss, eine Hotline für Unternehmen und Selbständige, ein Angebot zur Lebensmittel-Versorgung von hilfebedürftigen Menschen, die selbst nicht mehr einkaufen gehen können, oder auch eine Beratungsstelle für Arbeitnehmer, die in der Krise Angst um ihren Arbeitsplatz haben müssen oder diesen bereits verloren haben.
 
Denn bei allen Aktivitäten und Überlegungen gibt es eine klare Marschrichtung, die der OB gleich zu Beginn ausgegeben hat. "Grundsätzlich gilt aktuell und auch sicherlich für die nächsten Wochen, dass all unser Tun unter dem Motto zu stehen hat ‚Wie können wir helfen?‘" Dabei soll die Unterstützung, so der OB weiter, "unbürokratisch, schnell und konsequent" bei den Menschen ankommen. Mit viel Engagement und Ideenreichtum setzen die Mitglieder des Krisenstabs, aber auch die städtischen Kolleginnen und Kollegen im Rathaus alles daran, diese Parole mit Leben zu erfüllen.
 
Aber auch wenig erfreuliche Entscheidungen sind zu treffen: Die Absage für alle Veranstaltungen in naher Zukunft ist nur der Vorbote für eine, die dem OB einStab 10 paar Tage später nach eigenen Worten "das Herz bluten lässt". Angesichts der Restriktionen, die es bereits gibt, und derer, die noch zu erwarten sind, ist eine professionelle Vorbereitung der Brüder Grimm Festspiele nicht vorstellbar. Die beliebte und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Open-Air-Theaterserie wird zum ersten Mal in ihrer 36-jährigen Geschichte abgesagt.
 
Der OB, selbst rund um die Uhr erreichbar, ist nach eigenen Worten beeindruckt und dankbar für den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Stab. Ihm ist nach eigenen Worten sehr wohl bewusst, dass diese ein überdurchschnittliches Engagement zum Wohle der Stadt zeigen. Das könnte auch noch auf eine ganz besondere Probe gestellt werden, wenn es tatsächlich eine Corona-Infektion innerhalb des Krisenstabs gäbe. "Jedem von uns hier war von Anfang an klar, dass es zu einer Quarantäne-Situation in der Feuerwache kommen kann", so Martin Bieberle als Leiter des Verwaltungsstabs. Das erklärt sich aus der Arbeitsweise des Stabs, für die sich alle Beteiligten auch in räumlicher Nähe zueinander befinden müssen, um die notwendigen kurzen Kommunikationswege zu erhalten. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, die für den Fall einer Infektion innerhalb des Stabs in die häusliche Quarantäne entlassen würden, haben deshalb die übrigen Mitglieder bereits in der Hauptfeuerwache einen zugeteilten Spind für die persönlichen Habseligkeiten und zum Teil auch schon einen fertig gepackten Koffer, um für die ersten Tage unter Ausschluss der Öffentlichkeit gewappnet zu sein. "Dies gilt ausdrücklich auch für mich", stellt Oberbürgermeister Kaminsky klar, dass es für ihn in diesem Fall keine Sonderregelung gibt.
 
Dem Krisenstab unter der Leitung von Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Peter Hack und Martin Bieberle gehören an (in alphabetischer Reihenfolge): Frank Bornmann, Thomas Bott, Daniel Freimuth, Lutz Hanus, Boris Henn, Jörg Herchenröder, Silke Hoffmann-Bär, Britta Hoffmann-Mumme, Andreas Jäger, Holger Kimmel, Martina Kischel, Laurine Köhler, Dominik Kuhn, Güzin Langner, Petra Lückhardt, Sebastian Mathuschik, Thomas Morlock, Uwe Niemeyer, Karl-Georg Wolff, Astrid Weiermann, Michael Wojak, Thorsten Wünschmann.

Abfallentsorgung in Hanau: Tonnenabfuhr vorerst unverändert, Sperrmüllannahme samstags, Grüngutabgabe zentral montags und donnerstags (23.03.2020 16:00 Uhr)

Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) versucht die gewohnte Taktung und Qualität der Abfallentsorgung aufrecht zu erhalten, solange es möglich ist. Sollte es zu einem personellen Engpass kommen, leert HIS vorrangig die Behälter für Restmüll und Bioabfall. Zusätzliche Abholtouren sind in der aktuellen Situation nicht möglich. ...
Im Stadtgebiet stehen für Papier, Pappe und Kartonagen zusätzlich 41 Abfallbehälter zur Entsorgung von Papier, Pappe und Kartonage zur Verfügung. Sie werden dreimal wöchentlich geleert. Die Standorte – auch für Altglas-Sammelbehälter – sind im Internet zu finden unter https://www.hanau.de/mam/rathaus/service/his_broschuere_glas_papiercontainer2019.pdf.
Bürgerinnen und Bürger können in der derzeitigen Situation mithelfen Abfall zum Beispiel durch Mehrwegbehälter zu vermeiden bzw. das Abfallvolumen zu verringern, indem sie etwa Kartonagen vor der Entsorgung zerkleinern.
Das gilt insbesondere für die Menschen in Großwohnanlagen. Dort schränkt HIS darüber hinaus den gewohnten Zusatz-Service ein, alle Tonnen mit Rädern und bis zu 240 Litern vom Standplatz an den Straßenrand zu bewegen. Behälter mit 700 und 1100 Litern Fassungsvermögen sind davon ausgenommen; sie werden weiterhin von HIS zum Mülllastwagen geschoben.
Sperrmüll holt HIS bereits seit einigen Tagen nicht mehr ab. Sollte sich in Großwohnanlagen Sperrmüll innerhalb des Gebäudes, auf dem Außengelände oder den Gehwegen ansammeln, fordert HIS die zuständigen Hausverwaltungen auf rasch Containerdienst mit der Abfuhr zu beauftragen. Denn wo erst einmal Sperrmüll länger liegt, fällt erfahrungsgemäß schnell weiterer an und kommt Rest- oder Biomüll hinzu, was dann Ungeziefer und Schadnager anzieht.
Als Alternative bietet HIS von Samstag 28. März, an allen Bürgerinnen und Bürgern wieder die Möglichkeit, auf dem Betriebshof in der Daimlerstraße 5 samstags von 8 bis 13 Uhr ausschließlich Sperrmüll kostenlos abzugeben. Es haben immer nur zehn Fahrzeuge von Anliefernden Einlass zum Betriebshof. Sobald ein Fahrzeug die Schranke nach draußen passiert hat, darf ein Neues einfahren.
Darüber hinaus lässt sich Grüngut ab Donnerstag, 26.März, zentral zur Annahmestelle in Klein-Auheim (Fasaneriestraße) bringen. Die Annahmestelle ist jeweils montags und donnerstags von 8 bis 14 Uhr geöffnet.
Gelbe Säcke können ab Mittwoch, 26, März, in der Einfahrt zum HIS-Betriebshof (Daimlerstraße, Einfahrt mit einer Schranke) abgeholt werden. Ein Zusatzschild am Hoftor weist auf die Box an der Stirnseite des Einsatzleiterbüros hin.

Kaminsky begrüßt neue Linien von Bund und Land (22.03.2020 18:40 Uhr)

"Jetzt haben wir endlich mehr Klarheit." Mit diesen Worten hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Sonntagabend auf die neuen Leitlinien der Bundesregierung und des Landes Hessen zur  Beschränkung sozialer Kontakte im Rahmen der Corona-Krise reagiert. Er begrüßte dabei vor allem, dass das Land Hessen jetzt auch die Öffnung von Frisörgeschäften, Tattoostudios und Fußpflegepraxen verbietet, was die Stadt Hanau bereits am Freitag beschlossen hatte. "Jetzt haben wir in Hessen endlich eine klare gemeinsame Linie." ...
Dass die Zahl der erlaubten Sozialkontakte in Hessen offenbar noch schärfer gehandhabt wird als es die Bundesregierung empfiehlt, hält Kaminsky für absolut richtig: "Unser Ziel muss es sein, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Es ist hart, auf die Nähe zu lieben Menschen verzichten zu müssen, aber je strikter wir uns daran halten, desto größer ist die Chance, dass wir sie bald wieder in die Arme schließen können."
Der Oberbürgermeister zeigte sich auch erfreut darüber, dass Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn seinen Gesetzentwurf zum sogenannten Rettungsschirm für Krankenhäuser unter dem Eindruck des bundesweiten Protestes und dem Einsatz der Landes-Gesundheitsminister offenbar erheblich nachbessert und die Entschädigungszahlungen höher ausfallen als ursprünglich von Spahn geplant. "Auch wenn die Details noch nicht kennen, scheint die Richtung zu stimmen", kommentierte Kaminsky. Er hatte nach Bekanntwerden der Spahn-Pläne scharfe Kritik an dem Gesetzesentwurf geübt.

Hanau beendet die „Hamsterkäufe“
Waren dürfen ab Montag nur noch in haushaltsüblichem Umfang ausgegeben werden (22.03.2020 12:00 Uhr)

Die Stadt Hanau macht im Kampf gegen die "Hamsterkäufe" Ernst: Ab Montag dürfen Waren nur noch in haushaltsüblichem Umfang an eine Person abgegeben werden. "90 Prozent der Menschen sind vernünftig, aber der kleine Teil der Unvernünftigen gefährdet zunehmend die Versorgungslage", begründet Oberbürgermeister Claus Kaminsky die entsprechende Allgemeinverfügung, die ab Montag (23. März 2020) gilt. Hanau orientiert sich dabei auch am Landkreis Marburg-Biedenkopf, der ein entsprechende Regelung bereits am Samstag auf den Weg gebracht hatte. ...

"Mit der neuen Anordnung wollen wir verhindern, dass die Ehrlichen am Ende die Dummen sind. Und wir wollen damit auch den Kassiererinnen und Kassierern den Rücken stärken", erklärt Kaminsky. Er habe am Wochenende mehrere Rückmeldungen bekommen, dass das Kassenpersonal beleidigt und angefeindet wird, wenn es "Hamsterkäufer" um Rücksichtnahme bittet. "Das ist unerträglich und muss ein Ende haben", stellt Kaminsky klar.
Hanaus Oberbürgermeister hatte "Hamsterkäufe" bereits in der vergangenen Woche als "asozial" bezeichnet und mögliche Konsequenzen angedroht. Trotzdem waren auch am Wochenende viele Regale leer – insbesondere im Hygienebereich. "Das führt dann auch dazu, dass jene, die sich tagsüber zum Beispiel um Kranke oder unsere Versorgung kümmern, nach Feierabend kein Klopapier mehr bekommen", erläutert Kaminsky: "Das ist in höchstem Maße unmoralisch."
In der Allgemeinverfügung wird die Zahl derer, die sich auf der Verkaufsfläche aufhalten dürfen, in Abhängigkeit zur Geschäftsgröße ebenso begrenzt wie die Zahl der Einkaufswagen, die insgesamt zur Verfügung stehen dürfen. Zudem darf jeder Kunde die Geschäfte nur noch mit einem Einkaufswagen betreten. "Die Geschäfte haben damit eine klare Handhabe, um die ‚Hamsterkäufe‘ zu unterbinden. Ich hoffe sehr, dass die Kassiererinnen und Kassierer damit entlastet werden und sie sich nicht mehr beschimpfen lassen müssen. Auch für sie gilt nämlich unser Credo: ‚Wir lassen niemanden allein!‘", unterstreicht der Oberbürgermeister.
Ein positives Beispiel für Rücksichtnahme und Wertschätzung haben nach Kaminskys eigenen Beobachtungen am Samstag Kunden und Beschicker des Hanauer Wochenmarkts geliefert. "Es ging da sehr geordnet zu: strukturierte Schlangen, ausreichend Abstand, Verständnis füreinander. Das war vorbildlich", lobt der Oberbürgermeister. Sein besonderer Dank gilt den Händlern, die sich auf die außergewöhnliche Lage schnell eingestellt hätten und trotz der Widrigkeiten gekommen sind. "Unser Wochenmarkt trägt seinen Teil dazu bei, dass die Lebensmittelversorgung sichergestellt bleibt. Deshalb war es auch logisch, dass wir den Beschickern bis Jahresende die Gebühren erlassen", so Kaminsky abschließend.
Die neue Allgemeinverfügung der Stadt Hanau ist im Internet unter www.corona.hanau.de in der Rubrik Rechtsgrundlagen zu finden.

Spahn-Rettungsschirm hat große Löcher: Kliniken droht Zusammenbruch OB Kaminsky: „Krankenhäuser sind das Rückgrat unserer Gesundheitsversorgung. Herr Minister, handeln Sie!“ (22.03.2020 12:00 Uhr)

Die Corona-Epidemie wütet, die Lage wird auch für die Krankenhäuser in Deutschland ernster. Die Kliniken in Hanau haben bereits vor Wochen drastische Schritte umgesetzt, um bestmöglich auf die Versorgung von Covid-19-Patienten vorbereitet zu sein. So wurde etwa vergangenen Sonntag ein Fieberzelt vor dem Klinikum Hanau aufgestellt, planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe wurden abgesagt, um Kapazitäten zu schaffen. Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky: "Die Krankenhäuser haben sofort geliefert – aber jetzt plant Bundesgesundheitsminister Spahn, die Klinik-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Regen stehen zu lassen. Mit einem Rettungsschirm, der das Wort nicht verdient hat." ...

Seit Samstag liegt der Gesetzentwurf zu diesem sogenannten Rettungsschirm vor. Danach sind die Finanzhilfen für die von der Politik geforderten zusätzlichen Intensivplätze viel zu niedrig angesetzt. Weiterhin soll es keine finanzielle Unterstützung für die hohen Mehrkosten für die persönlichen Schutzausrüstungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben. Das Ministerium verlangt von den Krankenhäusern, dass in einem Klein-Klein mit den Krankenkassen die Personalkosten für Krankenschwestern und Pflegern ausgehandelt werden sollen. OB Kaminsky: "Das ist bürokratisch und technokratisch."
Er drückt den Gesundheitsministerinnen und Ministern der Länder, die am heutigen Sonntag mit dem Bundesgesundheitsminister über den Gesetzentwurf sprechen die Daumen und fordert Minister Spahn auf: "Handeln Sie! Es kann nicht sein, dass in einer nie dagewesenen Krise Unterstützung versprochen wird – und dann ein existenzbedrohendes Rettungsschirmchen aufgespannt werden soll. Die Krankenhäuser sind das Rückgrat unseres Gesundheitssystems, wir müssen gerade jetzt denen helfen, die uns helfen."

