Welche Regeln gelten ab 13. Dezember 2021 für Kindertagesstätten?
Hanauer Kitas wieder im eingeschränkten Regelbetrieb
Landesvorgaben schreiben strikte Gruppentrennung vor

 
"Wir haben alles daran gesetzt, diesen Schritt zu vermeiden, um in unseren Einrichtungen den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen aufrechtzuerhalten, aber die aktuellen Landesvorgaben lassen uns keine Wahl", erklärt Bürgermeister Axel Weiss-Thiel am 3. Dezember, warum von Montag 13. Dezember, an gruppenübergreifende Angebote und Betreuungszeiten in den städtischen Kindertagesstätten nicht mehr möglich sind.

In einem Brief an die Eltern informierte er gemeinsam mit der Leiterin des Eigenbetriebs, Astrid Weiermann, darüber, dass "das aktuelle ‚Hygienekonzept zum Schutz von Kindern und Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen sowie von Kindertagespflegepersonen in Hessen während der SARS-CoV-2-Pandemie des Landes Hessen‘ nun die Betreuung der Kinder in der strikten Gruppentrennung anordnet."

Ziel sei es erneut, die Kontakte maximal zu beschränken und Kontaktketten bestmöglich nachvollziehen zu können. Durch dieses Vorgehen soll verhindert werden, dass im Infektionsfall ganze Einrichtungen geschlossen werden müssen.
 
Bereits Mitte November waren die Eltern angesichts der steigenden Infektionszahlen in einem Brief darauf vorbereitet worden, dass es wieder zu Einschränkungen in der Betreuung ihrer Kinder kommen könnte. Denn, so erläutert Weiermann, eine strikte Gruppentrennung geht immer einher mit einer Reduzierung der Öffnungszeiten. "Anders lässt sich die Abgrenzung der Gruppen im Rahmen der vorhandenen Personalkapazitäten nicht umsetzen."
 
Damit den betroffenen Eltern zumindest ein gewisser Planungsvorlauf bleibt, haben sich Bürgermeister und Eigenbetriebsleiterin darauf verständigt, dass die eingeschränkten Betreuungszeiten erst eine Woche nach ihrer Ankündigung wirksam werden.

"Vom 13. Dezember an sind wir im eingeschränkten Regelbetrieb, was bedeutet, dass unsere Kitas nur verkürzt von 7.30 bis 15.30 Uhr geöffnet sind."

Beide appellieren jedoch an die Eltern, schon in der Übergangszeit sehr genau zu prüfen, ob es sich vermeiden lässt, die Früh- oder Spätbetreuung der Kinder in Anspruch zu nehmen. "Denn hier kommt es zu unvermeidlichen Vermischungen der Gruppen, die den notwendigen Kontaktbeschränkungen zuwiderlaufen."
 
"Dieser Eingriff in den Kita-Alltag stellt wieder viele Abläufe, Planungen, Dienstplangestaltungen und Strukturen auf den Kopf, insbesondere müssen alle Angebote im Tagesablauf gruppenintern und mit Blick auf die vorhandenen Personalressourcen geleistet werden", macht Weiermann deutlich, dass die Herausforderung und Belastungen auch für die Kitas enorm sind. Dabei könne letztendlich auch nicht ausgeschlossen werden, dass bei einer weiteren Reduzierung der personellen Kapazitäten weitere Einschränkungen oder die Schließung einzelner Gruppen nötig werden.
 
"Uns ist bewusst, dass wir den Eltern einmal mehr eine hohe Flexibilität abverlangen", bedanken sich Bürgermeister Weiss-Thiel und Eigenbetriebsleiterin Weiermann ausdrücklich für die Unterstützung und Kooperationsbereitschaft. Gleichzeitig fordern sie Eltern explizit auf, sich an die Kita-Leitungen zu wenden, wenn sich aus der veränderten Betreuungssituation Beratungsbedarf ergibt. "Diese 4. Welle können wir nur zusammen bewältigen. Dazu kann und muss jede und jeder einen Beitrag leisten" appelliert Weiss-Thiel abschließend daran, die Impf- und Testangebote zu nutzen.
Welche Öffnungszeiten gelten für Kindertagesstätten?
Die Kindertageseinrichtungen in Hanau kehren zu einer Betreuung in konstanten Gruppen zurück. Das bedeutet, dass offene und teiloffene Konzepte erneut eingeschränkt werden müssen. Hiermit verbunden ist eine Verkürzung der Betreuungszeit von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr.
 
„Gibt es die Möglichkeit den Kindertagesbetreuungsvertrag befristet auszusetzen und werden dann Gebühren fällig?“
Ja – bitte sprechen Sie hierzu Ihre Leitung an.
 