Ein klares Signal der Wertschätzung
Kampagne #hanauhelden ab sofort online (22.03.2020 09:10 Uhr)

Mit einer Kampagne in den Sozialen Medien macht die Stadt Hanau auf die zahlreichen Menschen aufmerksam, die häufig unbemerkt von der Öffentlichkeit ihre aktuell lebensnotwendige Arbeit für die Allgemeinheit tun. Unter #hanauhelden bekommen sie ab sofort auf Instagram und Facebook ein Gesicht. Der Kassierer im Supermarkt, die Kranken- und Gesundheitspflegerin auf der Intensivstation, der Taxifahrer, Stadtpolizist und viele andere mehr erzählen hier ihre Geschichte ...

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky ist begeistert: "Sie sind die, die den Laden jetzt am Laufen halten. Vieles, was wir unter normalen Umständen für völlig selbstverständlich halten, machen sie aktuell überhaupt möglich. Dafür wollen wir ihnen mit dieser Kampagne ‚Danke‘ sagen." Es könne nicht angehen, so Kaminsky weiter, dass sich Mitarbeitende in Drogeriemärkten sogar noch beschimpfen lassen müssten, weil sie nicht schnell genug das Toilettenpapier auffüllten. Oder das Pflegepersonal im Altenheim auf das Unverständnis von Angehörigen zum Besuchsverbot stoße. "Wir wollen damit auch ein klares Signal in Richtung Wertschätzung für diese ganzen Berufsgruppen schicken. Aus diesem Verständnis heraus finden wir die Entscheidung des Lebensmittelhandels, der Forderung nach einer Sonntagsöffnung nicht nachzukommen, nachvollziehbar und begrüßen sie. Die Mitarbeitenden gehen schon jetzt häufig an ihre Grenzen und brauchen Ruhepausen." Dass ein großer Teil der Bevölkerung indes wisse, was all diese Menschen in der Coronakrise zu leisten bereit sei, zeigten viele kleine Beispiele. Dazu gehöre, dass sich immer mehr Kunden nach dem Einkauf an der Kasse bedankten oder dass um 21 Uhr zahlreiche Bürgerinnen und Bürger ans Fenster oder auf den Balkon stellten und den Helden applaudierten. Eins, das ihm besonders aufgefallen sei, sei das einer Hanauer Familie, die trotz der aktuell ausgesetzten Kinderbetreuung freiwillig die Gebühren weiterzahlen wolle. "Für Familie Dotzauer ist das ein Akt der Solidarität. Sie wollten damit nach eigener Aussage auch ihre Dankbarkeit an die ausdrücken, die nun das Notprogramm stemmen. Das finden wir einfach großartig. Und genau in dieser Logik steht auch unsere Kampagne #hanauhelden." Solidarität sei etwas, das die Gesellschaft jetzt mehr denn je brauche.
Wer noch weitere Helden des Alltags kennt, kann diese gerne auf hanauhelden@hanau.de benennen. Benötigt werden Name, Mobilnummer und Arbeitsort. Nur nicht vergessen, dass die potenziellen Kandidaten vorher nach ihrer Genehmigung gefragt werden.
Die Hanau Helden sind zu finden auf www.helden.hanau.de, www.facebook.com/hanauerleben, www.instagram.com/hanau_erleben.
#hanaustehtzusammen #hanauhelden

„Größtmögliche Fürsorge für die Menschen unserer Stadt“
OB Kaminsky begründet restriktives Vorgehen und Schließungen (21.03.2020 15:30 Uhr)

„Unser Ziel ist die größtmögliche Fürsorge für die Menschen unserer Stadt“, erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Samstag die ergänzende Allgemeinverfügung, mit der die Stadt Hanau die Vorgaben der Landesverfügung präzisiert und mit eigenen restriktiven Regelungen darüber hinaus geht. „Wir halten daran fest, dass Nagel- und Tattoostudios, Kosmetikstudios, Sonnenstudios sowie Friseurgeschäfte und Blumenläden in Hanau bis auf weiteres geschlossen bleiben müssen. Auch Tabak- und E-Zigarettenläden dürfen mindestens bis zum 19. April nicht öffnen.“ Das Land hatte an dieser Stelle mehr Ausnahmen zugelassen. ...

Hanaus OB sieht allerdings vor allem auch durch die Nähe zur bayrischen Landesgrenze für die Stadt besonderen Handlungsbedarf, da im Nachbarbundesland weit strengere Auflage gelten. Die Tatsache, dass an Feiertagen, die nur in Bayern gelten, ein erhebliches Einpendeln nach Hanau zu beobachten ist, lässt Kaminsky befürchten, dass sich ähnliches auch dann entwickeln könnte, wenn in Hanau mehr Freiräume geboten würden als beispielsweise in Aschaffenburg. „Das würde zu einem heutzutage unerwünschten Einkaufs-Tourismus führen.“
Mit den neuen Regelungen soll eine generelle Ausgangssperre überflüssig gemacht werden. In der Verfügung der Stadt wird ausgeführt, dass alle Maßnahmen erforderlich sind, um eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Der derzeit zu beobachtende rasante Anstieg der Infektionsfälle erfordert nach den Worten des OB, dass neue Ansteckungen so wie möglich minimiert werden. „Dafür ist es notwendig, jeglichen vermeidbaren Kontakt zu unterbinden.“
Die Distanz zu anderen Menschen sei der beste Schutz vor einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus und damit sei die Maßgabe derzeit, soziale Kontakte zu vermeiden, wo immer dies möglich ist. Diesem Ziel geschuldet ist auch die Anordnung, dass nur noch Zusammenkünfte von bis zu fünf Menschen möglich sind.
Deswegen müssen seit Samstag mittag auch alle Restaurants, Gaststätten, Imbissgeschäfte und Eisdielen in Hanau schließen. Erlaubt sind seither lediglich der Verkauf der Speisen und Getränke zum Mitnehmen, sofern sehr strenge Hygienevorschriften eingehalten werden können, sowie gastronomische Lieferdienste für den täglichen Bedarf nach telefonischer oder elektronischer Bestellung. „Es gab in den letzten Tagen, wenn neue Verordnungen veröffentlicht werden, immer wieder mal verwirrende Interpretationen oder irreführende Auslegungen. Dem wollen wir mit der klaren Benennung der erlaubten Dienstleistungen und Angebote entgegentreten“, macht der OB deutlich, dass in Hanaus alles geschlossen ist, was entweder in der städtischen Allgemeinverfügung oder in der Landesverordnung verboten ist. Auf der Internetseite der Stadt Hanau www.corona-hanau.de können alle Verordnungen und Verfügungen eingesehen werden.
Weiterhin dürfen in Hanau Geschäfte zur Allgemeinversorgung öffnen.
Dazu zählen Lebensmitteleinzelhandel (auch Reformhäuser und Feinkostgeschäfte), Getränkemärkte, Bäckereien, Drogerien, Apotheken, Sanitätshäuser, Tankstellen, Poststellen, Banken-und Sparkassen, Waschsalons, Reinigungen, Zeitungsverkauf, Baumärkte, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel, Kioske, Zeitungsverkauf und der Wochenmarkt (ohne Tische und Bänke). Alle Aufenthaltsbereiche in den Geschäften müssen aber geschlossen bleiben. Weiterhin gelten für alle noch öffnenden Geschäfte strenge Auflagen zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und für Hygienemaßnahmen gemäß einer von der Stadt Hanau zu erlassenen Hygieneverordnung, die sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes orientiert.

„Bleibt Ihr für uns zuhause!“
Beistand und Unterstützung dank Hilfsangeboten und Aktionen (20.03.2020 17:27 Uhr)

Ein weiterer Versuch, die Aufforderung zum Abstandhalten mit Nachdruck unter die Menschen zu bringen, geht von verschiedenen Krankenhaus-Teams aus, die Fotos mit der klaren Aufforderung „Wir bleiben für Euch da – Bleibt Ihr für uns Zuhause!“ in den Sozialen Medien teilen. Daran beteiligen sich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums Hanau und des Sankt Vinzenz Krankenhauses. „Diese Challenge ist mehr als nur ein unterhaltsamer Zeitvertreib“, unterstreicht OB Kaminsky, dass es unbedingt notwendig ist, durch den Verzicht auf persönliche Kontakte der Verbreitungsgeschwindigkeit der Krankheit entgegenzutreten.
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Dass räumliche Distanz und motivierender Beistand kein Gegensatz sein müssen, davon ist der Hessische Musikverband überzeugt und hat deshalb für Sonntag (22. März) eine Aktion „Musik vom Balkon“ initiiert. Musiker und alle, die sich beteiligen wollen, sollen um 18 Uhr ihr Instrument nehmen und als Zeichen der europäischen Verbundenheit zum Auftakt die Europahymne „Freude schöner Götterfunken“ spielen und anschließend alles, „was leicht von Lippen und Fingern geht“, so der Aufruf des Verbands. Und wer kein Instrument beherrscht, der soll einfach singen und so dazu beitragen, dass die Musik vom Balkon oder Fenster zu den Menschen kommt.
Angelaufen ist auch ein Bringdienst der Stadt Hanau, der Hanauer Bürgerinnen und Bürger die notwendigsten Waren des täglichen Lebens ins Haus liefert. „Dieses Angebot richtet sich an alle, die sonst keine Möglichkeit haben, selbst einzukaufen oder einkaufen zu lassen,“ stellt der OB klar, dass es sich hier nicht um ein Komfortangebot handelt, sondern um Unterstützung in einer schwierigen Lebenslage. Auf der Corona-Internetseite der Stadt ist unter www.corona-hanau.de sowohl ein Bestellformular herunterzuladen als auch eine Liste der Waren zu finden, die in den Lieferservice fallen. Daneben gibt es auch in einigen Stadtteilen bereits organisierte Nachbarschaftshilfe von Vereinen und anderen Institutionen. Auch diese Übersicht ist auf der Homepage zu finden. Da es bereits vorgekommen ist, dass Betrüger versuchen, die Not mancher Menschen auszunutzen, mahnt OB Kaminsky zur Skepsis und Vorsicht bei Hilfeangeboten von völlig Fremden: „Wenn Sie entsprechende Hinweise erhalten, prüfen Sie bitte immer sehr genau, ob der Absender vertrauenswürdig ist.“
Noch unübersichtlich und wenig konkret ist derzeit die Lage der Hilfsangebote von Bund und Land für Unternehmen, Handel und Gastronomie. Deshalb arbeitet die Stadt Hanau daran, den heimischen Marktteilnehmern klare Leitplanken zu geben. Damit die Hanauer Händler und Gastronomen über Themen wie Kredite, Kurzarbeit und Überbrückungsangebote durch KFW, KCA (Kommunales Center für Arbeit) und weitere klare Aussagen bekommen, werden von Anfang kommender Woche an direkte Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Auf der Homepage corona-hanau.de finden alle Interessierten dann einen direkten Zugang.
Hanau Marketing GmbH und Hanau Marketing Verein haben sich gemeinsam darauf verständigt, dass alle geplanten Handelsaktionstage für dieses Jahr ausgesetzt werden. Doch zum Krisenmanagement der Stadt Hanau gehört nicht nur, die aktuelle Hilfe zu organisieren, sondern auch, den „Tag 1 nach Corona“ gemeinsam zu gestalten. Mehmet Kandemir, 1. Vorsitzender des Hanau Marketing Vereins begrüßt, dass die Stadt Hanau das Heft des Handelns in die Hand nimmt: „Wir brauchen jetzt eine Perspektive und klare Handreichungen.“ Kandemir: „Die Unsicherheit ist groß. Die Hanauer Wirtschaft steht zusammen, die Stadt hilft uns, für die Bürger auch nach der Krise da zu sein. Jetzt an einem Programm für die Zukunft zu arbeiten, ist der richtige Weg.“

Presse-Kontakt: Magistratspressesprecherin Güzin Langner, Tel.: 06181-295 929, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de

Gaststätten und Restaurants müssen schließen
Hanau erlaubt Zusammenkünfte nur noch mit fünf Personen (20.03.2020 17:11 Uhr)

Abstand halten ist derzeit das Gebot der Stunde, denn die vernünftige Distanz zu anderen Menschen ist der beste Schutz vor einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus. „Leider ist zu beobachten, dass bei einigen Mitmenschen der Ernst der Lage und die Bedeutung noch nicht angekommen sind,“ erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky den Grund, dass Hanau die Regelungen ab Samstag mittag verschärft. So sind ab 12 Uhr nur noch Zusammenkünfte von bis zu fünf Menschen erlaubt, um die Ansteckungsgefahr so weit wie möglich zu reduzieren. ...

„Ausgangssperren können nur das allerletzte Mittel sein, wenn alles andere ausreichend greift“, so Kaminsky und betont, dass aber die Zahl der Neuinfektionen unbedingt gebremst werden muss. Ein Blick nach Italien zeige, warum es so immens wichtig sei, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. „Wenn sich alle an die Regeln halten und es uns gelingt, die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, können wir auf Ausgangssperren verzichten,“ macht der Hanauer OB deutlich, dass es hier darum geht, Menschenleben zu schützen und zu retten.
Mit der neuen Verfügung soll eine generelle Ausgangssperre überflüssig gemacht werden. Deswegen müssen ab Samstagmittag auch alle Restaurants, Gaststätten, Imbissgeschäfte und Eisdielen in Hanau schließen. Bisher galt, dass sie unter strengen Hygieneauflagen noch von 6 bis 18 Uhr geöffnet bleiben durften. Nach 18 Uhr durften sie Speisen und Getränke nur noch zum Mitnehmen verkaufen. Mit der neuen Allgemeinverfügung gilt, dass die Betriebe nur noch gastronomische Lieferdienste für den täglichen Bedarf nach telefonischer oder elektronischer Bestellung erbringen dürfen.
Schließen müssen in Hanau mit der neuen Regelung auch alle Nagel- und Tattoostudios, Kosmetikstudios, Sonnenstudios sowie Friseurgeschäfte.
„Jeder Tag zählt, weil die Zahl der Infektionen exponentiell zunimmt“, macht der Hanauer OB deutlich, dass ein einfacher Blick auf die ansteigende Kurve der Infektionen zeigt, wie essentiell wichtig es ist, dass alle Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung schnell greifen und umfassend wirken. Am Freitagvormittag hatten deswegen der Städtetag und der Landkreistag um Unterstützung vonseiten der Landesregierung gebeten. „Eine Verschärfung der Regelungen und damit weitere Einschränkungen in der individuellen Bewegungsfreiheit sind unumgänglich“, weiß sich der Hanauer OB einig mit den anderen Mitgliedern des Hessischen Städtetags.
Diese hatten sich in einer Telefonkonferenz darauf geeinigt, die rechtliche Verschärfungen noch heute in ihren Städten auf den Weg zu bringen. „Wir stehen vor einer Herausforderung, die der Staat nicht allein bewältigen kann. Eine Krise dieser Dimension können nur alle Menschen gemeinsam überwinden“, nimmt OB Kaminsky jeden einzelnen in die Pflicht, durch sein verantwortungsbewusstes Verhalten einen Beitrag zu leisten und die sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. "Aber es ist leider so, dass wir offenbar ohne Verbote nicht erreichen, dass das Vernünftige getan wird."
Mittags kündigte die Landesregierung dann an, strengere Maßnahmen auch landesseitig auf den Weg zu bringen. In einer Telefonkonferenz zwischen dem Ministerpräsidenten sowie den Landräten und Oberbürgermeistern wurde dies präzisiert.
Einhellig wurde in Hanau die Entscheidung getroffen, Regelungslücken der Landesverordnung direkt vor Ort zu schließen und beispielsweise auch Nagel-, Tattoo- und Kosmetikstudios nicht länger geöffnet zu lassen.
Weiterhin dürfen in Hanau Geschäfte zur Allgemeinversorgung öffnen. Dazu zählen Supermärkte, Bäckereien, Drogerien, Apotheken, Sanitätshäuser, Tankstellen, Poststellen, Waschsalons, Reinigungen, Zeitungsverkauf, Baumärkte, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel, Kioske und der Wochenmarkt (ohne Tische und Bänke). Alle Aufenthaltsbereiche in den Geschäften müssen aber geschlossen bleiben. Weiterhin gelten für alle noch öffnenden Geschäfte strenge Auflagen zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und für Hygienemaßnahmen gemäß einer von der Stadt Hanau zu erlassenen Hygieneverordnung, die sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes orientiert.“

Presse-Kontakt: Magistratspressesprecherin Güzin Langner, Tel.: 06181-295 929, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de

Festspiele, Märchenfest und Lamboyfest 2020 abgesagt (20.03.2020 13:15 Uhr)

OB verweist auf verantwortlichen Umgang mit Steuergeldern
Die Brüder Grimm Festspiele 2020 finden angesichts der Corona-Krise nicht statt. Das hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Freitag in Absprache mit Festspiel-Intendant Frank-Lorenz Engel entschieden. „Mir blutet bei dieser Entscheidung das Herz. Aber es gibt leider keine Hinweise, dass eine professionelle Vorbereitung in absehbarer Zeit möglich ist. Diese ist aber für die hohe künstlerische Qualität, die unsere Festspiele auszeichnen, unabdingbar“, begründet der Oberbürgermeister.  Die Festspiele waren eigentlich für den Zeitraum 15. Mai bis 27. Juli geplant. „Wir hätten übernächste Woche mit den Proben beginnen wollen – das ist aufgrund der aktuellen Lage schlichtweg nicht machbar“, ergänzt Intendant Engel. ...

„Dass inzwischen sogar der Hessentag Mitte Juni abgesagt worden ist, zeigt nachdrücklich, wie schwer es derzeit ist, Veranstaltungen in der Zukunft zu planen“, führt Kaminsky weiter aus. Da nicht absehbar sei, wie lange das öffentliche Leben lahmgelegt ist und wie lange Verbote und Anordnungen gelten werden, gleiche jede Prognose einem Blick in die Glaskugel. „Deshalb prüfen wir derzeit sehr genau, wo wir Steuergeld für Planungen von Veranstaltungen ausgeben, deren Realisierung ungewiss ist“, so der OB. Kaminsky hat deshalb am Freitag auch entschieden, dass das Hanauer Märchenfest (geplant für 9. und 10. Mai) und das Lamboyfest (geplant für 12. bis 14. Juni) in diesem Jahr ausfallen müssen. „Damit ist keine Aussage getroffen, dass wir im Mai oder Juni noch in dieser Lage sein werden, aber es wäre verantwortungslos, wenn wir die Entscheidungen, die für die Durchführungen dieser Veranstaltungen jetzt zu fällen sind und die unmittelbar weitere Kosten ausgelöst hätten, treffen würden“, begründet Kaminsky.
Oberbürgermeister und Intendant sagen aber zu, dass sie das Ensemble der Festspiele nicht im Regen stehen lassen werden: „Wir haben versprochen, dass wir in dieser Krise niemanden alleine lassen – wir werden kulante Lösungen für das Team finden.“ Engel will darüber hinaus prüfen, ob die für dieses Jahr geplanten Stücke („Das Tapfere Schneiderlein“, „Der Rattenfänger von Hameln“, „Schneeweißchen und Rosenrot“, „Der zerbrochne Krug“ und „Das kunstseidene Mädchen“) in die Saison 2021 verschoben werden können. Abgesagt wurden auch die Gastspiele der Festspiele in Bonn und in München.
Für die Brüder Grimm Festspiele 2020 wurden bislang im Vorverkauf rund 33.000 Karten verkauft. Ein nicht unerheblicher Teil davon wäre ohnehin weggefallen, nachdem das Hessische Kultusministerium entschieden hat, dass die Schulen nach ihrer Wiederöffnung bis zum Schuljahresende keine Ausflüge mehr unternehmen dürfen. „Wie mit den bereits gekauften Karten umgegangen wird, werden wir in den nächsten Tagen klären“, bitten Kaminsky und Engel um etwas Geduld.

Presse-Kontakt: Magistratspressesprecherin Güzin Langner, Tel.: 06181-295 929, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@hanau.de

„Ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung“ Applaus für besonderen Einsatz / Neue Homepage am Start (19.03.2020 17:20 Uhr)

"Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht." Dieses Zitat des Schauspielers Ewald Balser beschreibt die aktuelle Situation nach den Worten von Oberbürgermeister Claus Kaminsky perfekt. "Dabei finden sich die Frauen und Männer, die sich über die Pflicht hinaus engagieren, bei der Polizei ebenso wie bei den Rettungs- und Pflegekräften bis hin beim Personal, das in den Supermärkten dafür sorgt, dass die Versorgung auch in diesen schwierigen Zeiten funktioniert, oder in der unmittelbaren Nachbarschaft." Als eine tolle Geste der Wertschätzung bezeichnet der OB deshalb die Aktion "Wir applaudieren unseren #Coronahelden", die derzeit in den sozialen Medien für Aufmerksamkeit sorgt. Im Mittelpunkt steht dabei die Verabredung, als Dank für diesen Einsatz im Interesse der Gemeinschaft jeden Abend um 21 Uhr am geöffneten Fenster oder auf dem Balkon laut zu klatschen und zu jubeln. "Auch in unserer Stadt wird unter dem Motto ‚Hanau applaudiert mit - Wir danken allen Helfern!‘ dazu aufgerufen und es wäre ein schönes Zeichen, wenn sich möglichst viele einreihen," hofft Kaminsky auf eine rege Beteiligung in der Hanauer Bürgerschaft, nachdem in den letzten Tagen in einigen Straßenzügen bereits lauter Applaus zu hören war. "Wir müssen zwar Abstand halten, aber dieses lautstarke Signal verbindet auch über alle räumliche Distanz hinweg." ...
Mit jedem Tag, der vergeht, wächst das Bedürfnis in der Bevölkerung nach Information und Unterstützung. "Wir lassen jetzt in der Krise niemanden allein mit seinen Sorgen und Nöten", erläutert OB Kaminsky. Eine neue Homepage, die alle Hinweise und Hilfsangebote bündelt, ist am Donnerstagnachmittag an den Start gegangen. "Unter www.corona.hanau.de sind ständig aktualisierte Informationen ebenso zu finden wie eine umfangreiche Linksammlung mit weiterführenden Erklärungen und grundsätzliche Informationen in verschiedenen Sprachen. Die bereits etablierte Seite wurde jetzt überarbeitet und erweitert.
 
Dort finden auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Hinweise, welche Hilfsangebote es für sie gibt und wo sie Unterstützung finden können, falls sie jetzt von Jobverlust bedroht sind. "Im Zuge unserer Sorgekultur für unsere Bürgerinnen und Bürger bereiten wir derzeit zusätzlich eine telefonische Hotline vor", so der OB. Wie er weiter erklärt, wird dort von Anfang nächster Woche an ein eigens dafür zusammengestelltes Team als erste Anlaufstelle bereitstehen. Zu den Aufgaben dieser Gruppe gehört das Aufnehmen der konkreten Fälle und nach einer ersten Einschätzung auch die Weiterleitung an das Kommunale Center für Arbeit oder die Arbeitsagentur.
 
Weitergehende Hinweise rund um das Thema Corona gibt es auch auf der städtischen Homepage www.corona.hanau.de. Der Internetauftritt wird ständig aktualisiert. Neben aktuellen Angaben zur städtischen Lage, etwa Schließungen öffentlicher Einrichtungen, veränderter Öffnungszeiten, verschobener und abgesagter Veranstaltungen, sind dort auch wichtige Rufnummern und Informationen zu medizinischen Fragestellungen aufgelistet. Darüber hinaus führen Links zu weiterführenden, offiziellen Internetseiten. Veranstalter und Vereinen können an stab-corona@hanau.de Absagen und Verschiebungen melden – auch diese werden auf der städtischen Internetseite veröffentlicht. Informationen liefert die Stadt auch via Twitter (@Brueder_Grimm).
 
Ab sofort hat die Stadt Hanau unter der Telefonnummer 06181/ 6764117 ein Bürgertelefon geschaltet, das am Wochenende jeweils von 9 bis 18 Uhr und ab Montag von 7 bis 18 Uhr erreichbar ist. Wichtiger Hinweis: Medizinische Fragen werden dort nicht beantwortet – hierzu wenden sich Bürgerinnen und Bürger an die Hotline des Main-Kinzig-Kreises (06051-8510000) oder im Notfall an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 beziehungsweise an den Hausarzt.

Hanau organisiert Lieferservice für in Not geratene Bürger OB Kaminsky: „Auch in der Corona-Krise lassen wir keinen allein“ (19.03.2020 16:42 Uhr)

Mit einem kommunalen Lieferservice will die Stadt Hanau während der Corona-Krise die Versorgung von Bürgern sicherstellen, die sich in einer Notlage befinden, in ihrer Mobilität eingeschränkt sind und keine Hilfe haben oder wegen Quarantänemaßnahmen die Wohnung nicht verlassen können. Der Service startet am Freitag, 20. März, und soll die Grundversorgung der Betroffenen sicherstellen.
 
Getreu dem Motto "Hanau lässt keinen allein" solle dafür gesorgt werden, dass sich auch die am stärksten von den Einschränkungen Betroffenen keine Sorgen um die Bewältigung des Alltags machen müssen, erklärt dazu Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky in einer Pressemitteilung. Der Lieferservice wird von der Stadt in Kooperation mit Rewe Markt Cifci organisiert und koordiniert. ...
Dabei gehe es nicht darum, den bereits bestehenden Lieferdiensten Konkurrenz zu machen, erklären dazu Barbara Battenhausen und Bernd Michel von der Stadt, die das Projekt leiten. Der Service sei vor allem als Notdienst gedacht, insbesondere für ältere Menschen, denen dieses System bisher fremd ist, die alleinstehend sind oder sich das eigenständige Einkaufen nicht zutrauen.
 
Die Abwicklung soll dabei möglichst einfach und unkompliziert ablaufen. Die betroffenen Personen können sich beim speziell gebildeten Versorgungsteam per Telefon unter 06181-2958130 oder per E-Mail an versorgung@hanau.de melden und mit der Stadt Kontakt aufnehmen. Das Versorgungsteam ist ab Freitag, 20. März, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr telefonisch erreichbar.
 
Hier wird dann die Bestellung aufgenommen, wobei eine Notfall-Produktauswahl angeboten wird, die auch vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe als Grundversorgung vorgeschlagen wird. Die Produktliste, die zudem im Internet www.corona.hanau.de einsehbar ist, umfasst dabei unter anderem Nudeln, Konserven, Obst, Gemüse und auch Drogerieartikel. Die Bestellung wird dann mit Hilfe des Supermarktes zusammengestellt und am Folgetag von Mitarbeitern der Stadt Hanau an die Betroffenen geliefert.
 
Dabei wird ebenfalls streng auf die Hygiene-Empfehlungen geachtet. Ein direkter Kontakt zwischen Helfer und Kunden ist nicht vorgesehen. "Wir stellen uns das so vor, dass der Helfer die Ware vor die Tür stellt, klingelt und dann in entsprechendem Abstand wartet, bis der Besteller die Lieferung angenommen hat. Aus diesem Grund wird die Bestellung auch nicht an der Haustür kassiert. Die Stadt Hanau finanziert die Bestellung vielmehr im voraus und schickt dann eine Rechnung an die Besteller", erläutert Bernd Michel.
 
"Leider können wir durch die aktuelle Lage, die durch die verantwortungslosen Hamsterkäufer entstanden ist, keine konkreten Produkte mit definierten Preisen anbieten", so Barbara Battenhausen. Vielmehr sei auf der Produktliste jeweils ein Mindest- und ein Höchstpreis pro Produkt vermerkt, wobei garantiert werde, dass jeweils das günstigste verfügbare Produkt geliefert wird.
 
Zusätzlich gibt es ein Angebot mit zahlreichen Tiefkühl-Fertiggerichten eines externen Anbieters, das vor allem für Menschen gedacht ist, die nicht mehr selbst kochen können. Außerdem findet man auf der Internetseite oder als Beratung am Telefon Hinweise auf Restaurants, die auch außerhalb der begrenzten Öffnungszeiten fertige Mahlzeiten zum Abholen oder als Lieferservice anbieten, wobei auch hier das Versorgungsteam der Stadt Hilfestellung leisten kann.
 
"Für uns ist wichtig, dass sich niemand in dieser Stadt Sorgen machen muss, mit seinen Problemen allein da zu stehen", so Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky zu dem außergewöhnlichen Angebot. Man denke dabei vor allem an Menschen, die keine andere Hilfsmöglichkeit finden. In diesem Zusammenhang lobt der OB aber auch die zahlreichen Initiativen von Vereinen, Organisationen, Privatpersonen und Nachbarn, die Hilfe anbieten und sich solidarisch um ihre Mitbürger kümmern. Nach der schrecklichen Terrornacht des 19. Februar habe die Losung gelautet "Hanau steht zusammen". Dies spüre man jetzt auch in der Corona-Krise und das mache dankbar und stolz, so der Oberbürgermeister abschließend.