„Wie werden Hygienemaßnahmen umgesetzt?“
Für die Kindertageseinrichtung des Landes Hessen wurde vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration ein Hygienekonzept erstellt. In diesem sind die Umgangsregelungen für Mitarbeitende und Externe aufgeführt. Das Hygiene-Team des Corona-Krisenstabes hat bereits die Begehungen der Kitas (städtische und freie Träger) durchgeführt und berät weiterhin bei der Umsetzung des Hygienekonzeptes.
Kinderbetreuung ab dem 25. November 2021 | soziales. hessen.de
Kitas und Schulen | hessen.de
Wo finde ich die Angebote zur Beschäftigung meiner Kinder?
Die Stadt Hanau hat die neue Plattform HanauDaheim online gestellt. Während der Corona-Krise sind hier viele spannende und hilfreiche Themen für alle Altersgruppen gebündelt, es sind Angebote zum Anschauen, Mitmachen, Lernen sowie zum virtuellen Kontakte pflegen und neu aufbauen. An die jüngsten Hanauerinnen und Hanauer richtet sich ein besonderes Angebot: So führen in der Rubrik „Online Kita" Erzieherinnen spielerisch vor, wie man Knete herstellt, erzählen Kinder-Geschichten, lesen Gedichte vor, bemalen Luftballons oder zeigen, wie das „Fliegenklatschen-Spiel" funktioniert. Die Hanauer Erzieherinnen achten, wie im Kita-Alltag üblich, auf die spielerische wie erzieherische Ausgewogenheit.
Gibt es Möglichkeit den Kindertagesbetreuung befristet auszusetzen und werden dann Gebühren fällig?
Da die Kindertageseinrichtungen sich im „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“ befinden, ist eine Pausierung des Betreuungsvertrages momentan nicht möglich.
Gibt es eine Entschädigung für Verdienstausfälle wegen Kinderbetreuung?
Arbeitgeber und Selbstständige können über die Webseite www.ifsg-online.de (Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat) eine Entschädigung für Verdienstausfälle beantragen. Der Antrag gilt für Verdienstausfälle, die wegen einer behördlich angeordneten Schul- oder Kitaschließungen entstanden sind. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten die Entschädigung von ihren Arbeitgebern als Lohnfortzahlung (maximal zehn Wochen pro Elternteil, 20 Wochen für Alleinerziehende). Arbeitgeber können sich die Entschädigung anschließend über den Antrag erstatten lassen.
Wie werden Hygienemaßnahmen umgesetzt?
Für die Kindertageseinrichtung des Landes Hessen wurde vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration ein Hygienekonzept erstellt. In diesem sind die Umgangsregelungen für Mitarbeitende und Externe aufgeführt. Das Hygiene-Team des Corona-Krisenstabes hat bereits die Begehungen der Kitas (städtische und freie Träger) durchgeführt und berät weiterhin bei der Umsetzung des Hygienekonzeptes.
Kinderbetreuung ab dem 22. Juli 2021 | Hessisches Ministerium für Soziales und Integration (hessen.de)
Besteht Maskenpflicht in den Kitas?
Es besteht weiterhin eine Maskenpflicht für Externe in den Kindertageseinrichtungen. Hierzu zählen auch Sie als Eltern in den Bring- und Abholsituationen. Eine Maskenpflicht für die Mitarbeitenden der Kindertageseinrichtungen besteht zum jetzigen Zeitpunkt nicht. In Hortgruppen wird das Tragen von Masken in der Regel nach den aktuellen Vorgaben des Kultusministerium für Schulen umgesetzt.
Wo bekommen Eltern weitere Informationen?
Die Leitungen der Kindertagesstätten stehen für Fragen zur Verfügung. Wer noch weitere Fragen hat, kann sich an das Bürgertelefon wenden: Es ist erreichbar montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr, Telefon: 0 61 81/67 660 2001.
Was ist mit Eingewöhnung?
Es erfolgt eine individuelle Betrachtung der Bedürfnisse der betreffenden Kinder und Familien. Die Eingewöhnung wird entsprechend den geltenden Hygienevorgaben gestaltet. Nähere Details bespricht die Einrichtungsleitung mit den Familien vor einer Aufnahme.
Dürfen Eltern in die Kita?
Über das Betretungsverbot in den Einrichtungen für Eltern entscheidet jede Einrichtungsleitung individuell.
Um die Regelungen für die Kindertageseinrichtungen Ihres Kindes zu erhalten, sprechen Sie bitte die Einrichtungsleitung an.
Was ist mit Waldgruppen?
Das Angebot der Waldgruppen findet wie gewohnt statt