Weitergehende Hinweise rund um das Thema Corona gibt es auch auf der städtischen Homepage www.corona.hanau.de. Der Internetauftritt wird ständig aktualisiert. Neben aktuellen Angaben zur städtischen Lage, etwa Schließungen öffentlicher Einrichtungen, veränderter Öffnungszeiten, verschobener und abgesagter Veranstaltungen, sind dort auch wichtige Rufnummern und Informationen zu medizinischen Fragestellungen aufgelistet. Darüber hinaus führen Links zu weiterführenden, offiziellen Internetseiten. Informationen liefert die Stadt auch via Twitter (@Brueder_Grimm).
 
Die Stadt Hanau hat unter der Telefonnummer 06181/ 6764117 ein Bürgertelefon geschaltet, das täglich von 7 bis 20 Uhr erreichbar ist. Wichtiger Hinweis: Medizinische Fragen werden dort nicht beantwortet – hierzu wenden sich Bürgerinnen und Bürger an die Hotline des Main-Kinzig-Kreises (06051/8510000), an die Nummer des Landes Hessen (0800/5554666) oder im Notfall an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 beziehungsweise an den Hausarzt. Menschen, die Probleme mit Versorgung haben, können sich bei der Stadt Hanau unter 06181/2958130 melden.

„Die Einrichtung einer Schutzzone war dringend erforderlich“: Schleusenzelt am Klinikum Hanau ist seit 48 Stunden im Betrieb (19.03.2020 15:36 Uhr)

Rund 2.500 Personen wurden innerhalb der ersten 48 Stunden im Schleusenzelt vor dem Klinikum Hanau gezählt. "Das dokumentiert besser als alles andere, wie dringend geboten der Aufbau einer Schutzzone zwischen Klinik- und Außenbereich war," kommentiert Oberbürgermeister Claus Kaminsky die ersten Erfahrungen. Seit Dienstag nachmittag ist die Absperrung aus Bauzäunen rund um das Gelände des Klinikums Hanau geschlossen und das Areal damit ausschließlich über den kleinen Parkplatz zugänglich. Auch am das Sankt Vinzenz Krankenhaus ist am Donnerstag ein Zugang mit einer solche Schleusenfunktion in Betrieb gegangen. "Normalerweise können die Gebäude des Klinikums über 80 unterschiedliche Zugänge betreten werden", so Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Damit sei bisher die Überprüfung eines potentiellen Infektionsrisikos kaum möglich gewesen. ...

Auch wenn es zu Verzögerungen beim Betreten des Areals führen kann: Zum Schutz aller muss künftig jede und jeder, die oder der auf das Gelände will, im Schleusenzelt zunächst vier Fragen nach eventuellen Kontakten mit Infizierten, Aufenthalten in Risikogebieten oder auch Krankheitssymptomen beantworten. Anhand der Antworten kann das Klinikpersonal eine Risikoabschätzung treffen, bevor der Zugang gewährt wird. Dieses Procedere betrifft die wenigen, noch zugelassenen Besucherinnen und Besucher ebenso wie einbestellte Patientinnen und Patienten oder externe Dienstleister. "Wer einen Termin im Klinikum hat, sollte deshalb ein Zeitpolster einplanen, denn es gibt keine bevorzugte Behandlung", bittet OB Kaminsky um Verständnis für die Maßnahme.
 
Je nachdem, ob Kontakt zu einer positiv getesteten Person bestand oder es ein Aufenthalt einem Risikogebiet gab, ob es Symptome gibt oder andere Beschwerden vorliegen, dürfen die Menschen das Gelände betreten oder werden ans Gesundheitsamt verwiesen.
 
"Es würde allen das Leben erleichtern, wenn wir den Ärztlichen Bereitschaftsdienst auslagern könnten", erklärt OB Kaminsky seinen jüngsten Vorstoß beim hessischen Sozialminister Kai Klose für einen Umzug der Einrichtung ins Hans-Böckler-Haus. Dies würde gleichzeitig das Schleusenzelt entlasten, ohne das Infektionsrisiko zu erhöhen, und wäre dennoch nah genug am Klinikum für die notwendige Zusammenarbeit. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst (116 117) ist neben den niedergelassenen Ärzten und dem Gesundheitsamt die Anlaufstelle für alle, die Symptome verspüren und den Umgang damit abklären wollen.
 
"Wir haben auch auf unserer Homepage www.corona-hanau.de die wichtigsten Fragen rund um das Corona-Virus beantwortet", weist Hanaus OB auf eine verlässliche Informationsquelle für Hanauer Bürgerinnen und Bürger hin. "Dort sind auch die wesentlichen Verhaltensregeln für den Fall, dass die Gefahr einer Ansteckung besteht, zu finden." Grundsätzlich gelte aber, dass der Verzicht auf vermeidbare Sozialkontakte die wichtigste Maßgabe sei, die es zu beachten gilt.
 
Weitergehende Hinweise rund um das Thema Corona gibt es auch auf der städtischen Homepage www.corona.hanau.de. Der Internetauftritt wird ständig aktualisiert. Neben aktuellen Angaben zur städtischen Lage, etwa Schließungen öffentlicher Einrichtungen, veränderter Öffnungszeiten, verschobener und abgesagter Veranstaltungen, sind dort auch wichtige Rufnummern und Informationen zu medizinischen Fragestellungen aufgelistet. Darüber hinaus führen Links zu weiterführenden, offiziellen Internetseiten. Informationen liefert die Stadt auch via Twitter (@Brueder_Grimm).
Die Stadt Hanau hat unter der Telefonnummer 06181/ 6764117 ein Bürgertelefon geschaltet, das täglich von 7 bis 20 Uhr erreichbar ist. Wichtiger Hinweis: Medizinische Fragen werden dort nicht beantwortet – hierzu wenden sich Bürgerinnen und Bürger an die Hotline des Main-Kinzig-Kreises (06051/8510000), an die Nummer des Landes Hessen (0800/5554666) oder im Notfall an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 beziehungsweise an den Hausarzt. Menschen, die Probleme mit Versorgung haben, können sich bei der Stadt Hanau unter 06181/2958130 melden.

Stadtwerke Hanau und Hanau Netz GmbH: Energie- und Trinkwasserversorgung ist weder gefährdet noch beeinträchtigt

"Kundinnen und Kunden müssen sich keine Sorgen machen. Die Energie- und Trinkwasserversorgung in Hanau ist auch in der jetzigen Corona-Krise weder gefährdet noch beeinträchtigt." Das versichern Martina Butz, Geschäftsführerin der Stadtwerke Hanau, und Adrian Szabo, Geschäftsführer der Stadtwerke-Tochter Hanau Netz GmbH. Die beiden kommunalen Unternehmen sind "gut aufgestellt", um in allen Sparten Strom, Gas, Wasser und Wärme arbeitsfähig zu sein, bekräftigen sie. ...

Dennoch haben die Stadtwerke und der lokale Netzbetreiber gemeinsam umfangreiche Schritte in die Wege geleitet, um die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Corona-Virus zu verlangsamen und die Gefährdung der Beschäftigten so gering wie möglich zu halten. So wurden für die einzelnen Bereiche Notfallpläne und Vorsorgemaßnahmen erarbeitet.
Ein Beispiel: Bei SWH und Netzgesellschaft wurden Zweitteams gebildet, die zunächst komplett von zu-hause agieren und sich regelmäßig mit den Erstteams abwechseln, die momentan im Einsatz sind. Um am Arbeitsplatz gebührend Abstand zu halten, wirken Mitarbeiter dort räumlich getrennt und unabhängig voneinander. Zu anderen Mitarbeitern herrscht Kontaktverbot. "Wenn dann doch mal ein Team in Quarantäne muss, bleibt das andere arbeitsfähig", erläutert Geschäftsführerin Butz. Als weitere Regel gilt: Wer von zu Hause aus arbeiten kann, tut das auch.
Außerdem bestimmten die Geschäftsführungen, welche betrieblichen Kernfunktionen uneingeschränkt aufrechterhalten werden müssen und innerhalb welcher Bereiche nur dringende Arbeiten erledigt werden. "So sind Schäden natürlich weiterhin schnellstmöglich zu beheben, turnusmäßige Instandhaltungen hingegen können verschoben werden, um die Kontaktmöglichkeiten unter den Mitarbeitern zu minimieren", erklärt Geschäftsführer Szabo.
Den persönlichen Kundenkontakt haben Stadtwerke und Netzgesellschaft komplett eingestellt. So ist das Kundenzentrum im Forum Hanau geschlossen – zunächst bis zum 19. April, bis dahin sind auch Schulen und Kindertagesstätten nicht geöffnet.
Externe Besuchende werden im Stammsitz von Stadtwerken und Netzgesellschaft nur in besonderen Ausnahmefällen ins Haus gelassen. In der Regel werden vor der Tür stehende Kunden abgewiesen und auf Mail- oder Telefonverkehr hingewiesen.
Zu den Vorkehrungen gehört auch, dass alle Dienstreisen und Veranstaltungen abgesagt sind. Laufende Bauprojekte in der Stadt wie der Leitungsbau am Bahnübergang Frankfurter Landstraße, die Fertigstellung der Steinheimer Straße und im Pioneer-Park werden vorerst weiter bedient. "Neue Baustellen werden, wo es möglich ist, aktuell nicht angefangen", betont Butz.
Die Geschäftsführerin bekräftigt: "Alle Beschäftigten werden permanent über alle wichtigen Entwicklungen informiert. Wir verfügen über gute, schnelle und verbindliche Kommunikationswege zwischen Mitarbeitern und Führungskräften."
Für Kundinnen und Kunden sind die Stadtwerke per E-Mail erreichbar unter service@stadtwerke-hanau.de und telefonisch über 06181 /365-1999. Registrierte Online-Kunden der SWH können per Online-Service selbst Zählerstände mitteilen, Kundendaten aktualisieren und Rechnungen einsehen. Defekte Straßenleuchten und Ampeln lassen sich per Online-Formular über die Homepages von Stadtwerken und Netzgesellschaft melden. Die SWH-Störhotline ist weiterhin 24 Stunden am Tag erreichbar unter 0800 365-2000. Netzauskünfte sind über das Onlineportal der Hanau Netz einholbar oder können per E-Mail unter netzauskunft@hanau-netz.de angefordert werden.
"Störungen im Ablauf sind sicher nicht auszuschließen. So werden wir gegebenenfalls nicht immer ganz unmittelbar antworten können, aber wir antworten!", versichert Butz und bittet für eventuelle Unannehmlichkeiten schon jetzt um Entschuldigung.

„Hamsterkäufe sind asozial“
Hanaus OB Kaminsky verurteilt panisches Kundenverhalten (18.03.2020 17:45 Uhr)

„Wer panisch seinen Einkaufswagen vollpackt, handelt nicht nur sinnfrei und verantwortungslos, sondern schadet auch der Gemeinschaft.“ Mit diesen Worten hat Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky in einer Presserklärung das Kaufverhalten verschiedener Bürger kritisiert. Und er bringt seine Meinung mit drastischen Worten auf den Punkt: „Hamsterkäufe sind asozial“, so Kaminsky ...

Der Wahnsinn sei, so der OB, dass durch Hamsterkäufe erst die eigentlichen Probleme entstünden und manche Artikel zeitweise ausverkauft seien. Leere Regale seien kein Ausweis einer unzureichenden Versorgungslage, sondern einer rational abgestimmten Logistik, die nicht so schnell auf ein völlig irrationales Verhalten von Verbrauchern reagieren könne, so Kaminsky. Supermärkte und Discounter würden nach einem ausgefeilten System und aufgrund jahrelanger Erfahrungswerte quasi „just in time“ beliefert. Wenn nun plötzlich aus welchen Gründen auch immer kurzfristig die Nudelregale leergekauft werden, könne man nicht von heute auf morgen einen „Nudellaster“ auf die Reise schicken.
„Es gibt keinen Grund, Angst davor zu haben, dass Menschen in Deutschland wegen der Corona-Krise hungern müssen oder nicht genügend Papier für den Allerwertesten haben“, so Kaminsky, der sich über das Verhalten mancher Zeitgenossen nur wundern kann. Deutschland sei Dank seiner leistungsfähigen Landwirtschaft in der Lage, sich selbst zu versorgen. Abgesehen davon habe die Bundesrepublik riesige Lagermengen zum Beispiel an Grundnahrungsmitteln, auf die bisher selbst in schwierigsten Situationen in Deutschland noch nie zurückgegriffen werden musste.
Über das Kaufverhalten einiger egoistischer Zeitgenossen können man auch angesichts der Auswahl nur den Kopf schütteln. Die offensichtliche Angst davor, dass Klopapier knapp wird, müsse man eher amüsiert zur Kenntnis nehmen. „Weshalb aber in manchen Drogeriemärkten wegen der Hamsterkäufe zum Beispiel Tabs für die Geschirrspülmaschine oder Weichspüler zeitweise ausverkauft sind“, so der OB, „erschließt sich mir wirklich nicht.“ Der Oberbürgermeister vermutet auch hier einen irrationalen psychologischen Effekt. „Wir sind an übervolle Regale gewöhnt. Offenbar löst jetzt ein nicht mehr ganz so volles Regal einen Run auf das entsprechende Produkt aus – obwohl dies aktuell gar nicht benötigt wird.“
Kaminsky denkt im Zusammenhang mit den Hamsterkäufen auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäften. „Sie leisten bereits einen großartigen Dienst bei der Versorgung der Bevölkerung“, so der Oberbürgermeister, „man sollte ihnen das Leben nicht noch dadurch erschweren, dass sie permanent Regale neu auffüllen müssen.“ Es sei doch völlig widersinnig, wenn Produkte in den Geschäften fehlen, die sich zuhause in den Wohnungen stapeln.
Das Hamstern führe im Kampf gegen das Virus nur zu zusätzlichen Problemen. Wer etwa wirklich ein bestimmtes Produkt benötigt und dafür drei oder vier Geschäfte abfahren muss, weil die Hamsterer die Regale leergeräumt haben, belaste nicht nur die Umwelt, sondern erhöhe zwangsläufig seine Kontakte zu anderen Menschen. „Aber gerade das soll ja vermieden werden“, so Kaminsky.
Hanaus Oberbürgermeister rät dringend, sich an die Empfehlungen der entsprechenden Bundesbehörden zu halten und einen bestimmten Vorrat für 14 Tage vorzuhalten. Infos gibt es zum Beispiel beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz unter www.bbk.bund.de im Internet. Die für die Versorgung wichtigen Geschäfte würden auf jeden Fall geöffnet bleiben, teilweise würden die Öffnungszeiten sogar ausgeweitet. Und wer sich beim Einkaufen an die Empfehlungen der Behörden halte, zum Beispiel an der Kasse einen Mindestabstand zum Nachbarn einzuhalten und sich regelmäßig - auch nach dem Einkauf – die Hände zu waschen, der minimiere das Risiko für sich und andere. Der Oberbürgermeister wird aber auch deutlich: „Wenn die Probleme durch das Hamstern einiger anhalten, müssen wir uns als Stadt Hanau Maßnahmen überlegen, die dieses gemeinschaftsschädliche Verhalten unterbinden. Dazu haben wir die Möglichkeit.“ 
Diejenigen, die sich irrational und egoistisch verhielten, sollten sich die Mehrheit der Hanauerinnen und Hanauer zum Vorbild nehmen, die konsequent und dennoch ruhig den Empfehlungen und Anordnungen der Behörden folgen und sich solidarisch zeigen. Als Beispiel nannte Kaminsky die Eltern aus den relevanten Berufen, wie etwa aus dem Gesundheitsdienst oder den Rettungskräften, die Anspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder haben. Auch wenn es hier und da nochmal holpere, habe es sehr viel Lob für das Angebot der Stadt gegeben, das der OB direkt an die Betreuerinnen und Betreuer vor Ort und den Eigenbetrieb Kindertagesstätten weitergibt: „So stelle ich mir Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn vor – Hanau steht eben auch in dieser Krise an ganz vielen Stellen zusammen.“
Für die Stadt Hanau kündigte Oberbürgermeister Claus Kaminsky zudem die Einrichtung eines Lieferservice an, mit dem vor allem Personen versorgt werden sollen, die selbst nicht einkaufen gehen können oder sich in Quarantäne befinden. Der Service werde noch in dieser Woche gestartet, so der OB. „Statt Panik ist jetzt Vernunft und vor allem Gemeinsinn gefragt. Unser Land führt einen Kampf gegen das Corona-Virus. Wir sollten keinen Kampf untereinander führen“, so Kaminsky abschließend.

„Was in Aschaffenburg richtig ist, kann in Hanau nicht falsch sein“ OB Kaminsky ordnet in Allgemeinverfügung weitreichende Schließungen an (17.03.2020 16:50 Uhr)

Täglich neue Verordnungen und restriktive Maßnahmen dokumentieren besser als alles andere die enorme Dynamik, die derzeit von der Verbreitung des Corona-Virus ausgeht. Die Stadt Hanau trifft in Abstimmung mit Land und Kreis vorausschauend und verantwortungsbewusst Regelungen, mit dem Ziel, die Verbreitung des Virus verlangsamen. Jetzt hat Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Dienstag entschieden, in einer Allgemeinverfügung (siehe www.corona.hanau.de) über die bisherigen Landesvorgaben hinaus weitreichend Schließungen anzuordnen und die Ausnahmen sehr dezidiert zu benennen. ...

Geöffnet bleiben dürfen nach dieser Regelung ausschließlich Einzelhandelsgeschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Reinigungen, Frisöre, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-/Gartenbau-/ und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel, Lieferdienste und Poststellen.
 
"Was in Aschaffenburg richtig und vernünftig ist, kann in Hanau nicht falsch sein," verweist er dabei auf die restriktiven Anordnungen im Nachbarbundesland Bayern. Für Hanauer Restaurants, Speisegaststätten und Kantinen gilt ab Mittwoch, 18. März, dass diese nur noch bis 18 Uhr geöffnet haben dürfen. In den Räumen sind maximal 30 Personen gleichzeitig und mit einem Mindestabstand von 1,5 Meter erlaubt. Außerhalb der erlaubten Öffnungszeiten dürfen Speisen und Getränke nur noch zu Mitnehmen oder im Lieferservice angeboten werden.
 
"Wir sind uns sehr bewusst, dass die Zeiten für den Handel und Gastronomen sowie die lokalen Firmen eine enorme Belastung darstellen, deshalb haben wir bereits eine ‚Steuerungsgruppe Wirtschaftsstandort Hanau‘ gegründet, mit dem Ziel, alle für die Wirtschaft relevanten Informationen zusammenzutragen und sie für die Hanauer Unternehmen, Selbstständige und Beschäftigten transparent und zugänglich zu machen sowie verschiedene lokale Soforthilfemaßnahmen in die Wege zu leiten," kündigt der OB an, dass die ersten Maßnahmen wie Steuerstundungen und Gebührenerlass eingeleitet worden sind.
 
Auch in öffentlichen Bereichen bleiben immer mehr Türen geschlossen. Nachdem das Rathaus mit allen Abteilungen bereits keinen Bürgerservice im direkten Kontakt mehr anbietet, haben jetzt auch die
 
Ortsgerichte und die Schiedsämter die Arbeit eingestellt. Vorläufig bis 19. April werden keine Sprechstunden stattfinden. Auch Schätzungen werden nicht durchgeführt.
 
Geschlossen bleiben bis mindestens zum Ende der Osterferien auch das Stadtteilbüro Südliche Innenstadt, das Quartiersbüro Freigerichtviertel und das Weststadtbüro in Kesselstadt.
 
Nur noch eingeschränkt erreichbar sind ab sofort auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Baugesellschaft Hanau. Das Geschäftsgebäude ist bis auf weiteres nur am Empfang für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Dort können dringend benötigte Unterlagen abgegeben oder abgeholt werden. Der Empfang ist montags bis donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr geöffnet und freitags von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr. Gesprächstermine im Haus sind bis zum 19. April nicht möglich. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jedoch telefonisch und per E-Mail erreichbar. Hausbesuche werden ebenfalls nur in dringenden Fällen durchgeführt. Auch diese müssen zuvor telefonisch vereinbart werden.
 
Die Sozialberatung der Baugesellschaft ist unter der Nummer 06181/2501-91 erreichbar und wird sich in dringendem Fragen um hilfsbedürftige Mieterinnen und Mieter kümmern.
 
Wohnungsbewerbungen können grundsätzlich online auf der Internetseite der Baugesellschaft www.bau-hanau.de eingereicht werden. Wohnungsbesichtigungen sind nach derzeitigem Stand allerdings erst nach dem 20. April möglich.
 
Daneben bittet Geschäftsführer Jens Gottwald darum, die Allgemeinräume und Treppenhäuser so wenig wie möglich zu betreten und unbedingt die Hygienerichtlinien, die an den schwarzen Brettern ausgehängt wurden, zu beachten. Dort, wo Reinigungsfirmen für die Hausordnung beauftragt sind wurden diese angewiesen, Handläufe und in den Allgemeinräumen Türen und Türgriffe zu desinfizieren.
 
Schäden in den Wohnungen können zwar gemeldet werden. Es werden aber nur noch jene Kleinreparaturen abgearbeitet, die Folgeschäden verursachen könnten, wie z.B. laufendes Wasser oder einen Stromausfall. "Ein klemmendes Fenster oder ein defekter Rollladen fallen definitiv nicht unter die Schäden, die sofort behoben werden", macht Gottwald deutlich, dass diese Maßnahme sowohl dem Schutz der Mieterinnen und Mieter als auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Handwerksfirmen dient. Geschlossen sind ab sofort auch alle Spielplätze in den Liegenschaften. Einschränkungen
Die entsprechende Allgemeinverfügung finden Sie hier.

Ausgewählte Geschäfte dürfen sonntags öffnen OB Kaminsky bedauert spätes Eintreffen der Landesverordnung

„Es ist leider so, dass wir ohne Verbote nicht erreichen, dass das Vernünftige getan wird“, erklärt Oberbürgermeister Claus Kaminsky, dass es „unter den gegebenen Umständen im Interesse der Allgemeinheit und zum Schutz der Schwächsten unserer Gesellschaft unumgänglich ist“, klare Regeln aufzustellen und deren Einhaltung zu kontrollieren. Um die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sei es zwingend notwendig, die sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. „Vor diesem Hintergrund haben wir am Dienstag entschieden, vor dem Eintreffen einer Landesverordnung in einer eigenen Allgemeinverfügung klare Regelungen zu treffen, um nicht weiter Zeit zu verlieren.“ Denn der Zeitfaktor, mit dem soziale Kontakte unterbunden würden, so der OB, sei ein ganz wesentlicher, wenn es darum gehe, die Infektionsrate zu verlangsamen. ...

Als gegen 18.15 Uhr schließlich die Regelungen des Landes bei der Stadt eintrafen, zeigte sich, dass die Unterschiede zur städtischen Allgemeinverfügung nur marginal waren, so der OB und zählt neben dem Verbot von touristischen Übernachtungen in Hotels auch die explizite Betriebsgenehmigung für Dienstleister und Handwerker auf. „Hier wünsche ich mir, dass in einem weiteren Schritt präzisiert wird, welche Berufsgruppen darunter fallen. Das würde uns die Kontrolle hier vor Ort sehr helfen.“
Im Gegensatz zum Land hatte die Stadt in ihrer Allgemeinverfügung die Ausnahmen von der weitreichenden Schließungsregelung genau benannt. Danach dürfen ausschließlich Einzelhandelsgeschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Reinigungen, Frisöre, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-/Gartenbau-/ und Tierbedarfsmärkte sowie der Großhandel, Lieferdienste und Poststellen geöffnet bleiben. Die Verordnung des Landes regelt darüber hinaus, dass auch die Berufe des Gesundheitswesens unter Beachtung der gestiegenen hygienischen Anforderungen weiter ausgeübt werden dürfen. Positiv bewertet Hanaus OB die Tatsache, dass jene Bereiche, die von dem Schließungsgebot ausdrücklich ausgenommen sind, ihre Öffnungszeiten vorläufig bis zum 19. April auch auf die Sonn- und Feiertage ausdehnen dürfen. „Auch das kann dazu beitragen, Menschenansammlungen zu entzerren.“

Dass jetzt vonseiten des Landes die Spielplätze geschlossen wurden, begrüßt der OB ausdrücklich. „Dass wir dies für richtig und wichtig halten, zeigt sich darin, dass in Hanau die Entscheidung bereits vor zwei Tagen gefallen ist.“ Die entsprechende Beschilderung sei auf den Weg gebracht, auch wenn es eine gewisse Zeit in Anspruch nehme, bis jeder der rund 220 Spielplätze damit ausgestattet sein würde.

Auch während Corona-bedingter Schließungen lassen sich städtische Dienstleistungen online erledigen (18.03.2020 16:00 Uhr)

Auch wenn Rathaus, Technisches Rathaus, Ordnungsbehörde und städtische Gesellschaften in Hanau derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen sind, bieten sich per Internet doch einige Alternativen, um Dienstleistungen online zu erledigen sowie über E-Mail oder Telefon. "In der momentanen Lage hilft uns die Digitalisierung, damit Bürgerinnen und Bürger wenigstens ein Stück Alltagsnormalität erfahren, auch wenn die Bearbeitung des einen oder anderen Anliegens länger dauern kann als gewohnt", sagt Stadtrat Thomas Morlock. ...

Was auf dem Online-Portal https://www.hanau-digital.de/hanau an Dienstleistungen aufgelistet ist, kann weiterhin zum Großteil abgerufen werden. Dazu gehören Anträge auf Bewohner-Parkausweise, Führungszeugnisse, Leseausweise für die Stadtbibliothek, Urkunden zu Geburt, Ehe, Lebenspartnerschaft oder Sterbefall genauso wie Services rund um Fahrzeugzulassung und Rundfunkbeitrag, Meldungen von defekten Straßenleuchten, Ausleihe von Medien der Stadtbibliothek sowie Auskünfte aus Melde-, Gewerbezentralregister und Steueridentifikationsnummer vom Bundeszentralamt für Steuern. Das Portal liefert darüber hinaus Informationen, wie weit das Bearbeiten eines Reisepasses oder eines Netzanschlusses für Energie und Trinkwasser gediehen ist. Bei Verwarngeld-Verfahren können auf diesem Weg Strafzettel eingesehen und kommentiert werden. Ebenso lässt sich der straßenbezogene persönliche Abfallkalender herunterladen.
Einschränkungen gibt es momentan beim Vereinbaren von Terminen im Stadtladen oder in den Stadtteilläden und beim Einholen eines Termins für die Sperrmüllabfuhr. Diese erfolgt nur in nachweislichen Notfällen, wenn beispielsweise jemand die Wohnung räumen muss, und ausschließlich über die Telefonnummer 295-566.
Die gesamte Verwaltung der Stadt Hanau befindet sich im Notdienst, der nur dringende und unaufschiebbare Anliegen bearbeitet. Eine vollständige Liste mit den Ansprechpartnern, Telefonnummern sowie den Zeiten der Erreichbarkeit sind auf der Internetseite der Stadt www.corona.hanau.de zu finden.

Welcher Online-Service besteht bei den städtischen Gesellschaften?
Die Baugesellschaft Hanau bietet eine Wohnungsbewerbung auf der Homepage unter www.bau-hanau.de. Wichtige Kleinreparatur-Meldungen mit möglichen Folgeschäden wie etwa bei Wasseraustritt können Mieterinnen und Mieter per E-Mail über info@bau-hanau.de melden.

 Die Stadtwerke Hanau bieten ihren Onlineservice, damit Kundinnen und Kunden jederzeit persönliche Daten beispielsweise bei Umzug aktualisieren und ihre Zählerstände aktualisieren können. Auf diesem Kundenportal befindet sich auch ein Überblick zu Produkten, Verbrauchswerten und Rechnungen. Jegliche vertriebliche Kundenanfragen werden per E-Mail an service@stadtwerke-hanau.de beantwortet oder telefonisch unter 06181/365-1999. Der 24-Stunden- ist nur telefonisch erreichbar unter der kostenlosen Nummer 0800 365-2000.
Bei der Hanauer Parkhaus Gesellschaft (HPG) lassen sich Dauerparker-Anträge und Kündigungen im Internet unter www.parken-hanau.de abwickeln oder via E-Mail mit der Adresse info@hanauer-parkhaus.de. Der Betrieb der Parkhäuser ist auf weiteres meist rund um die Uhr sichergestellt. Verträge verschickt die HPG aktuell per Post, ebenso die Dauerkarten und Einzeltickets. Die Bereitschaft ist so eingeteilt, dass möglichst wenig persönlicher Kontakt untereinander stattfindet, so dass im Zweifel der Betrieb möglichst lange so aufrechterhalten werden kann. Störungen lassen sich zu 90 Prozent von der Leitstelle aus beheben, so dass in den Parkhäusern kein persönlicher Kontakt nötig ist. Der Notdienst ist weiterhin rund um die Uhr erreichbar über die Telefonnummer 06181/28800. Aus Hygienegründen empfiehlt die HPG möglichst auf Bargeld zu verzichten und mit EC- oder Kreditkarte zu bezahlen.
Damit der Übertragungsweg Bargeld ausgeschlossen wird, hat die Hanauer Straßenbahn HSB) in ihren Bussen den Vorneeinstieg beim Fahrpersonal eingestellt. Stattdessen sind Fahrscheine online buchbar über RMV-App und Handyticket sowie über den DB-Navigator. Die RMV-MobilitätsZentrale am Busbahnhof Freiheitsplatz ist für den Besucherverkehr geschlossen, aber bei Anliegen montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr weiter erreichbar unter Telefon 06181/3008846 oder per E-Mail an mobizentrale.hanau@hsb.de.

„Wir lassen unsere Unternehmen nicht allein!
Stadt richtet Steuerungsgruppe ein – Steuer werden gestundet, Gebühren gestrichen (17.03.2020 13:30 Uhr)

„Wir lassen unsere Unternehmen und Selbständigen in der Krise nicht allein! Aus diesem Grund haben wir sehr schnell erste Maßnahmen beschlossen und eine Steuerungsgruppe ‚Wirtschaftsstandort Hanau‘ gegründet, die sich um die derzeit drängendsten Fragen und Maßnahmen kümmert und die vorhandenen Informationen bündelt“, macht Oberbürgermeister Claus Kaminsky deutlich, dass die Stadt – unabhängig von Bund und Land – auch eigene Maßnahmen ergreift, um die heimische Wirtschaft zu unterstützen. Die ersten Entscheidungen sind bereits getroffen worden: Steuern werden teilweise gestundet, Gebühren gestrichen. ...

„Die ‚Steuerungsgruppe Wirtschaftsstandort Hanau‘ haben wir mit dem Ziel gegründet, alle für die Wirtschaft relevanten Informationen zusammenzutragen und sie für die Hanauer Unternehmen, Selbstständige und Beschäftigten transparent und zugänglich zu machen sowie verschiedene lokale Soforthilfemaßnahmen in die Wege zu leiten“, erläutert Kaminsky. Die Projektkoordination der Steuerungsgruppe liegt in der Hand von Erika Schulte, Geschäftsführerin der Hanau Wirtschaftsförderung GmbH. Des Weiteren zählen zur Steuerungsgruppe: Barbara Battenhausen (Hanau Marketing GmbH), Monika Wendt (Jobcenter), Heike Hengster (Bundesagentur für Arbeit), Jürgen Dräger (Abteilung „Finanzen“ der Stadt Hanau), Dr. Gunther Quidde (IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern), Robert Weissenbrunner (IG Metall) sowie Nicole Laupus (Kreishandwerkerschaft Hanau).
 
„Die Stadt Hanau wird Soforthilfen umsetzen, die vor allem für Gastronomen und kleine Betriebe Erleichterung schaffen sollen“, erläutert Kaminsky. So sei beispielsweise eine Stundung oder Herabsetzung von Gewerbesteuervorauszahlungen vorgesehen. Unternehmen, die diese in Anspruch nehmen wollen, können eine Mail an steuern@hanau.de mit der Begründung für die Stundung und dem Betreff „Corona“ senden und um die Herabsetzung der Vorauszahlung 2020 oder eine Stundung für 2020 bitten. „Wir versprechen eine rasche und unbürokratische Bearbeitung“, so Kaminsky.
Als weitere kurzfristige Maßnahmen verzichtet die Stadt auf Sondernutzungsgebühren für Außenbestuhlung, Plakatierung, Marktstände etc. „Wir wollen damit ein direktes Zeichen der Hilfe setzen: So werden wir jenen Beschickern, die jetzt kommen und ihren Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung leisten, die Gebühren bis zum Ende des Jahres erlassen“, so Kaminsky.
 
„Es ist elementar, dass in dieser Krise der Wirtschaftsstandort Hanau nicht geschwächt wird. Zum einen tragen viele Unternehmen und Betriebe dazu bei, die Versorgungsinfrastruktur aufrecht zu erhalten, zum anderen sind sie – jetzt und in Zukunft - wichtig als Arbeitgeber und Steuerzahler“, so der Oberbürgermeister. Zudem gibt es in Hanau Unternehmen, deren Produktion für den pharmazeutischen Bereich von hoher Bedeutung ist. Aus diesem Grund werde die Stadt die lokalen Wirtschafts-Akteure mit Rat und Tat so gut wie möglich unterstützen. 
 
Darüber hinaus hat der Oberbürgermeister alle Abteilungen der Unternehmung Stadt Hanau darauf hingewiesen, dass sie gegenüber ihren Vertragspartnern der Lage entsprechend kulant agieren sollen.
 
Für Unternehmer und Unternehmerinnen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat die Stadt auf der Webseite www.corona.hanau.de bereits eine Fülle von wichtigen Informationen gebündelt. Hier können sich Interessierte einen Überblick über ein breites Spektrum geförderter Finanzierungsprodukte verschaffen, die das Land Hessen über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) und die Bürgschaftsbank Hessen anbietet, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen und mit Betriebsmitteln zu unterstützen. Auch der Link zum aktuellen Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus ist hier zu finden, genauso wie der Link zur Bundesagentur für Arbeit in Hanau. Sie informiert ausführlich rund um das Thema Kurzarbeit. Wer erfahren will, ob und wie Kurzarbeitergeld beantragt werden kann, sollte sich an Agentur für Arbeit Hanau wenden.

Rathaus ab sofort komplett geschlossen
Weitreichende Einschränkungen im Alltagsleben (16.03.2020 17:00 Uhr)

„Wir befinden uns in einer absoluten Ausnahmesituation, in der wir die Lage immer wieder neu bewerten und unsere Maßnahmen aktuell daran ausrichten müssen“, beschreibt Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Notwendigkeit zu weiteren Entscheidungen, die sich auf den Alltag der Hanauer Bürgerinnen und Bürger auswirken. ...

Zur Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus wird ab sofort das Rathaus mit allen Abteilungen geschlossen. Dazu gehören auch das Technische Rathaus und die Ordnungsbehörde. „Für absolute Notfälle haben wir unter der Nummer der Rathausinformation 06181/295-8135 eine Hotline geschaltet. Dort kann im Gespräch der Einzelfall geprüft und im berechtigten Fall entsprechende Schritte veranlasst werden“, verspricht der OB, dass niemand alleingelassen wird.
Auch die Servicezeiten des Kundenzentrums der Stadtwerke am Freiheitsplatz sind vorläufig ausgesetzt. Kundinnen und Kunden können ihre Anliegen telefonisch unter der Servicenummer 06181 365-1999 oder per E-Mail unter service@stadtwerke-hanau.de vorbringen.
Die Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) reduziert bis auf Weiteres die Öffnungszeiten der RMV-MobilitätsZentrale am Busbahnhof Freiheitsplatz. Diese ist ab sofort montags bis freitags von 7 bis 15 Uhr (statt 7 bis 18 Uhr) besetzt und bleibt am Samstag geschlossen.
Die ursprünglich vom 27. März bis 6. April 2020 geplante hessenweite Jugendsammelwoche muss dieses Jahr entfallen. Daher entfällt auch der geplante Ausgabetermin der Unterlagen am 19. März 2020 im Hans-Böckler-Haus. Weitere Infos zur Jugendsammelwoche sind im Internet auch unter www.hessischer-jugendring.de zu finden.
„Abgesagt sind bis mindestens 19. April auch alle städtischen Veranstaltungen“, macht der OB deutlich, dass es keine Ausnahmen gibt. Unter diese Regelung fallen die Angebote der Frauenwochen ebenso wie die Veranstaltungen, die in diesem Zeitraum im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus geplant waren.
Auch die geplanten Feierlichkeiten der Stadt zum 75. Jahrestag des Luftangriffs auf die Hanauer Innenstadt am 19. März 1945 wurden komplett abgesagt. Eine gute Gelegenheit, dennoch einen kleinen Einblick in die Sonderausstellung „Leben im Krieg“ zu bekommen, die wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 19. April geschlossen bleibt, bietet ein Beitrag der Hessenschau. Andreas Hieke hat dafür dieser Tage mit seinem Team im Schloss auch mehrere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen befragt. Dieser Beitrag wird voraussichtlich am 18. März um 19:30 Uhr im Hessenfernsehen ausgestrahlt und ist dann auch im Netz unter www.hessenschau.de abrufbar.
Nicht länger zugänglich sind ab sofort auch die städtischen Spielplätze. Entsprechende Hinweisschilder, die auf die Sperrung aufmerksam machen, werden zeitnah aufgehängt.
Drastische Einschränkungen gelten auch für Beerdigungen und Trauerfeiern auf den Hanauer Friedhöfen. Für diese sind ab sofort nur noch zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugelassen.
„Es ist eine Frage der Solidarität und Rücksichtnahme, jetzt auf vermeidbare Sozialkontakte zu verzichten“, erinnert OB Kaminsky die Hanauer Bürgerschaft daran, dass es derzeit vor allem darum geht, Infektionsketten zu unterbrechen und selbst nicht als Überträger andere Menschen zu gefährden.

Fieberzelt am Klinikum als Zugangsschleuse.
Besuchsverbot und Einschränkungen gelten bis mindestens 19. April (15.03.2020 15:17 Uhr)

In Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen hat sich die Stadt Hanau entschieden, von Montagnachmittag an ein Fieberzelt mit Triage am städtischen Klinikum zu installieren. Patienten werden dort nach ihren Beschwerden kategorisiert und eventuell gleich abgesondert. "Das Zelt hat vor allem eine Schleusenfunktion, die verhindern soll, dass Corona-Infizierte das Haus betreten," erklärt Oberbürgermeister Claus Kaminsky, dass bisher der Zugang zum Klinikum für jedermann möglich ist, ohne dass zuvor überprüft wird, ob eventuell ein Risiko der Übertragung von Infektionen besteht. ...

Daneben soll auch die Diagnostik in Sachen Corona-Infektion für die Hanauer Bürgerschaft erleichtert werden. "Wenn wir es ernst meinen, dass alle sozialen Kontakte auf ein unverzichtbares Minimum reduziert werden sollen, kommen wir gar nicht umhin, für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ortsnah ein solches Angebot zu unterbreiten, um ihnen unnötige Wege nach Gelnhausen zu erleichtern", so der OB und erklärt weiter, dass derzeit die Sondergenehmigung für ein Testzentrum in Hanau eingeholt wird. Dabei gilt jedoch, dass jede Testung auf das neuartige Coronavirus nach strengen medizinischen Kriterien angeordnet wird, d.h. dass nicht bei jeder Kontaktperson automatisch ein Abstrich zur Untersuchung erfolgt. Sollten Kontaktpersonen beispielsweise Atemwegsbeschwerden innerhalb der folgenden 14 Tage nach dem letzten Kontakt entwickeln, sollte eine Testung auf SARS-CoV-2 erfolgen. Diese Entscheidung trifft momentan noch das zuständige Gesundheitsamt.
 
Auch für das öffentliche Leben und die Verwaltung in Hanau ergeben sich aus der aktuellen Lage in Sachen Coronavirus weitere Konsequenzen. "Unser Ziel ist und bleibt es, eine Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Dass sich daraus Erschwernisse für den einzelnen ergeben können, lässt sich leider nicht vermeiden", macht Oberbürgermeister Claus Kaminsky deutlich, dass jeder dieser Schritte im Interesse des Gemeinwohls unumgänglich ist. "Alle Einschränkungen und Schließungen gelten vorläufig mindestens bis zum 19. April."
 
Das öffentliche Leben wird in den nächsten Wochen nahezu zum Erliegen kommen. "Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, sollen und müssen wir bis auf Weiteres auf alle vermeidbaren Sozialkontakte verzichten", beschreibt der OB die Maßgabe, an der sich die Frage, ob eine Einrichtung geöffnet bleiben könne oder nicht, zu orientieren hat. In der konkreten Umsetzung bedeutet diese Maxime, dass bis mindestens zum Ende der Osterferien alle städtischen Einrichtungen wie Museen, Jugendzentren, Sporthallen und -anlagen, Bürger- und Mehrgenerationenhäuser sowie das Heinrich-Fischer-Bad und das Lindenaubad ihren Betrieb einstellen. Gestrichen sind bis mindestens zum 19. April auch alle Veranstaltungen, Kurse oder Zusammenkünfte in städtischen Räumlichkeiten. "Auch das Kulturforum mit der Stadtbibliothek ist ab sofort geschlossen", stellt der OB klar, dass hier jedoch nur von der städtischen Einrichtung innerhalb des Forums die Rede ist. Das Einkaufszentrum ist von dieser Regelung nicht betroffen.
 
Schließlich regelt eine neue Allgemeinverfügung des Main-Kinzig-Kreises, dass die Durchführung von Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern ab sofort verboten ist, auch aus privaten Anlässen. Dabei gilt, dass diese auch dann nicht stattfinden dürfen, wenn mehr als 100 Gäste zu erwarten sind. Darüber hinaus wird dringend empfohlen, öffentliche oder private Veranstaltungen mit weniger Gästen auch nur dann durchzuführen, wenn hierfür eine zwingende Notwendigkeit besteht.
 
Restriktive Eingriffe gibt es nach dieser Allgemeinverfügung ab sofort auch bei den Besuchszeiten in den Hanauer Krankenhäusern sowie in Seniorenheimen und Altenpflegezentren. Hier gilt ein grundsätzliches Besuchsverbot, das nur in Einzelfällen und in Absprache mit der Einrichtung für Eltern oder Sorgeberechtigte von minderjährigen Kindern sowie für Angehörige von Patienten in palliativer Situation aufgehoben wird.
 
Betroffen von Einschränkungen sind auch die individuelle Sperrmüllabfuhr und die Sperrmüllentsorgung auf dem Bauhof in der Daimlerstraße. Während die Abfuhr zuhause am Montag und Dienstag noch erfolgt, bleibt der Bauhof ab sofort geschlossen. Die Müllabfuhr erfolgt weiterhin im Regelbetrieb wie im Abfallkalender ausgewiesen.
 
Bereits von Montag, 16. März, an bis zum Ende der Osterferien am 19. April finden kein regulärer Unterricht und keine regelhafte Betreuung in den Hanauer Schulen mehr statt. Dieser Tag dient einzig für kurze Absprachen zwischen Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrerinnen und Lehrern.
 
Weitergehende Hinweise rund um das Thema Corona gibt es auch auf der städtischen Homepage www.corona.hanau.de. Der Internetauftritt wird ständig aktualisiert. Neben aktuellen Angaben zur städtischen Lage, etwa Schließungen öffentlicher Einrichtungen, veränderter Öffnungszeiten, verschobener und abgesagter Veranstaltungen, sind dort auch wichtige Rufnummern und Informationen zu medizinischen Fragestellungen aufgelistet. Darüber hinaus führen Links zu weiterführenden, offiziellen Internetseiten. Veranstalter und Vereinen können an stab-corona@hanau.de Absagen und Verschiebungen melden – auch diese werden auf der städtischen Internetseite veröffentlicht. Informationen liefert die Stadt auch via Twitter (@Brueder_Grimm).
Ab sofort hat die Stadt Hanau unter der Telefonnummer 06181/ 6764117 ein Bürgertelefon geschaltet, das am Wochenende jeweils von 9 bis 18 Uhr und ab Montag von 7 bis 18 Uhr erreichbar ist. Wichtiger Hinweis: Medizinische Fragen werden dort nicht beantwortet – hierzu wenden sich Bürgerinnen und Bürger an die Hotline des Main-Kinzig-Kreises (06051-8510000) oder im Notfall an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 beziehungsweise an den Hausarzt.

Stadt hofft auf großzügiges Verständnis bei Arbeitgebern.
Schulen, Kitas und Tagesmütter stellen bis 19. April regulären Betrieb ein (14.03.2020 15:20 Uhr)

Nachdem die Stadt Hanau und der Main-Kinzig-Kreis am Freitag bereits angekündigt hatten, die eigenen Schulen und Kindertagesstätten vor Ort zu schließen, wurden die Rahmenbedingung für diese Sicherheitsmaßnahme durch das Land Hessen im Laufe des Tages präzisiert. Wichtigste Aktualisierung ist dabei die Ausweitung des Zeitraums bis zum 19. April, in der kein Unterricht stattfinden und keine reguläre Betreuung in den Kindertagesstätten stattfinden wird. Daneben umfasst die Anordnung des Landes auch die Betreuung durch Tagesmütter und -väters, die von der Stadt Hanau zunächst ausgenommen wurden. ...

"Nachdem wir zu der Überzeugung gekommen waren, dass dieser Schritt unumgänglich ist, um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen oder zumindest zu verlangsamen, haben wir schon am frühen Nachmittag unsere Entscheidung getroffen, um allen Betroffenen möglichst viel Vorlaufzeit zu verschaffen. Denn es ist uns sehr wohl bewusst, welche persönliche Erschwernisse und welcher Organisationsaufwand durch den Wegfall einer geordneten Kinderbetreuung in Kita und Schule entstehen können", erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky und hofft auf großzügiges Verständnis bei den Arbeitgebern, wenn zu Wochenbeginn eventuell mancher Mitarbeiter oder Mitarbeiterin wegen ungeklärter Betreuungsfragen ausfällt.
Das Hessische Kultusministerium hatte schließlich entschieden, dass bis zum Ende der Osterferien am 19. April kein regulärer Unterricht stattfinden wird. Am Montag, 16. März, sollen jedoch alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte noch einmal die Gelegenheit bekommen, in den jeweilige Schulen zusammenzukommen, um Verabredungen für die unterrichtsfreie Zeit zu treffen und eventuell Lehrmaterial zur eigenverantwortlichen Bearbeitung abzuholen. Die Schulbusse der Hanauer Straßenbahn GmbH (HSB) werden am Montag noch ihre üblichen Touren absolvieren und erst ab Dienstag ihren Dienst einstellen.
Auch das Landesabitur, so die Regelung des Ministeriums, soll trotz der Umstände ermöglicht werden, so dass die schriftlichen Prüfungen nach heutigem Stand am 19. März beginnen werden – auch in Hanau.
"Wichtig ist auch die Verpflichtung der Schulen, für die Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1 bis 6 eine Notbetreuung in kleinen Gruppen zu gewährleisten", unterstreicht der Hanauer OB, dass dieses Angebot sich allerdings nur an Kinder richtet, deren Eltern in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind. Darunter fallen jene Berufsgruppen, die zur Sicherstellung der öffentlichen Daseinsfürsorge unabdingbar sind. Eine genaue Festlegung der "Funktionsträger in der gesundheitlichen Versorgung von Menschen und der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung" hat das Ministerium vorgenommen. Wichtig ist auch, dass im Normalfall beide Elternteile diese Bedingung erfüllen müssen.
Die gleichen Maßgaben gelten auch für die Kindertagesstätten und die Kinderbetreuung durch Tagesmütter. Die 29 städtischen Kitas sowie die der freien Träger sind von Montag an bis zum 19. April geschlossen. Die rund 70 Tagesmütter müssen ihre Betreuung ebenfalls einstellen. Um die Arbeitsfähigkeit für Betriebe der Daseinsvorsorge, für Polizei und Rettungsdienste, aber auch für die Kliniken und die Pflegeheime sicherzustellen, hat sich die Stadt aber sofort der Aufgabe zugewandt, einen Notdienst zu organisieren. Dabei handelt es sich hier ebenfalls um ein Angebot, das sich ausschließlich an jene Personen richtet, die im Interesse der öffentlichen Daseinsvorsorge weiterarbeiten müssen. "Beschäftigte der genannten Bereiche, die ohne funktionierende Kinderbetreuung ihren Dienst nicht aufnehmen können, müssen sich aber über ihre Vorgesetzten oder ihren Arbeitgeber mit dem Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung in Verbindung setzen, damit im Einzelfall geklärt werden kann, ob der Anspruch auf einen Notplatz besteht. Selbstverständlich werden gezahlte Gebühren für die Zeit der Schließung erstattet."
Für Arbeitgeber und Vorgesetzte der öffentlichen Daseinsfürsorge, die einen Notbetreuungsplatz für unverzichtbare Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigen, sind auf der städtischen Internetseite Informationen und Kontaktdaten zusammengestellt. Die zentrale Koordination und Vergabe der Notplätze läuft ausschließlich über die Emailadresse eigenbetrieb-kindertagesbetreuung@hanau.de
Weitergehende Hinweise rund um das Thema Corona gibt es auch auf der städtischen Homepage www.corona.hanau.de. Der Internetauftritt wird ständig aktualisiert. Neben aktuellen Angaben zur städtischen Lage, etwa Schließungen öffentlicher Einrichtungen, veränderter Öffnungszeiten, verschobener und abgesagter Veranstaltungen, sind dort auch wichtige Rufnummern und Informationen zu medizinischen Fragestellungen aufgelistet. Darüber hinaus führen Links zu weiterführenden, offiziellen Internetseiten. Veranstalter und Vereinen können an stab-corona@hanau.de Absagen und Verschiebungen melden – auch diese werden auf der städtischen Internetseite veröffentlicht. Informationen liefert die Stadt auch via Twitter (@Brueder_Grimm).
Ab sofort hat die Stadt Hanau unter der Telefonnummer 06181/ 6764117 ein Bürgertelefon geschaltet, das am Wochenende jeweils von 9 bis 18 Uhr und ab Montag von 7 bis 18 Uhr erreichbar ist. Wichtiger Hinweis: Medizinische Fragen werden dort nicht beantwortet – hierzu wenden sich Bürgerinnen und Bürger an die Hotline des Main-Kinzig-Kreises (06051-8510000) oder im Notfall an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 beziehungsweise an den Hausarzt.

„Alle städtischen Gebäude und Einrichtungen werden geschlossen“ Weitreichende Entscheidungen zum Schutz der Bürgerschaft (13.02.2020 15:30 Uhr)

„Seit Tagen beschäftigt uns die Frage zum richtigen Umgang mit dem Coronavirus und es gibt bisher noch kein Patentrezept, diese herausfordernde Situation aufzulösen. Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse und deren wachsender Dynamik haben wir aus Verantwortungsbewusstsein für unsere Bürgerinnen und Bürger jetzt offiziell den Krisenstab der Stadt Hanau einberufen, wo am Freitag festgelegt wurde, dass wir überall dort, wo wir es selbst in der Hand haben, öffentliche Räume schließen“, erklärt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky die weitreichende Entscheidung der Stadt, die auch zu einer Schließung der Schulen in Hanau und aller städtischen Kindertagesstätten von Montag an bis vorläufig 10. April führt.-Ausbreitung verlangsamen wollen, zählt jede Stunde“, sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. ...

Da „Um die Arbeitsfähigkeit für Betriebe der Daseinsvorsorge, für Polizei und Rettungsdienste, aber auch für die Kliniken und die Pflegeheime sicherzustellen, werden wir einen Notdienst einrichten“, kündigt Bürgermeister Axel Weiss-Thiel als der zuständige Dezernent an. Dabei handele es sich aber um ein Angebot im Rahmen eines Krisenfalls, das heißt, Beschäftigte der genannten Bereiche, die ohne funktionierende Kinderbetreuung ihren Dienst nicht aufnehmen können, müssen sich über ihre Vorgesetzten mit dem Eigenbetrieb Kindertagesbetreuung in Verbindung setzen, damit im Einzelfall geklärt werden kann, ob der Anspruch auf einen Notplatz besteht. „Selbstverständlich werden gezahlte Gebühren für die Zeit der Schließung erstattet.“
„In enger Abstimmung mit dem Sankt Vinzenz-Krankenhaus bereitet sich auch das Hanauer Klinikum auf die Behandlung von schwerwiegend erkrankten Corona-Patienten vor“, erklärt Hanaus OB. So wurde eine Station vorsorglich geräumt, um einen Quarantäne Bereich vorzuhalten. Geplante und nicht zwingend notwendige Operationen werden verschoben. Ein eigens dort eingerichteter Krisenstab bewertet die Lage regelmäßig neu. „Wichtig für Patienten sowie Besucherinnen und Besucher ist die Verkürzung der Besuchszeiten und die Regelung, dass ab sofort nur noch „ein gesunder Besucher pro Patient und Tag“ zugelassen ist.
Betroffen von der weitreichenden Schließung sind bis auf weiteres auch alle Stadtteilläden. Wie Stadtrat Thomas Morlock erklärt, wird es im Stadtladen der Innenstadt montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr einen Notdienst geben. „Ich bitte allerdings dringend darum, vor jedem Besuch im Rathaus eingehend zu prüfen, ob das Anliegen nicht zu einem späteren Zeitpunkt erledigt werden kann“, weist Morlock darauf hin, dass es sich um einen Notdienst für wirklich dringende Fälle handelt.
Nachdem der Main-Kinzig-Kreis am Donnerstag mit seiner Entscheidung für erste Klarheit gesorgt hatte, dass – zusätzlich zur hessischen Verfügung – alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit 300 Personen und mehr nicht stattfinden dürfen, geht die Stadt jetzt mit ihren Anordnungen darüber hinaus. „Um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen, sollen und müssen wir bis auf weiteres auf alle vermeidbaren Sozialkontakte verzichten“, beschreibt OB Kaminsky die Maßgabe, an der sich die Frage, ob eine Einrichtung geöffnet bleiben könne oder nicht, zu orientieren hat. „Jede unserer Entscheidungen, die wir hier und jetzt treffen, hat erhebliche Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen, das ist uns bewusst. Aber wenn wir uns selbst aufgeben, alles zu tun, um eine Verbreitung dieser Erkrankung zu verlangsamen, mit der Betonung auf alles, dann gibt es keine Alternative zu diesen Entscheidungen.“
Die Konsequenzen für das öffentliche Leben in den nächsten Wochen werden einschneidend sein, denn geschlossen bleiben bis zum 10. April neben den Museen und dem Kulturforum auch die Jugendzentren, Bürgerhäuser und Mehrgenerationenhäuser. Auch das Heinrich-Fischer-Bad und das Lindenaubad stellen ihren Betrieb ein. Ausfallen werden auch alle Veranstaltungen, Kurse oder Zusammenkünfte in städtischen Räumlichkeiten. „Angefangen bei den Feierlichkeiten zum 19. März über die Angebote des Congress Park Hanau und Comoedienhaus bis hin zu den Kursen der Volkshochschule oder des Seniorenbüros werden alle Versammlungen abgesagt,“ so Hanaus Oberbürgermeister.
Die Hanauer Straßenbahn (HSB) lässt wegen der Corona-Krise Fahrgäste von Samstag, 14. März, an nur noch an den hinteren Bustüren ein- und aussteigen und nicht mehr vorne. Gleichzeitig wird damit der Bargeld-Fahrscheinverkauf beim Fahrpersonal eingestellt. „Nur gemeinsam mit gesunden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Bussen können wir für unsere Fahrgäste einen zuverlässigen ÖPNV-Betrieb sicherstellen“, begründet HSB-Geschäftsführer Thomas Schulte den ungewöhnlichen Schritt. Mit einer Sicherheitszone hinter dem Fahrerarbeitsplatz, die durch Flatterband abgetrennt wird, soll das Fahrpersonal als besonders gefährdete Berufsgruppe geschützt werden.
Schulte betont, dass diese Regelung „nicht vom Fahrscheinkauf entbindet“. HSB-Verkaufsstellen gibt es in der RMV-MobilitätsZentrale am Busbahnhof Freiheitsplatz sowie in Kesselstadt (Trinkhalle Schöbel), Lamboy (Bäckerei Brotkorb), Steinheim (MS Pavillon), Großauheim/Waldsiedlung (Apostos Nastos) und Bruchköbel (Schreibwaren Schenker). Tickets sind darüber hinaus erhältlich in den Hanauer Bahnhöfen an den dortigen RMV-Fahrkartenautomaten. Online lassen sich Fahrscheine erwerben über die RMV-App und den DB-Navigator.
Weitergehende Hinweise gibt auch auf der städtischen Homepage www.hanau.de. Zudem hat die Stadt ein Bürgertelefon unter 06181/6764117 geschaltet, das heute (Freitag) bis 20 Uhr, am Wochenende von 9 bis 18 Uhr sowie am Montag ab 7 Uhr erreichbar ist. Bei medizinischen Fragen wenden sich die Hanauerinnen und Hanauer aber direkt an das Gesundheitsamt des Main-Kinzig-Kreises unter 06051/8510000. Der Internetauftritt wird ständig aktualisiert. Neben aktuellen Angaben zur städtischen Lage, etwa Schließungen öffentlicher Einrichtungen, veränderter Öffnungszeiten, verschobener und abgesagter Veranstaltungen, sind dort auch wichtige Rufnummern und Informationen zu medizinischen Fragestellungen aufgelistet. Darüber hinaus führen Links zu weiterführenden, offiziellen Internetseiten. Veranstalter und Vereinen können an stab-corona@hanau.de Absagen und Verschiebungen melden – auch diese werden auf Hanau.de veröffentlicht. Informationen liefert die Stadt auch via Twitter (@Brueder_Grimm).

Stadt Hanau und Main-Kinzig-Kreis lassen ab Montag alle Schulen zu (13.03.2020 15:30 Uhr)

Die beiden Schulträger Main-Kinzig-Kreis und Stadt Hanau haben am Freitag bekanntgegeben, ab Montag die Schulen im gesamten Kreisgebiet geschlossen zu lassen. Sie appellierten zugleich an das Staatliche Schulamt, eine Notbetreuung zu organisieren, um Härtefälle abzufedern. Grund ist die Ausbreitung der Coronavirus-Erkrankung. Binnen zweier Tage hatte der Main-Kinzig-Kreis 13 neue bestätigte Fälle gemeldet, neun am Donnerstag, vier weitere aus Linsengericht, Birstein, Großkrotzenburg und Hanau am Freitag. Damit ist das neuartige Virus in bereits neun Kommunen des Main-Kinzig-Kreises angekommen. ...

Am Freitag hatte der Main-Kinzig-Kreis bereits die Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach vorsorglich schließen lassen, weil ein Mitglied der Schulgemeinde engen Kontakt zu einer erkrankten Person hatte. Um eine Weiterverbreitung möglichst zu verhindern, hatte der Kreis als Schulträger und mit seinem Gesundheitsamt – in Abstimmung mit der Schule und dem Staatlichen Schulamt – die Einrichtung geschlossen.
„Unser Ziel neben dem Erkennen und Absondern sind das Verlangsamen der Ausbreitung und der Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger. Wir tun alles dafür, indem wir ab einem angemessenen Punkt und für einen vertretbaren Zeitraum eine erhebliche Zahl an Kontaktketten drastisch reduzieren“, erklärten Landrat Thorsten Stolz, Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler und der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann seitens des Kreises wie auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Bürgermeister Axel Weiss-Thiel und Stadtrat Thomas Morlock seitens der Stadt Hanau.
Stadt und Kreis folgen damit den Beispielen anderer Bundesländer sowie den Empfehlungen der Bundeskanzlerin, sämtliche Sozialkontakte auf ein Mindestmaß zurückzuführen. Auch wenn für den Schulbetrieb das Land Hessen zuständig ist, haben sich der Main-Kinzig-Kreis sowie die Stadt Hanau für diesen sofortigen Schritt auf kommunaler Ebene entschieden, der vorerst seitens des Kreises auf einschließlich 3. April sowie seitens der Stadt Hanau auf den 10. April befristet ist und in Hanau weitere Einrichtungen ebenfalls umschließt.
„Seit zwei Wochen sehen wir auf Landesbene, dass nichts entschieden wird. Da gibt es keine Führungsstärke, es fehlt die Unterstützung an der Basis“, monierte Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Landrat Thorsten Stolz ergänzte: „Wir reden über rund 100 Schulen im Bereich des Main-Kinzig-Kreises, mit all den Fragen der Lehrer und der Eltern, die nun aus unterschiedlichen Kommunen kommen. Entscheidungen wie an der FAG-Schule in Wächtersbach sind fachlich notwendig. Aber Insellösungen, das zeigt sich heute deutlich, sind nicht das Gebot der Stunde.“ Vor allem biete sich mit den zwei Wochenendtagen nun eine sinnvolle Zeitspanne, die sowohl die Eltern für ihre Wochenplanung als auch die Schulen für die weitere Vorbereitung nutzen könnten, so Stolz.
Oberbürgermeister Claus Kaminsky schloss daran an. „Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, sollen und müssen wir bis auf Weiteres auf alle vermeidbaren Sozialkontakte verzichten“, beschreibt OB Kaminsky die Maßgabe, an der sich die Frage, ob eine Einrichtung geöffnet bleiben könne, zu orientieren hat. „Jede unserer direkten Entscheidungen, die wir hier und jetzt treffen, hat erhebliche Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen, das ist uns bewusst. Aber wenn wir uns selbst aufgeben, alles zu tun, um eine Verbreitung der Erkrankung zu verlangsamen, mit der Betonung auf langsam, dann gibt es keine Alternative zu diesen Entscheidungen. Mit Blick auf die aktuellen Ereignisse und auf die wachsende Dynamik haben wir aus Verantwortungsbewusstsein für unsere Bürgerinnen und Bürger am Freitag offiziell den Krisenstab einberufen, wo festgelegt wurde, dass wir überall dort, wo wir es selbst in der Hand haben, öffentliche Räume schließen“, erklärt Hanaus OB die weitreichende Entscheidung der Stadt, die auch zu einer Schließung aller städtischen Kindertagesstätten von Montag an bis vorerst 10. April führt.
Der Kreisausschuss wie auch der Magistrat der Stadt Hanau bitten die Elternschaft um Verständnis für diesen Schritt. Es werde sich zeigen, ob dieser Schritt ausreichend und angemessen gewesen ist. Aber „wir übernehmen damit im Hier und Heute Verantwortung“, man wolle verlangsamen und die Bevölkerung schützen, „wir sind dabei aber auch auf die Eigenverantwortung und die Mithilfe jeder Bürgerin und jedes Bürgers angewiesen“, so Kaminsky und Stolz gemeinsam.
„Der Zeitpunkt ist so früh gewählt, damit in den nächsten Tagen Kapazitäten zur Betreuung daheim geschaffen werden können. Das wird nicht einfach sein, das kann sich jeder denken, der Kinder hat. Aber es ist der aktuellen Epidemie-Situation angemessen“, appellierte Landrat Stolz an die Bürgerinnen und Bürger. Kreis-Schuldezernent Winfried Ottmann erinnerte an die besondere Situation unter Schulen: „Dieser Schritt kam für die Einrichtungen sicher nicht völlig überraschend angesichts der jüngsten bundesweiten Entwicklungen. Dennoch heißt das für alle Schulleitungen und Sekretariate jetzt natürlich einen erheblichen organisatorischen Aufwand. Wir werden als Kreis dabei alle Beteiligten permanent auf dem allerneuesten Stand halten und natürlich auch aufmerksam beobachten, was die Landesregierung entscheidet.“
Die Kreis- und Stadtspitzen wissen, dass die Entscheidung für Eltern eine Herausforderung bedeutet. Daher fordern sie das Staatliche Schulamt auf, genauso wie die Städte und Gemeinden nun Verantwortung zu übernehmen. An den Schulen des Main-Kinzig-Kreises wie auch der Stadt Hanau muss deshalb vor Ort ab der kommenden Woche eine Notbetreuung gewährleistet sein. „Das muss das Staatliche Schulamt organisieren und die Information zügig und zielgerichtet an die Schulgemeinden und Eltern weiterleiten“, fordern Landrat Stolz und OB Kaminsky. Es geht vor allem darum, für die Menschen Planbarkeit zu schaffen.

Aktuelle Situation im Main-Kinzig-Kreis
Im Main-Kinzig-Kreis sind am Freitag vier weitere Fälle von Coronavirus-Erkrankten aufgetreten. Zwei Frauen aus Linsengericht und Birstein, jeweils Jahrgang 1971, stehen im Zusammenhang mit dem Fall einer Frau aus Wächtersbach, die kürzlich aus dem Skiurlaub zurückgekommen ist. Außerdem wurden ein Mann, Jahrgang 1957, aus Großkrotzenburg und ein Mann aus Hanau, Jahrgang 1958, positiv getestet. Diese beiden letzten Meldungen erreichten den Kreis am frühen Nachmittag. Das Gesundheitsamt hat auch diese vier Fälle umgehend häuslich isoliert; auch die Kontaktpersonen werden häuslich abgesondert.
Die neuen Coronavirus-Meldungen und häusliche Isolierung der Kontaktpersonen aus dem Kreisgebiet betrafen auch die Friedrich-August-Genth-Schule in Wächtersbach sowie Bereiche der Main-Kinzig-Kliniken. Während der Kreis die FAG-Schule schließen ließ, stellten sich auch die Main-Kinzig-Kliniken auf die Situation unverzüglich ein. Unter den in dieser Woche neu gemeldeten Erkrankten befinden sich drei Mitarbeiter der Kliniken in Gelnhausen. Auch sie sowie alle identifizierbaren Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Isolierung. Gemeinsam mit den Kliniken steht das Gesundheitsamt mit ihnen in Kontakt. Parallel dazu werden schon ab heute gemäß eines aktuellen Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Regierungschefs der Länder Maßnahmen umgesetzt, ursprünglich war dafür der kommende Montag geplant. Alle planbaren Aufnahmen, Operationen und Eingriffe werden, soweit medizinisch vertretbar, auf unbestimmte Zeit verschoben und ausgesetzt. Die Patienten werden über die Absage ihrer Operationen und Behandlungen informiert. Patienten, die hierzu Fragen haben, können sich an ihre bisherigen Ansprechpartner in den Kliniken wenden. Die Akut- und Notfallversorgung ist weiterhin gesichert.
Aufgrund der stark gestiegenen und erwartbar weiter steigenden Fallzahlen hatte der Main-Kinzig-Kreis bereits am Donnerstag eine Allgemeinverfügung angekündigt und am Freitag erlassen, die bereits seit Freitagmorgen, 8 Uhr, gilt. Demnach untersagt der Main-Kinzig-Kreis öffentliche und private Veranstaltungen im Gebiet des Kreises, bei denen mehr als 1.000 Personen unter freiem Himmel zu erwarteten sind und bei denen mehr als 300 Personen in geschlossenen Räumen zu erwarten sind. Darüber hinaus empfiehlt der Main-Kinzig-Kreis, auch auf die Durchführung von privaten und öffentlichen Veranstaltungen zu verzichten, bei denen weniger als 300 Personen erwartet werden und an denen erwartungsgemäß Personen teilnehmen, die laut Robert-Koch-Institut einer Risikogruppe angehören. Veranstalter werden insoweit aufgerufen, im Einzelfall ihre Planungen zu überdenken und ihre Veranstaltungen abzusagen oder zu verschieben. Einzelheiten zu den vom Robert-Koch-Institut definierten Risikogruppen finden sich auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts: www.rki.de .

Corona-Verbreitung: OB Kaminsky begrüßt Einschränkungen (12.03.2020 09:00 Uhr)

OB Kaminsky begrüßt Einschränkungen großer Veranstaltungen/Nuhr-Auftritt und Konzert der Congress Park Sinfonie abgesagt
„Wenn wir in Deutschland die Corona-Ausbreitung verlangsamen wollen, zählt jede Stunde“, sagt Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky. ...

Daher hätte er sich von Hessens Sozialminister Kai Klose eine schnellere Entscheidung gewünscht, Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmenden – mit Ausnahme des Besuchs von Bildungseinrichtungen – per Allgemeinverfügung ab 13. März zu verbieten. Die Stadt Hanau habe frühzeitig selbst Verantwortung übernommen, erste eigene Veranstaltungen abgesagt und gebe auch für Zusammenkünfte mit wenigen hundert Menschen wichtige Handlungsempfehlungen. Die Verfügung des Landes habe Klarheit gebracht, dass die Veranstaltung mit Dieter Nuhr am 28. März in der August-Schärttner-Halle mit mehr als 2000 Gästen abgesagt sei. Bereits am Mittwochabend hat die 2. Basketball-Bundesliga Gmbh den 30. Spieltag in Pro A sowie die Play-offs und Play-downs der Pro A und Pro B am kommende Wochenende auszusetzen. Damit findet das Spiel der White Wings gegen Wedel am Samstag, 14. März, nicht statt. Für diesen Tag abgesagt ist auch ein Schwimmwettkampf im Heinrich-Fischer-Bad.  

Umgekehrt hat der OB entschieden, dass der traditionelle Hanauer Wochenmarkt wie gewohnt samstags und mittwochs stattfindet. Seine Begründung: „Hier geht es – wie in ebenso zugänglichen Supermärkten – um die Lebensmittelversorgung der Menschen.“
Die Hanauer Feuerwehren lassen die für die nächsten Tage geplanten Jahreshauptversammlungen ebenfalls ausfallen. „Hier überwiegt das Bestreben, dass unsere Feuerwehrleute gesund und einsatzfähig bleiben müssen. Daher ist Vorsicht geboten, um die Ansteckungsgefahr zu mindern“, erläutert der OB. Nicht stattfinden werden derzeit auch Personalversammlungen bei Sparkasse, Stadtverwaltung und allen Sparten der Unternehmung Stadt wie beispielsweise im Klinikum, führt Kaminsky weiter aus. Der für Ende April geplante Betriebsausflug der Stadtverwaltung wird verschoben.  „Wir müssen nun von Tag zu Tag neu entscheiden, wie wir mit der sich ändernden Lage und mit eigenen öffentlichen Veranstaltungen weiter umgehen“, kündigt Hanaus Oberbürgermeister an.  Hier spiele die Größe der Veranstaltung eine Rolle, ob sie drinnen oder draußen stattfinden, ob regionale Besonderheit und Tradition eine Rolle spielen und welche wirtschaftliche Tragweite abzuwägen ist. Hier habe der Main-Kinzig-Kreis mit seiner aktuellen Entscheidung für Klarheit gesorgt, dass – zusätzlich zur hessischen Verfügung – alle Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit 300 Personen und mehr nicht stattfinden dürfen, weshalb das Konzert der Reihe Congress Park Sinfonie am 14. März verschoben werden muss. Entscheiden sich Private, Veranstaltungen in angemieteten städtischen Räumen ausfallen zu lassen, werde sich die Stadt kulant erweisen und die Miete rückerstatten, stellt Kaminsky in Aussicht. Auf der städtischen Homepage www.hanau.de, der des Main-Kinzig-Kreises (www.mkk.de) sowie beim Robert-Koch-Institut unter www.rki.de und unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html sind weitere wichtige Informationen zu finden. Fragen an die Stadt Hanau sind unter der E-Mail-Adresse stab-corona@hanau.de zu stellen. Das Bürgertelefon des Main-Kinzig-Kreises mit dem für Hanau zuständigen Gesundheitsamt ist von 9 bis 18 Uhr unter 06051-8510000 geschaltet. 
Bürgerinnen und Bürger könnten mit einem angemessenen Verhalten das Bestreben unterstützen, die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, so Kaminsky abschließend. So sollten Menschen, die Kontakt zu einer erkrankten Person hatten oder aus einem der Risikogebiete kommen, beim Auftreten von Krankheitszeichen nicht selbständig einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Um unter diesen Umständen eine mögliche Ansteckung zu verhindern, sollte zunächst der Hausarzt oder das Gesundheitsamt des MKK telefonisch zu den weiteren Schritten befragt werden.